Freitag, 30. September 2016

Morrissey – Dreams I’ll Never See




Morrissey – Dreams I’ll Never See


Besetzung:

Keine Angaben


Gastmusiker:

Keine Angaben


Label: M.G.R. Records


Erscheinungsdatum: 1992


Stil: Indie Pop


Trackliste:

1. Suedehead (5:33)
2. Sister I'm A Poet (2:14)
3. You Just Haven't Earned It Yet, Baby (3:47)
4. You're The One For Me, Fatty (3:08)
5. Certain People I Know (4:10)
6. Alsatian Cousin (2:44)
7. Seasick, Yet Still Docked (4:52)
8. Such A Little Thing Makes Such A Big Difference (4:36)
9. Everyday Is Like Sunday (3:40)
10. Interesting Drug (3:41)
11. The National Front Disco (5:11)
12. November Spawned A Monster (4:52)
13. Mute Witness (2:57)
14. The Last Of The Famous International Playboys (3:39)
15. We Hate It When Our Friends Become Successful (2:42)
16. Disappointed (2:55)

Gesamtspieldauer: 1:00:47




Manchmal kann man einfach nicht die Musik selbst für sich einordnen, weil ein anderer Punkt an einem Album viel wichtiger wird. Im Falle von „Dreams I’ll Never See“ von Morrissey ist das die Klangqualität. Bei dieser Scheibe handelt es sich nicht um ein offizielles Album des Ex-Smiths-Frontmanns, sondern um ein Bootleg, welches auf dem Leysin Rock Festival in der Schweiz am 9. Juli 1992 aufgenommen worden ist.

Nun, ich mache es kurz. Die Klangqualität ist für ein Bootleg zwar durchaus akzeptabel, trotzdem brabbeln da immer wieder Zuschauer nebenher, was nervt. Und dünn klingt der Sound nichtsdestotrotz. Gut zu hören sind aber mal die Verspieler, die auf solch einer Aufnahme natürlich nicht mehr verdeckt und retuschiert werden konnten. Aufgrund der Qualität nur schwer durchzuhören, wenn man nicht gerade Morrissey Fan ist oder gar selbst bei diesem Konzert dabei war.

Fazit: Ich besitze dieses Album seit 1995 und wusste damals gar nicht, dass es sich um ein Bootleg handelt. Komisch, was man alles in ganz normalen Plattenläden zu kaufen bekommt. Das Fazit dieser Scheibe habe ich bereits oben vorweggenommen: Das Album ist nur etwas für Leute, die eingefleischte Morrissey-Fans sind oder selbst bei diesem Konzert anwesend waren. Vier Punkte.

Anspieltipps: Alles



Donnerstag, 29. September 2016

Marilyn Manson – The High End Of Low




Marilyn Manson – The High End Of Low


Besetzung:

Marilyn Manson – vocals, percussion, guitars
Twiggy Ramirez – guitars, bass, keyboards


Gastmusiker:

Chris Vrenna – keyboards, programming, programmed drums
Ginger Fish – piano on "Into the Fire"


Label: Interscope Records


Erscheinungsdatum: 2009


Stil: Alternative Rock


Trackliste:

1. Devour (3:45)
2. Pretty As A Swastika (2:45)
3. Leave A Scar (3:54)
4. Four Rusted Horses (5:00)
5. Arma-Goddamn-Motherfuckin-Geddon (3:39)
6. Blank And White (4:27)
7. Running To The Edge Of The World (6:25)
8. I Want To Kill You Like They Do In The Movies (9:01)
9. WOW (4:55)
10. Wight Spider (5:32)
11. Unkillable Monster (3:43)
12. We're From America (5:04)
13. I Have To Look Up Just To See Hell (4:11)
14. Into The Fire (5:14)
15. 15 (4:20)
16. Arma-Goddamn-Motherfuckin-Geddon (Teddy Bears Remix - Bonus Track) (3:29)

Gesamtspieldauer: 1:15:33




„The High End Of Low“ heißt das siebte Studioalbum der US-amerikanischen Rock Band Marilyn Manson. Im Mai des Jahres 2009 wurde die Platte veröffentlicht und sie war die letzte, die auf dem langjährigen Musiklabel der Band, Interscope Records, erschien. Bassist und Gitarrist Twiggy Ramirez ist zum ersten Mal seit „Holy Wood“ wieder mit von der Partie, der sich zusammen mit Chris Vrenna auch für die musikalischen Kompositionen auszeichnet. Lediglich die Nummer „Wight Spider" wurde von Ramirez, Vrenna und Manson geschrieben. Die Texte stammen alle von Sänger Marilyn Manson.

