Freitag, 28. Oktober 2016

R.E.M. – Green




R.E.M. – Green


Besetzung:

Bill Berry – drums, percussion, backing vocals, bass guitar
Peter Buck – guitar, mandolin, drums
Mike Mills – bass guitar, keyboards, accordion, backing vocals
Michael Stipe – vocals


Gastmusiker:

Bucky Baxter – pedal steel guitar on “World Leader Pretend“
Keith LeBlanc – percussion on “Turn You Inside-Out“
Jane Scarpantoni – cello on “World Leader Pretend“


Label: Warner Brothers


Erscheinungsdatum: 1988


Stil: Alternative Rock, Pop


Trackliste:

1. Pop Song 89 (3:05)
2. Get Up (2:40)
3. You Are the Everything (3:46)
4. Stand (3:12)
5. World Leader Pretend (4:19)
6. The Wrong Child (3:36)
7. Orange Crush (3:51)
8. Turn You Inside-Out (4:17)
9. Hairshirt (3:55)
10. I Remember California (5:03)
11. Untitled (3:11)

Gesamtspieldauer: 41:01



„Green“ heißt das sechste Studioalbum der US-amerikanischen Alternative Rock Band R.E.M.. Veröffentlicht wurde die Scheibe im November 1988 auf dem Musiklabel von Warner Brothers und stellt gleichzeitig das erste Album von R.E.M. dar, welches auf einem der Major-Label veröffentlicht wurde. Und das hört man der Musik von R.E.M. auch ein klein wenig an. Die Lieder sind etwas glatt geschliffener, etwas massentauglicher produziert und komponiert geworden, als dies noch zuvor der Fall war.

Das wiederum hat nicht allzu viel zu bedeuten, zumindest nichts unbedingt Negatives, denn für Freunde von R.E.M. hat die Scheibe sehr viel zu bieten, die zu 100% nach genau eben dieser Band klingt. Da ist zum einen der unverwechselbare Gesang des Michael Stipe, man hört hier zum ersten Mal Peter Buck an der Mandoline und schließlich steht da über allem der Gesamtsound, dieses Zusammenspiel aus Gitarre und Keyboards und Gesang, welches den musikalischen Auftritt von R.E.M. so unverwechselbar werden lässt. Allerdings werden sich Freunde der Band der ersten Alben deutlich schwerer tun mit dieser Scheibe. Alles auf „Green“ ist auf Radiotauglichkeit getrimmt. Das meiste davon geht auch gut ins Ohr, einiges davon allerdings nicht allzu lange. Die Musik insgesamt ist eine Mischung aus Alternative Rock mit ganz klarem Pop-Einschlag. Radiotauglich eben.

Die erfolgreichen Single-Hits der Scheibe heißen „Stand“ und „Orange Crush“. Doch das sind wahrlich nicht die überzeugendsten Titel der Platte. Diese wiederum heißen „The Wrong Child“ und „I Remember California“. Während „The Wrong Child“ mit tollem mehrstimmigen Gesang glänzen kann und dabei immer wieder auch ein klein wenig schräg klingt, so ist es bei „I Remember California“ der rockige Charakter, der das Lied zu einem Höhepunkt werden lässt. Dazu gesellt sich eine Melodie, die hängenbleibt und fertig ist das Highlight der ganzen Scheibe.

Fazit: „Green“ war der bis dahin größte Erfolg von R.E.M. und gleichzeitig das Album, welches die Band auf einem der größeren Musiklabel einspielte. Das hört man an jeder Stelle der Platte, die auf Eingängigkeit und Radiotauglichkeit hin produziert wurde. Das klingt nicht immer spannend, jedoch immer melodiös. Manches an Atmosphäre geht bei solch etwas glatt geschliffenen Titeln jedoch verloren. Trotzdem, R.E.M. haben mit „Green“ endgültig ihren Sound gefunden, womit noch tolle Platten später ausgestattet werden sollten. Acht Punkte.

Anspieltipps: The Wrong Child, I Remember California