Mittwoch, 12. April 2017

Naked – Naked




Naked – Naked


Besetzung:

Jonathan Sheldon – vocals, guitar
Jeremy Ireland – guitar, vocals
Damon Martin – bass guitar
Petur Smith – drums, percussion


Gastmusiker:

Martin Tillman – string arrangements
John Thomas – hammond organ
Steve Reid – additional percussion
Christopher Sheldon – sound effects


Label: Mercury Records


Erscheinungsdatum: 1997


Stil: Rock


Trackliste:

1. Mann's Chinese (4:19)
2. The Road Home (3:42)
3. The Color Decays (4:27)
4. What About You (4:24)
5. Raining On The Sky (4:03)
6. Love Supreme (4:00)
7. Red (4:25)
8. Drift Away (4:32)
9. Headlights (4:15)
10. The Great Escape (4:38)
11. Raining On The Sky (Acoustic) (4:09)

Gesamtspieldauer: 46:59




Unter dem Namen „Naked“ findet man im Internet einige Bands. Diese hier ist eine US-amerikanische Rock bis Alternative Rock Band, deren musikalischer Stil sich durch sehr melodische Titel auszeichnet, die bereits beim ersten Hören ins Ohr gehen. „Naked“ heißt auch das selbstbetitelte Debut-Album, welches im Jahr 1997 auf dem Label Mercury Records erschien. Viel mehr scheinen die Jungs allerdings nicht veröffentlicht zu haben, da sich ihre Musik wohl doch zu wenig vom großen Rest des Musikgeschäfts abhob.

Zu hören sind auf der Platte Lieder, die zwar allesamt im Rock angesiedelt sind, jedoch hier durchaus eine gewisse Variationsbreite aufweisen. Diese bezieht sich vor allen Dingen auf das Tempo der Lieder. Schnell stellt man fest, dass die Titel dann umso besser klingen, wenn sie härter und rauer sind. Einige Nummern wirken dagegen ein wenig zu anbiedernd. Alles auf „Naked“ klingt melodiös, wenn dies allerdings im soften Mid-Tempo eingespielt wurde, dann klingt es zwar noch ganz nett, aber sich sehr nach Mainstream anhörend, ohne jegliche Ecken und Kanten und dadurch auch langweilig.

Dass die vier Musiker das auch besser können, beweisen sie mit dem ersten Titel „Mann's Chinese“ und mit dem Kracher „What About You“, der sich aber erst dahin entwickelt. Schöner spannender Aufbau. Auch das Lied „Red“ kann überzeugen, obwohl es eines jener Mid-Tempo Stücke ist. Trotzdem passt das hier, klingt spannend und interessant. Und schließlich sollte an dieser Stelle noch das vorletzte Lied, „The Great Escape“, Erwähnung finden. Ebenfalls aus verschiedenen Teilen mit verschiedenen Tempi zusammengesetzt, geht dieses Lied schnell ins Ohr. Der ganze Rest hört sich ebenfalls so an, dass man sich die Musik durchaus in Ruhe anhören kann, ohne den Raum verlassen zu müssen. Das gilt allerdings wohl für sehr viele Bands im Musikgeschäft, sodass sich Naked nicht weiter abheben konnte, was die Musik von Naked eben an mancher Stelle ein wenig austauschbar werden lässt.

Fazit: Sicherlich kein schlechtes Debut-Album ist der US-amerikanischen Band Naked da mit ihrem gleich betitelten Erstlingswerk gelungen. Freunde des Alternative Rocks werden darauf sicherlich einiges für sich finden können. Nicht alles auf der Scheibe überzeugt restlos, einiges allerdings doch durchaus. Die elf enthaltenen Lieder sind melodiös und eingängig und es oft wert, gehört zu werden. Neun Punkte.

Anspieltipps: Mann's Chinese, What About You, Red, The Great Escape



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