Es kann sich durchaus sehen oder besser noch hören lassen, was Marilyn Manson hier ihren Hörerinnen und Hörern präsentieren. Guten und überzeugenden Alternative Rock bekommt man auf dieser Scheibe geboten, der mal härter, mal sanfter dargeboten wird. Zum überwiegenden Teil sind die Kompositionen sehr melodiös gehalten und gehen dementsprechend auch schnell ins Ohr. Einzige Ausnahme ist das Lied „Wow“, was wohl eher einen Kontrapunkt auf dieser Scheibe setzen soll, das es zum Teil ziemlich atonal und verschroben aus den Boxen wabert.

Das war es allerdings schon, die anderen Nummern können da durchaus allesamt überzeugen. Die Höhepunkte finden sich dabei in drei sehr ruhigen und langsamen Nummern, für die Marilyn Manson früher gar nicht so standen. Für manche mag das „verweichlicht“ klingen, aber die drei Titel „Four Rusted Horses“, „Running To The Edge Of The World“ und „Into The Fire“ klingen so etwas von harmonisch, dass sie einem einfach gefallen müssen. „Into The Fire“ wirkt dabei sogar fast schon ein wenig hymnisch. Allerdings gibt es auf „The High End Of Low“ natürlich auch die schnelleren und härteren Nummern, sodass die Scheibe eine sehr gelungene Mischung sehr verschiedener Lieder aufweist, die in ihrer Gesamtheit zu überzeugen wissen.

Fazit: Eine abwechslungsreiche und gute Platte ist „The High End Of Low“ von Marilyn Manson geworden. Spannenden Alternative Rock gibt es darauf zu hören, der mal weicher und mal härter klingt, auf den man sich allerdings nie ganz einstellen kann. Und so gleicht die Platte irgendwie einem Spaziergang durch eine fremde Stadt, bei dem man nie weiß, was hinter der nächsten Ecke auf einen wartet – man wird dabei jedoch immer wieder positiv überrascht. Zehn Punkte.

Anspieltipps: Four Rusted Horses, Running To The Edge Of The World, Into The Fire



Mittwoch, 28. September 2016

Peter Murphy – Holy Smoke




Peter Murphy – Holy Smoke


Besetzung:

Peter Murphy – vocals, guitar, keyboards


Gastmusiker:

Terl Bryant – drums, percussion
Eddie Branch – bass
Paul Statham – bass, acoustic guitar, keyboards
Peter Bonas – guitar, acoustic guitar
Gini Ball – strings
Jonathan Carney – strings
Zoe Caryl – backing vocals
Alison Limerick – vocals
Chris Pitsillides – strings
Audrey Riley – strings
Rick Shaffer – guitar
John Vartan – ney, zurna, tambura,
Mike Thorne – synclavier


Label: Beggars Banquet Records


Erscheinungsdatum: 1992


Stil: Rock


Trackliste:

1. Keep Me From Harm (4:26)
2. Kill The Hate (4:48)
3. You're So Close (5:29)
4. The Sweetest Drop (6:55)
5. Low Room (4:22)
6. Let Me Love You (3:33)
7. Our Secret Garden (5:45)
8. Dream Gone By (6:05)
9. Hit Song (5:31)
10. Untitled (Hidden Track) (0:49)

Gesamtspieldauer: 47:47




„Holy Smoke“ nannte der Ex-Sänger der Band Bauhaus, Peter Murphy, sein viertes Solo-Album, welches am 14. April 1992 auf dem Musiklabel Beggars Banquet Records veröffentlicht wurde. Die musikalischen wie textlichen Kompositionen stammen dabei von Peter Murphy selbst. Unterstützung holte er sich jedoch, bei einigen Liedern, bei seiner damaligen Begleitband The Hundred Men, bestehend aus Terl Bryant, Eddie Branch, Paul Statham und Peter Bonas, wobei hier vor allen Dingen Paul Statham in den Kompositionsprozess mit eingebunden war.

