Samstag, 18. März 2017

Jaw – No Blue Peril




Jaw – No Blue Peril


Besetzung:

JF Sebastian – sound-aristocracy, samples, beats & 303, cigar-celeb of the year
Pascal Finkenauer – vocals, lyricism, psyche, additional guitars
Kristian Draude – beatboxer


Gastmusiker:

Jörg Sander – guitars
Matthias Boehm – additional guitars
Steven Nietzky – live bass guitar on “Liquefied”
Stefan Pintev – orchestra conduction on “Window” and Two Poems”


Label: Edel Records


Erscheinungsdatum: 2000


Stil: Electro Pop


Trackliste:

1. Liquefield (Like A Stone) (4:04)
2. Alec Is Amused (3:41)
3. Survive (4:42)
4. Interlude 1 (1:28)
5. Window (4:06)
6. Interlude 2 (0:42)
7. Raid (3:18)
8. Horizon (4:22)
9. Speech For The Defence: Our Love Hates Morality (3:41)
10. Cocoon (3:52)
11. Creature Of Masquerade (3:17)
12. Ride The Wave (4:13)
13. Interlude 3 (2:00)
14. Two Poems (4:30)
15. Ago (3:26)
16. Outro (2:54)

Gesamtspielzeit: 54:21



Jaw war eine Band aus Lüneburg, Deutschland, die im Jahr 2000 ihr erstes und einziges Album veröffentlichte. „No Blue Peril“ heißt dies und erschien auf dem Label Edel Records. Darauf zu hören gibt es Electro Pop, der sowohl manchmal die Grenzen zum Rock wie zum Techno überschreitet.

Die drei Musiker starten gut in das Album. So haben die ersten Titel auf „No Blue Peril“ alle etwas, eine Melodie oder eine Idee, die ins Ohr geht und auch länger hängenbleibt. Das ändert sich im Laufe der Scheibe allerdings leider. Die Titel werden uninteressanter, vor allen Dingen in der Mitte der Scheibe wirken die einzelnen Lieder irgendwie uninspirierter, können einen einfach nicht mehr so einfangen.

So liegen auch die Höhepunkte der Scheibe größtenteils in der ersten Hälfte der Platte. „Alec Is Amused“, „Survive“ sowie „Interlude 1“ wären da zu nennen. Alles Lieder, die eine gewisse Atmosphäre ausstrahlen und eben gut ins Ohr gehen. Aus dem weiteren Verlauf der Scheibe wäre da schließlich nur noch das sehr sphärische „Interlude 3“ zu nennen, welches bereits im Bereich des Ambient angesiedelt ist. Neben noch ein paar schöneren Momenten klingt der Rest der Scheibe allerdings wie langweiliger Electro Pop, den man nicht mehr unbedingt gehört haben muss.

Fazit: Ein zeitweise schönes und interessantes, an andern Stellen allerdings langweiliges Album ist „No Blue Peril“ von Jaw geworden. Ganz bestimmt keine schlechte Musik, jedoch auch nichts, was das Potential besitzt, zum Lieblingsalbum zu werden. Wer Electro Pop mag, die oder der kann hier durchaus etwas für sich entdecken. Für alle anderen wird das deutlich schwieriger. Sechs Punkte.

Anspieltipps: Alec Is Amused, Interlude 1, Interlude 3