Dienstag, 16. Mai 2017

Placebo – Placebo (10th Anniversary Collectors Edition)




Placebo – Placebo (10th Anniversary Collectors Edition)


Besetzung:

Brian Molko – acoustic guitar, bass guitar, guitar, keytar, vocals
Stefan Olsdal – acoustic guitar, bass guitar, electric piano, guitar, moog synthesizer, piano
Robert Schultzberg – drums, percussion, didgeridoo on "I Know"


Label: Virgin Records


Erscheinungsdatum: 1996 (2006)


Stil: Alternative Rock


Trackliste:

1. Come Home (5:09)
2. Teenage Angst (2:42)
3. Bionic (5:01)
4. 36 Degrees (3:04)
5. Hang On To Your IQ (5:13)
6. Nancy Boy (3:30)
7. I Know (4:44)
8. Bruise Pristine (3:38)
9. Lady Of The Flowers (4:48)
10. Swallow (4:54)


Bonus Tracks der Collectors Edition von 2006:

11. Paycheck (demo) (3:00)
12. Flesh Mechanic (demo) (4:29)
13. Drowning By Numbers (2:58)
14. Slackerbitch (3:25)
15. H K Farewell (7:33)

Gesamtspieldauer: 1:04:16


10th Anniversary Collector's Edition DVD:

1. Come Home (Alexandra Palace - 11.04.06) (5:00)
2. Teenage Angst (The Big Breakfast - 29.08.96) (2:39)
3. Nancy Boy (Top Of The Pops - 31.01.97) (3:09)
4. Lady Of The Flowers (Glastonbury Festival - 27.06.98) (5:41)
5. Teenage Angst (The White Room - 23.08.96) (2:29)
6. Bruise Pristine (Top Of The Pops - 23.05.97) (2:33)
7. 36 Degrees (Wembley Arena - 05.11.04) (5:02)
8. 36 Degrees (Video) (3:15)
9. Teenage Angst (Video) (2:40)
10. Nancy Boy (Video) (3:20)
11. Bruise Pristine (Video) (2:59)



Zum zehnjährigen Jubiläum des ersten und selbstbetitelten Albums der englischen Band Placebo, wurde dieses in einer etwas umfangreicheren Fassung neu veröffentlicht. Diese „10th Anniversary Collectors Edition“ erschien im Jahr 2006 auf dem Musiklabel Virgin Records und enthält im Unterschied zur Originalausgabe noch fünf Bonus Tracks, wovon zwei in Form von Demos vorliegen, zwei Titel sind B-Seiten. Die ursprünglich an das ehemalige letzte Lied des Albums in Form eines Hidden Tracks angehängte Nummer „Honk Kong Farewell“, ist nun als eigenständiges Lied mit dem Titel „H K Farewell“ beigefügt worden. Zusätzlich gibt es noch einen zweiten Datenträger in Form einer DVD, die die zugehörigen Musikvideos, Fernsehauftritte und Liveauftritte beinhaltet.

Auf dem Debut-Album von Placebo hört man relativ rauen und ungeschliffenen Alternative Rock, der schon alleine dadurch einen Wiederkennungswert besitzt, da Brian Molko in seiner unverwechselbaren Art und Weise singt. „Placebo“ von Placebo kletterte in den britischen Album Charts bis auf Platz 5, ansonsten blieb dem Album der Verkaufserfolg in anderen Ländern jedoch mehr oder weniger verwehrt. Das liegt sicherlich daran, dass die Musik der Band hier nicht sonderlich eingängig klingt, man nach dem ersten Mal des Hörens diese Scheibe sicherlich noch nicht für sich erschlossen hat, da dies aufgrund seiner geringeren Eingängigkeit deutlich mehrerer Durchläufe bedarf.

„Placebo“ ist allerdings trotzdem eine interessante und spannende Scheibe geworden, da dieser Alternative Rock durchaus außergewöhnlich ist. Zwar gibt es auf der Platte nicht diesen einen Ohrwurm oder mehrere Titel, die sich festsetzen, mit der Zeit bilden sich jedoch auch hier Favoriten heraus – wenn dies auch etwas länger dauert. In meinem Fall wären das die Nummern „Bionic“, „Swallow“ sowie „H K Farewell“. „Bionic“ ist ein schönes und rockiges Lied, welches dann doch zügig ins Ohr geht. „Swallow“ und „H K Farewell“ sind allerdings doch eher ungewöhnliche Stücke für dieses Album, welche die Musik darauf nicht ganz wiedergeben. Beide Lieder sind eher experimentell und leben von der nehr sphärischen Atmosphäre, die sie dabei transportieren.

Die DVD ist eine nette Zugabe. Darauf bekommt man die Videos zu fünf Fernsehauftritten aus der Zeit zu sehen, zwei Liveauftritte wurde hinzugefügt, sowie die vier Videos, die zu diesem Album gedreht wurden. Sicherlich nichts, was man sich regelmäßig ansieht, jedoch eine schöne Abrundung dieser Jubiläumsausgabe des ersten Placebo-Albums.

Fazit: Placebo klingen zwar bereits wie Placebo auf ihrem ersten Album, trotzdem hat die Band noch nicht ganz das Level bezüglich der Ideen und des Songwritings erreicht, was sie ihren Hörerinnen und Hörern auf späteren Veröffentlichungen präsentieren werden. „Placebo“ von Placebo allerdings sicherlich kein schlechtes Album geworden und in dieser Aufmachung, in Kombination mit dem Videomaterial eine schöne Zusammenstellung. Placebo rocken hier noch rau und unverfälscht, da macht es gar nichts, dass die Lieder zum Teil eben nicht so schnell ins Ohr gehen. Acht Punkte.

Anspieltipps: Bionic, Swallow, H K Farewell



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