Die Scheibe war längst nicht mehr so erfolgreich, wie noch das Vorgängeralbum „Deep“, konnte aber zumindest noch bis auf Platz 108 der amerikanischen Billboard-Charts klettern. Dies liegt wohl vor allen Dingen daran, dass „Holy Smoke“ ein zwar solides Album geworden ist, jedoch eines, welches ohne allzu große Höhepunkte auskommt, die auf „Deep“ noch definitiv und häufiger vertreten sind. Höhepunkte auf diesem vierten Solo-Album des Briten sind „The Sweetest Drop“, welches sogar zu einem kleinen „Hit“ wurde und vor allen Dingen der wirkliche „Hit“ der Platte: „Hit Song“. Hier wird es nun richtiggehend hymnisch, dazu sehr melodiös und die Nummer setzt sich ziemlich schnell im Ohr fest.

Der ganze Rest ist, wie bereits erwähnt, durchaus solide, allerdings nicht überragend. Peter Murphy präsentiert hier seinen Hörerinnen und Hörer zwar keine Mainstream Musik, trotzdem fehlt irgendwie der letzte Kick, die Idee, die Melodie oder die Textzeile, die ein Album manchmal zu etwas ganz Besonderem werden lässt. Zum Schluss der Platte gibt es mit dem kurzen Hidden Track, der auch manches Mal völlig zurecht „Aaaaah Ah Ah Aaaaaahhhhh“ genannt wird, wenigstens noch eine witzige Interpretation dieser, in den 90er Jahren so ausgeprägten Nutzung der CD-Laufzeit.

Fazit: Ein durchaus hörenswertes Album ist Peter Murphy mit „Holy Smoke“ gelungen. Es gibt auf der Scheibe zudem keine Ausfälle, die Höhepunkte sind allerdings auch nicht zu weit gestreut. Von daher ist die Platte ganz nett anzuhören, geht nicht immer gleich ins Ohr, mit jedem Male des Hörens aber etwas mehr. Für Freunde der Musik von Bauhaus und von Peter Murphy jedoch bestens geeignet. Acht Punkte.

Anspieltipps: The Sweetest Drop, Hit Song



Dienstag, 27. September 2016

Sigrid und Marina – Von Herzen




Sigrid und Marina – Von Herzen


Besetzung:

Sigrid Hutterer – Gesang
Marina Hutterer – Gesang


Gastmusiker:

Christian Zierhofer – Keyboards, Programming, Akkordeon, Chor
Harald Pairits – Keyboards, Programming
Charles Hörnemann – Gitarre
Thomas Wallisch – Gitarre
Manuel Lopez – Gitarre
Fritz Koch – Gitarre
Gerhard Zwickl – Trompete
Andreas Pirringer – Saxophon
Tini Keinrath – Chor
Michaela Kollar – Chor
Enjoya Flaschberger – Chor
Edith Prock – Chor
Herbert Moser – Chor


Label: Hofbauer Music


Erscheinungsdatum: 2016


Stil: volkstümlicher Schlager


Trackliste:

1. Pure Lust am Leben (2:58)
2. Verführt von der Liebe (3:40)
3. Rosensommer (3:14)
4. Endlich der Richtige (3:11)
5. Weil wir Sterne sind (3:12)
6. Du bist mein Dahoam (3:10)
7. Aus diesem Funken wird ein Feuer (3:26)
8. Die Heimat gibt mir Berge (3:32)
9. Ein kleines Stück vom Himmel (3:09)
10. In jedes Herz passt eine Liebe (3:35)
11. Träumen war gestern (3:35)
12. Mit Vollgas durch die Nacht (3:08)
13. Geiger der Berge (2:55)
14. Die Rosen der Madonna (3:05)
15. Lieder sind wie Freunde (3:15)
16. Yo te quiero (3:26)
17. Dein Lachen ist wie Sonnenschein (3:16)
18. Das Schwalbenlied (2:56)
19. Hoamatstolz (3:07)
20. Ave Maria, beschütz' die Heimat (2:44)

Gesamtspieldauer: 1:04:43




Erneut habe ich eine Sigrid & Marina CD erhalten. Und erneut habe ich mir echt die Mühe gemacht, diese auch wirklich ganz (!) durchzuhören – mehrmals sogar. Es ist wahrlich irgendwie unfassbar, womit man heutzutage Geld verdienen kann. „Von Herzen“ ist die sechzehnte Veröffentlichung von Sigrid & Marina seit dem Jahr 2004. Und da muss man gar nicht bewundernd mit dem Kopf nicken, denn die Musik schreiben die beiden Damen aus Österreich sowieso nicht selbst. Dafür haben sie jede Menge Texter und Komponisten, die ihnen diese volkstümlichen Weisen auf den Leib schreiben.

