Sonntag, 31. Juli 2016

The Cult – Hidden City




The Cult – Hidden City


Besetzung:

Ian Astbury – vocals, tambourine, etc. & additional guitars
Billy Duffy – guitars
John Tempesta – drums


Gastmusiker:

Chris Chaney – bass
Bob Rock – bass on "Dance The Night", "Birds Of Paradise" and "Deeply Ordered Chaos", and additional guitars
Jamie Muhoberac – piano and keyboards
Dan Chase – additional drums on "Sound And Fury"


Label: Cooking Vinyl


Erscheinungsdatum: 2016


Stil: Alternative Rock


Trackliste:

1. Dark Energy (4:28)
2. No Love Lost (3:13)
3. Dance The Night (4:15)
4. In Blood (4:48)
5. Birds Of Paradise (6:26)
6. Hinterland (5:06)
7. G O A T (3:18)
8. Deeply Ordered Chaos (4:32)
9. Avalanche Of Light (4:31)
10. Lilies (4:16)
11. Heathens (3:39)
12. Sound And Fury (3:54)

Gesamtspieldauer: 52:33



„Hidden City“ heißt das inzwischen bereits zehnte Studioalbum der im Jahr 1983 gegründeten britischen Rock Band The Cult. Nun, The Cult sind sicherlich nicht mehr The Cult wie zu Beginn ihrer Karriere – wie sollten sie das aber auch sein, 33 Jahre später. Zwei Mal hatte sich die Band aufgelöst, doch die beiden Gründungsmitglieder Ian Astbury und Billy Duffy fanden schließlich doch immer wieder zusammen. Was sich neben dieser Konstante jedoch veränderte im Laufe der Jahre, das ist die Art der Musik von The Cult, denn diese ist „gemäßigter“ geworden, nicht mehr ganz so hart, wie sie auch mal geklungen hat.

Das soll allerdings keineswegs negativ gemeint sein, eine Band verändert sich eben. Die Lieder auf „Hidden City“ klingen eher düster als fröhlich, wirken dabei jedoch sehr intensiv. Das liegt nicht nur an der Musik alleine, auch die Texte tragen dazu bei, dass die Atmosphäre des Albums eher eine dunkle ist. Dabei wirken die einzelnen Nummern allerdings, gehen ins Ohr und erschließen sich einem – wenn nicht beim ersten Mal des Hörens – spätestens beim zweiten oder dritten Durchlauf. Und auch wenn die Musik nicht mehr ganz, beziehungsweise überall die Härte früherer Scheiben aufweist, so hat „Hidden City“ ganz gewiss absolut nichts mit Pop zu tun, man bekommt hier gut gemachten Alternative Rock geboten.

Ein „richtiger“, kompromissloser Rocker ist mit G O A T auch auf der Scheibe vertreten. Und auch der Opener „Dark Energy“ rockt wie in früheren Zeiten der Band. Dies ist allerdings noch nicht mal die Höhepunkte auf „Hidden City“, zumindest nicht in meinen Ohren. Das sind für mich das etwas getragen wirkende und gleichzeitig sehr eingängige „In Blood“, auf dem Ian Astbury so „schön“ verzweifelt singt. Ebenfalls sehr überzeugend klingt das nun wieder deutlich rockigere „Hinterland“. Die Nummer groovt, sodass man gar nicht umhinkommt, nicht mit den Füßen mitzuwippen. Auch sehr überzeugend: „Lilies“, welches so wunderschön im Ohr nachhallt. Es gibt auf „Hidden City“ kein Lied, welches nicht auf irgendeine Art und Weise wirkt, nicht wert wäre, gehört zu werden, wenn man denn auf Alternative Rock steht. Abgeschlossen wird die Scheibe schließlich mit der jetzt gar nicht mehr rockigen Nummer „Sound And Fury“. Ein sehr nachdenkliches, vom Piano getragenes Lied am Ende einer irgendwie nachdenklichen Platte. Passt von daher.

Fazit: Auch wenn The Cult nicht mehr unablässig und durchgängig rocken, so ist ihr zehntes Album „Hidden City“ trotzdem ein überzeugendes geworden. Die Musik darauf wirkt und geht ins Ohr. Sicherlich wird hier der Alternative Rock nicht neu erfunden und ein absolutes „Überlied“ findet sich auch nicht auf der Scheibe, dennoch macht es Spaß hier zuzuhören. Man legt die CD ein, drückt auf Start und kann die Fernbedienung getrost beiseitelegen, denn von dem, was man nun zu hören bekommt, muss nichts übersprungen werden. Zehn Punkte.

Anspieltipps: In Blood, Lilies, Sound And Fury