Dienstag, 10. Januar 2017

Steve Winwood – Roll With It




Steve Winwood – Roll With It


Besetzung:

Steve Winwood – lead & backing vocals, bass guitar, guitar, piano, drums, keyboards, hammond organ, moog bass, minimoog solo, fairlight programming


Gastmusiker:

Paul Pesco – guitar
Robbie Kilgore – keyboards
Mike Lawler – keyboards
John “J.R.” Robinson – drums
Jimmy Bralower – percussion, drum machine
Bashiri Johnson – percussion
Andrew Love – tenor sax
Wayne Jackson – trombone, trumpet
The Memphis Horns – horn arrangements
Mark Williamson – background vocals
Tessa Niles – background vocals


Label: Virgin Records


Erscheinungsdatum: 1988


Stil: Pop, Rock, Blue-Eyed Soul


Trackliste:

1. Roll With It (5:20)
2. Holding On (6:15)
3. The Morning Side (5:14)
4. Put On Your Dancing Shoes (5:11)
5. Don't You Know What The Night Can Do? (6:54)
6. Hearts On Fire (5:15)
7. One More Morning (4:58)
8. Shining Song (5:28)

Gesamtspieldauer: 44:35



„Roll With It“ heißt das fünfte Studio-Album des Engländers Steve Winwood, der darauf einmal mehr seinem Image als „Blue-Eyed Soul Künstler“ entspricht. Die Scheibe wurde im Juni 1988 auf dem Label Virgin Records veröffentlicht, erreichte die Spitze der US-amerikanischen Album Charts und verkaufte sich über drei Millionen Mal. Auch, der als Single ausgekoppelte Titelsong „Roll With It“ erreichte in zahlreichen Ländern Platz 1 der Charts. Nach dem Vorgänger „Back In The High Life“ ist „Roll With It“ das erfolgreichste Album des Steve Winwood überhaupt.

Darauf zu hören gibt es absolut radiotauglichen Pop, der auch mal in den Gefilden des Funks und ganz oft in denen des Souls wildert. Jede Menge Bläser lassen zum Teil sogar ein gewisse Big Band Atmosphäre entstehen. Alles klingt auf seine Art und Weise leicht und luftig, geht schnell ins Ohr. Allerdings nur sehr, sehr oberflächlich, denn dort verbleibt die Musik des Steve Winwood auf „Roll With It“ nicht wirklich. Alles hört sich hier irgendwie platt und anbiedernd an. Vielleicht ist das aber auch nur so, wenn man eher auf Rock steht, denn auf diese weich gewaschene und radiotaugliche „Stimmungsmusik“.

Schwer für mich hier überhaupt etwas zu finden, dem ich etwas abgewinnen kann. Am ehesten geht das für mich noch mit dem Titel „The Morning Side“. Ein langsames Lied, welches dieses Mal wirklich über eine schöne Melodie verfügt. Zwar auch nicht sonderlich spektakulär, manchmal gibt man sich dann aber eben doch mit den kleinen Dingen des Lebens zufrieden. Und ansonsten? Freundinnen und Freunde des Souls werden hier sicherlich etwas für sich entdecken können, auch wenn ich mir sicher bin, dieses musikalische Genre schon bedeutend besser interpretiert gehört zu haben. Trotzdem, in diese Richtung geht fast alles auf „Roll With It“ und wer das mag, der oder dem wird auch diese Scheibe gefallen.

Fazit: „Blue-Eyed Soul“ gibt es auf „Roll With It“ zu hören. Jede Menge Bläser untermalen hier diese freaky, funky, souly Stimmung. Ins Ohr geht da – zumindest bei mir – nichts besonders. „Roll With It“ gehört bei mir zu der Kategorie von Platten, die man zwar hat, allerdings nie anhört, da sie zum einen nichts in einem auslöst und zum anderen furchtbar langweilig klingt. Vier Punkte.

Anspieltipps: The Morning Side