Allerdings ist diese Scheibe deswegen eine Mogelpackung, weil hier Lieder zu hören sind, die es bereits auf andere Veröffentlichungen der beiden Schwestern geschafft haben. Schon eine ganz schön seltsame Vorgehensweise, da es sich hierbei ja nicht um ein „Best Of Sigrid und Marina“-Album handelt. Aber dies ist durchaus auch eine Möglichkeit, ein Album zu füllen. Nur keine besonders kundenfreundliche Art und Weise und das Ganze trägt den Geruch des absoluten Kommerzes in sich. Man könnte es auch einfach „dreist“ nennen. Ob sich die Hersteller dieses Werks zudem wirklich Mühe gegeben haben, wird auch beim Betrachten des Booklets und der darin enthaltenen Informationen in Frage gestellt. Schöne Dirndl tragen die beiden Sängerinnen und werden dabei von exakt denselben Leuten im Chor und bei der Instrumentierung begleitet, die dies schon auf dem letztjährigen Album taten. Zufall oder einfach abgeschrieben, da sich dafür wohl niemand der Kundschaft interessiert?

Nun, zur Musik muss man glaube ich gar nicht viel sagen. Ich kann diese sowieso nicht „fair“ beurteilen, da sich mir schon beim Lesen solcher Lied-Titel wie „Weil wir Sterne sind“, „Die Heimat gibt mir Berge“, „Geiger der Berge“, „Die Rosen der Madonna“, „Hoamatstolz“ oder „Ave Maria, beschütz' die Heimat“ die Fußnägel aufrollen. Dazu gesellt sich dann noch diese unsägliche Synthesizer-Perkussion und zwanzig Lieder, die alle fast identisch klingen, schmalzen aus den Boxen. Trotzdem gefällt das einigen Menschen und das sei ihnen auch gegönnt. Musik mit Anspruch ist das alles aber wahrlich nicht.

Fazit: Volkstümlichen Schlager in Reinkultur gibt es auf „Von Herzen“ der beiden Schwestern Sigrid und Marina Hutterer zu hören. Für Menschen, die sich so etwas kaufen, ist es etwas gemein, dass hier Lieder enthalten sind, die es bereits auf vorherige Veröffentlichungen geschafft haben. Für mich absolut nicht nachvollziehbar, wie man sich so etwas antun kann und hier zuhört – aber das Schöne ist doch, dass die Geschmäcker eben verschieden sind. Hier merke ich das ganz deutlich. Ach ja und dieses Dauergrinsen in den Videos mag ich auch nicht. Ein Punkt.

Anspieltipps: Ein kleines Stück vom Himmel



Montag, 26. September 2016

Isis – Oceanic




Isis – Oceanic


Besetzung:

Jeff Caxide – bass guitar
Aaron Harris – drums
Michael Gallagher – guitar
Bryant Clifford Meyer – electronics, guitar, vocals on the first section of "Hym"
Aaron Turner – vocals, guitar


Gastmusiker:

Maria Christopher – vocals on "The Beginning And The End", "Weight" and “Carry”
Ayal Naor – additional instrumentation on "The Beginning And The End" and "Weight"


Label: Ipecac Recordings


Erscheinungsdatum: 2002


Stil: Post Metal


Trackliste:

1. The Beginning And The End (8:01)
2. The Other (7:15)
3. False Light (7:43)
4. Carry (6:45)
5. - (2:05)
6. Maritime (3:03)
7. Weight (10:45)
8. From Sinking (8:24)
9. Hym (9:08)

Gesamtspieldauer: 1:03:12




Isis war eine Post-Metal Band aus Boston, Massachusetts, die in den Jahren von 1997 bis 2010 aktiv war. In dieser Zeit veröffentlichte die Band insgesamt fünf Alben, von denen „Oceanic“ das zweite darstellt, welches im Jahr 2002 beim Musiklabel Ipecac Recordings erschien. Auf „Oceanic“ gibt es eine ganz interessante musikalische Mischung von Liedern zu hören, die einen immer wieder aufhorchen lässt. Geboten wird hier zumeist knallharter und absolut kompromissloser Metal, der nur ab und an mal durch etwas sphärischere oder sanftere Passagen unterbrochen wird.

