Dienstag, 7. Juni 2016

Blitzkids MVT – Silhouettes




Blitzkids MVT – Silhouettes


Besetzung:

All instruments by:

T. Peters
M. Pittner
S. Marx


Gastmusiker:

L. Kunstmann – guitar


Label: Warner Music


Erscheinungsdatum: 2013


Stil: Dance, Synthie-Pop


Trackliste:

1. Water (2:59) 
2. Blinded (3:18) 
3. Heart On The Line (3:42)
4. My Delirium (3:29)
5. Black & White (3:31)
6. Break Free (3:16)
7. Idiot (3:07)
8. Cold (3:21)
9. Mirror (4:24)
10. Electrify (3:43)
11. Hush (4:11)
12. Pegasus (4:07)

Gesamtspieldauer: 43:12



Blitzkids MVT, wobei das „MVT“ für Movement steht, ist ein Berliner Musikprojekt. Die Sängerin nennt sich NOMI, nach Klaus Nomi. Dazu eines gleich vorweg: Mit der Musik des Klaus Nomi hat dies hier gar nichts zu tun. Das erste Album dieses „Projekts“ nennt sich „Silhouettes“ und wurde im Jahr 2013 veröffentlicht. Und schließlich, liest man Rezensionen im Internet zu dieser Scheibe, wird diese mit Lobhymnen überhäuft und ich merke, dass ich langsam alt werde.

Auf „Silhouettes“ hört man tanzbaren Synthie-Pop, kommerziell bis in den letzten Takt, der manchmal nach Dieter Bohlen, dann wieder nach „Was weiß ich“ klingt. Das ist alles, nur nicht interessant, unterhaltend, eingängig oder gut. Bumm-Tsching-Bumm-Tsching. Das ist der Rhythmus, der sich über die ganze Scheibe zieht. Schön künstlich natürlich. Ein einziges Mal gibt es ein anderes Instrument, als einen Synthesizer zu hören. Dieser Glücksmoment ereignet sich bei dem Lied „Idiot“ in Form einer Gitarre. Definitiv der Höhepunkt auf „Silhouettes“.

Ich tue mich schwer damit daran zu glauben, dass solche Musik jemand kauft oder anhört, die oder der bereits über Achselbehaarung verfügt – abrasierte zählt da nicht, sie muss wachsen. Unterstützung erhalte ich mit dieser These dadurch, dass es das Album neu bereits für 3,99 Euro zu kaufen gibt, für kleines Taschengeld also.

Fazit: Tanzbaren Synthie-Pop liefern die Blitzkids MVT hier auf ihrer ersten Scheibe ab. Alles klingt sehr künstlich, manchmal richtiggehend anbiedernd eingängig. Das dann allerdings jedoch so oberflächlich, dass man sich bereits während des Liedes an diesem zu überhören glaubt. Musik kann so schön sein und dann hört man plötzlich so etwas. Allenfalls einige wenige Ansätze kann man noch als gelungen ansehen, allerdings glaube ich fest daran, dass meine Beurteilung dieses Albums auf mein Alter zurückzuführen ist. Von daher, ihr zehnjährigen Tänzer, zögert nicht, greift zu, das Taschengeld gibt es sicher her. Zwei Punkte.

Anspieltipps: Idiot