Sonntag, 16. April 2017

Roh – Rohmantisch




Roh – Rohmantisch


Besetzung:

Lukas Hilbert – Gitarre, Gesang
Carsten Pape – Gitarre, Bass, Gesang
Meik Dobbratz – Schlagzeug


Gastmusiker:

Keine weiteren Angaben


Label: Ariola BMG


Erscheinungsdatum: 2000


Stil: Deutscher Pop


Trackliste:

1. Du brennst immer noch in mir (3:54)
2. Die Welt ist voller Frauen (3:37)
3. Ich liebe Dich (4:07)
4. Sex (4:04)
5. Erschiessen (4:09)
6. Viel zu weit weg (4:25)
7. Mein Paradies (3:57)
8. Hälfte zuviel (3:53)
9. Ich bin tot (3:33)
10. Hört mir überhaupt hier irgendeiner zu (3:56)
11. Ich hab' mein Handy in der Hamburger Schule verlor'n (4:04)
12. Wenn der Morgen kommt (4:53)

Gesamtspieldauer: 48:36



Roh war eine Hamburger Band, die in den Jahren von 1996 bis 2000 aktiv war. In dieser Zeit veröffentlichten die drei Bandmitglieder insgesamt drei Studioalben. „Rohmantisch“ ist die dritte und damit letzte Veröffentlichung von Roh und erschien im Jahr 2000 auf dem Label Ariola BMG.

Auf der Scheibe sind neben einer Cover-Version des Stücks „Ich liebe Dich“, den Carsten Pape bereits bei Clowns & Helden gesungen hatte, vor allen Dingen noch jede Menge weiterer Liebeslieder enthalten. Diese bewegen sich zumeist im Bereich des Pops, ganz weit ist das Genre Deutscher Schlager allerdings nicht. Die Stimmen der Sänger klingen häufig wie die junger Teenager. Allerdings ist Lukas Hilbert im Jahr 2000 bereits 28 Jahre alt und Carsten Pape sogar bereits 44. Wer sic hallerdings hier noch am Gesang versucht, gibt das Booklet nicht her. Jedoch scheint das Album „Rohmantisch“ durchaus den Ansatz zu verfolgen, eine Scheibe für junge Mädels zu sein, die auf Konzerten gerne kreischen. Hier hat man wohl die Käuferschicht ausgemacht, die sich dieses Album zulegen sollte. Die Musik entspricht absolut diesem Ansatz.

Die Texte auf „Rohmantisch“ sind zum Teil wahrlich schwer zu ertragen, bei der Musik geht es einem mitunter nicht anders. Die Lieder gehen zwar durchaus zum Teil ins Ohr, jedoch klingt das in diesem Fall absolut anbiedernd und flach. Seichter Pop ist das zum allergrößten Teil, den man, falls man gewisse Ansprüche an die Musik stellt die man hört, oftmals nur schwer ertragen kann.

Fazit: Ich nähere mich dem Ende meiner Plattensammlung. Das bedeutet, dass hier auch immer wieder mal Alben vorgestellt werden, die mir fast gar nicht zusagen und die ich in den allermeisten Fällen auch geschenkt bekommen habe. Dabei ist es immer wieder gut, mal über den Tellerrand hinauszublicken, etwas Neues zu hören und kennenzulernen. Das mache ich auch regelmäßig. Nun, ich habe es mit „Rohmantisch“ von Roh wieder mal durchgezogen. Jetzt kann ich diese Scheibe, die schmalzigen Deutsch Pop enthält, endlich wieder ins Regal stellen und dort wieder sehr, sehr lange stehen lassen. Drei Punkte.

Anspieltipps: Die Welt ist voller Frauen, Ich liebe Dich



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