Das Album beginnt in den ersten Stücken genau mit diesem absolut kompromisslosen Metal, der einem sofort in die Füße fährt und auch Kollegen, die dem Headbanging frönen, jede Menge Betätigungsmöglichkeiten eröffnen. Die Musik ist völlig konsequent und hart, dabei allerdings auch immer noch eingängig, melodiös und ins Ohr gehend. Ein klein wenig störend klingen hier für meine Ohren jedoch etwas die Gesangspassagen. Wobei man hier schwerlich von „Gesang“ sprechen kann, ein bisschen mehr klingt das Ganze schon nach Geschrei, wobei man den Inhalt der Texte kaum verstehen kann.

Doch Isis können es auch anders, wie man bei solch einer Nummer wie „Carry“ vernehmen darf. Dieses Lied steigert sich erst ganz langsam, um schließlich ebenfalls noch mal brachial zuzuschlagen. Das kurze, sich anschließende und unbetitelte Lied Nummer 5, stellt dann eher eine Art Klangkollage dar. Man hört ein irgendwie geartetes Meeresrauschen und seltsame Töne, die wohl etwas an die Gesänge der Buckelwale erinnern sollen. Als Zugabe gibt es diverse andere, nicht immer ganz zu identifizierende Töne. Gelungen klingt allerdings auch das.

Es folgt das lockere und leicht beschwingte „Maritime“, was von der Stimmung her gar nicht zum Rest des Albums passen will, dieses jedoch genau dadurch noch ein wenig auflockert. Anschließend folgt mit „Weight“ nicht nur das längste Lied der Platte, sondern auch das beste Stück. Wie diese Nummer langsam, ganz langsam, immer weiter gesteigert wird, zunächst von einem sphärischen Klangnebel, bis schließlich hin zu einem mitreißenden Rockstück, das ist wahrlich absolut gelungen und einfach begeisternd. Freilich passiert in dem Stück nicht allzu viel, fast schon Mantra-mäßig wird hier ein Motiv immer weiter gesteigert, trotzdem wird und wirkt das Ganze niemals monoton, eher hypnotisch und ergreifend. Genial gelungen. Und hier weiß auch der sanfte Gesang der Maria Christopher zu überzeugen. Den Ringschluss vollziehen die Musiker von Isis, indem sie mit den letzten beiden Titeln wieder sehr harte Metal-Songs abliefern, die dabei erneut durchaus eingängig sind und ebenfalls wieder den, vielleicht nicht immer ganz so gelungenen Gesang aufweisen. Überzeugend klingt das letztendlich allerdings trotzdem.

Fazit: Sehr überzeugend und abwechslungsreich hört sich „Oceanic“ von Isis an. Natürlich muss man, um diese Musik wirklich genießen zu können, auf Metal stehen, sonst könnte es schwierig werden. Aber auch für Freunde der gemäßigteren Töne hält „Oceanic“ einiges parat – hier wäre dann eben die Fernbedienung gefragt. Die Musik von Isis ist auf diesem Album immer eingängig und enthält mit „Weight“ zudem einen wahrlich genialen Titel. Dazu diese Fülle an verschiedenen Stimmungen. Doch, macht Laune. Zehn Punkte.

Anspieltipps: False Light, Carry, Maritime, Weight



Sonntag, 25. September 2016

Marillion – Anorak In The UK




Marillion – Anorak In The UK


Besetzung:

Steve Hogarth – vocals
Steve Rothery – guitars
Mark Kelly – keyboards
Pete Trewavas – bass
Ian Mosley – drums


Label: EMI


Erscheinungsdatum: 2002


Stil: Rock


Trackliste:

1. Intro / Separated Out (6:36)
2. Quartz (9:27)
3. Map Of The World (5:04)
4. Out Of This World (7:09)
5. Between You And Me (6:11)
6. The Great Escape (5:56)
7. King (7:48)
8. If My Heart Were A Ball It Would Roll Uphill (9:22)
9. Waiting To Happen (5:43)
10. Easter (7:03)

Gesamtspieldauer: 1:10:24




„Anorak In The UK“ ist das vierte Live-Album der englischen Progressive Rock-Band Marillion, gleichzeitig auch das zweite, welches mit Sänger Steve Hogarth aufgenommen wurde. Veröffentlicht wurde die Ein-CD-Version im April 2002 auf dem EMI-Label, wobei es auch eine Zwei-CD-Variante des Albums gibt, welche man nur über die Bestellseite der Band selbst beziehen konnte. Diese Besprechung bezieht sich auf die Version mit lediglich einer CD. Aufgenommen wurden die Lieder während dreier Konzerte im Mai des Jahres 2001 (Manchester Academy, 19. Mai; Wolverhampton Civic Hall, 20. Mai und London Forum, 22. Mai).

