Samstag, 5. August 2017

The Who – Join Together




The Who – Join Together


Besetzung:

Roger Daltrey – lead vocals, tambourine, harmonica, acoustic guitar, rhythm guitar
Pete Townshend – lead guitar, acoustic guitar, rhythm guitar, lead and backing vocals
John Entwistle – bass, backing and lead vocals


Gastmusiker:

Simon Phillips – drums
Steve "Boltz" Bolton – rhythm and lead guitar
John Bundrick – keyboards
Billy Nicholls – backing vocals, musical director
Cleveland Watkiss – backing vocals
Chyna Gordon – backing vocals
Jody Linscott – percussion
Simon Clarke – brass
Simon Gardner – brass
Roddy Lorimer – brass
Tim Saunders – brass
Neil Sidwell – brass


Label: Virgin Records


Erscheinungsdatum: 1990


Stil: Rock


Trackliste:

Seite 1:

1. Overture / It's A Boy (5:26)
2. 1921 (2:52)
3. Amazing Journey (3:07)
4. Sparks (4:36)
5. The Hawker (Eyesight To The Blind) (2:18)
6. Christmas (4:25)

Seite 2:

1. Cousin Kevin (3:56)
2. The Acid Queen (3:44)
3. Pinball Wizard (4:21)
4. Do You Think It's Alright? (0:23)
5. Fiddle About (1:39)
6. There's A Doctor (0:21)
7. Go To The Mirror! (3:22)
8. Smash The Mirror (1:09)

Seite 3:

1. Tommy, Can You Hear Me? (0:58)
2. I'm Free (2:09)
3. Miracle Cure (0:25)
4. Sally Simpson (4:18)
5. Sensation (2:22)
6. Tommy's Holiday Camp (0:58)
7. We're Not Gonna Take It (8:44)

Seite 4:

1. Eminence Front (5:53)
2. Face The Face (6:15)
3. Dig (3:46)
4. I Can See For Miles (3:43)
5. A Little Is Enough (5:06)

Seite 5:

1. 5:15 (5:48)
2. Love Reign O'er Me (6:49)
3. Trick Of The Light (4:49)
4. Rough Boys (4:44)

Seite 6:

1. Join Together (5:15)
2. You Better You Bet (5:40)
3. Behind Blue Eyes (3:38)
4. Won't Get Fooled Again (9:30)

Gesamtspieldauer: 130:44




„Join Together“ ist eine Zusammenstellung von Live-Aufnahmen, die während The Who’s 25th Anniversary Nordamerika-Tour im Jahr 1989 entstanden. Damit ist dieses Album nach „Live At Leeds“ und „Who’s Last“ die dritte Live-Veröffentlichung der Band, die es jedoch eigentlich gar nicht mehr geben dürfte, denn nach „Who’s Last“ sollte endgültig Schluss sein mit The Who. Im Jahr 1990 erschien das Album, welches ursprünglich aus drei LPs bestand, in Europa auf dem Musiklabel Virgin Records, wohingegen die LP-Box in den USA auf MCA veröffentlicht worden war. Später wurde „Join Together“ auch als Doppel-CD wiederveröffentlicht. Die meisten Aufnahmen entstammen den Konzerten in der Radio City Music Hall, New York und dem Universal Amphitheater, Los Angeles. Das Album ist Keith Moon gewidmet und man kann nur dankbar sein, dass es sich Pete Townshend, John Entwistle und Roger Daltrey noch mal überlegten und doch wieder zusammenfanden und veröffentlichten, denn „Join Together“ lohnt sich.

Auf den ersten drei LP-Seiten bekommt man fast vollständig das Album „Tommy“ zu hören. Lediglich die Nummern „Underture“ und „Welcome“ fehlen hier und einige wenige Titel wurden für die Live-Einspielung umgestellt. Die Plattenseiten vier bis sechs beinhalten dann sowohl The Who Titel verschiedener Karriere-Abschnitte der Band sowie vier Solo-Nummern von Pete Townshend („Face The Face“, „Dig“, „A Little Is Enough“ und „Rough Boys“). Auch die Zusammenstellung der The Who Nummern, die dieses Mal die 60er Jahre ausspart und die 70er und 80er Jahre Lieder aufleben lässt, ist sehr gelungen. The Who spielen „Eminence Front“ vom Album „It’s Hard“ und natürlich auch solch „Hits“ wie „Love Reign O'er Me“, „Behind Blue Eyes“ oder „Won't Get Fooled Again“ und noch jede Menge hörenswerte Titel mehr.

Der Sound des Albums ist wahrlich gelungen, klingt klar und unverwaschen. Die Band hat Spaß an dem, was sie gerade spielt, das hört und spürt man in jedem Takt, mit jedem Akkord. Auch die Arrangements mit einer Brass-Abteilung weiß zu überzeugen. Und so klingt die Musik von The Who auf „Join Together“ wahrlich mitreißend und ist ein sehr gelungenes Dokument über das Schaffen der Band, nachdem sie sich vom Pop der 60er Jahre gelöst hatte. Die Musik klingt kraftvoll, rockig, geht dabei ins Ohr und weiß an jeder Stelle zu überzeugen.

Fazit: Möchte man sich einen Überblick über die Musik von The Who im zweiten und dritten Drittel ihrer Karriere erschaffen, so stellt die Live-Zusammenstellung der Band auf „Join Together“ eine sehr gelungene Möglichkeit dar, in den musikalischen Komos von The Who und auch Pete Townshend einzusteigen. Auch die Live-Atmosphäre kommt bei diesem Album sehr gut zur Geltung. Das umfangreiche Album ist angefüllt mit Musik, die ins Ohr geht und mitreißt. Selbst das Abmischen ist hier überaus gelungen, sodass dem Hörgenuss nichts mehr im Wege steht. Dreizehn Punkte.

Anspieltipps: Irgendwie alles.



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