Fünf der Titel stammen vom 2001 veröffentlichten Album „Anoraknophobia“. Die Platte „Afraid Of Sunlight“, aus dem Jahr 1995, ist mit zwei Titeln vertreten. Die drei weiteren Lieder stammen von den Platten „Brave (1994), „Holidays In Eden“ (1991) sowie „Seasons End“ (1989). Zur Musik ist zu sagen, dass die Briten eben nicht mehr so klingen, wie noch in den Zeiten, als der Sänger von Marillion noch Fish hieß. Und dies wiederum liegt nicht nur daran, dass Steve Hogarth eine ganz andere Stimme hat, ganz anders singt, sondern auch an dem Umstand, dass Marillion musikalisch nur noch entfernt etwas mit jener Band zu tun haben, die Platten wie „Script For A Jester's Tear“ oder „Fugazi“ veröffentlichten. Einerseits ist das schade, andererseits öffnen die Musiker hier eine ganz neue Tür, die die Musik der Band auch anderen näherbringt.

Die Musik auf „Anorak In The UK“ weiß nämlich durchaus zu überzeugen und kann an vielen Stellen auch gefallen. Sie geht ins Ohr, klingt dabei sehr, sehr nahe an den Original-Studio-Aufnahmen angelehnt und der Live-Charakter der Scheibe, der hier exzellent transportiert wird, kommt sehr gut beim Konsumenten an. Allerdings ist das kein Progressive Rock mehr, für den die Briten ursprünglich standen. Auf „Anorak In The UK“ hört man Rock-Musik, die zwar an manchen Stellen noch etwas komplexer klingt als so mancher 08/15-Rock, trotzdem haben sich Marillion weit von ihren Wurzeln entfernt. Marillion klingen hier nach einer gar nicht mehr so außergewöhnlichen Band und sind auch mit dieser Scheibe sehr deutlich in Richtung Mainstream-Rock gerutscht. Trotzdem macht das durchaus Spaß, was man auf „Anorak In The UK“ zu hören bekommt. Die Lieder wirken, klingen rockig und gehen ins Ohr. Rocker-Herz, was willst Du mehr?

Fazit: Marillion ist nicht mehr das Marillion Anfang bis Mitte der 80er Jahre. Das liegt nicht nur am Verlust des „Frontmans“ Fish, auch die Musik der Band hat sich verändert. Dies ist nun sehr viel eher Mainstream Rock denn Progressive Rock, den Marillion hier spielen. Spaß macht das trotzdem, wenn auch ein klein wenig Wehmut mitschwingt. Trotzdem wird die Musik auf „Anorak In The UK“ alle diejenigen Hörerinnen und Hörer begeistern, die auf gut gemachten und eingängigen Rock stehen, der – ganz bestimmt nicht – anbiedernd für die Dauerplaylist der meisten Radiostationen dieser Welt geschrieben wurde. Zudem wird die Live-Atmosphäre des Albums sehr gut transportiert. Neun Punkte.

Anspieltipps: Intro / Separated Out, King, Easter



Samstag, 24. September 2016

Robert Palmer – Classic




Robert Palmer – Classic


Besetzung:

Keine Angaben


Gastmusiker:

Keine Angaben


Label: Universal Music


Erscheinungsdatum: 2009


Stil: Rock, Pop, Reggae, Blues


Trackliste:

1. Addicted To Love (5:59)
2. Pressure Drop (5:18)
3. Sneakin' Sally Through The Alley (4:45)
4. Bad Case Of Loving You (Doctor, Doctor) (3:10)
5. Johnny And Mary (3:53)
6. From A Whisper To A Scream (3:33)
7. Every Kinda People (3:44)
8. Give Me An Inch (2:57)
9. Man Smart, Woman Smarter (2:30)
10. Spanish Moon (5:50)
11. Best Of Both Worlds (3:50)
12. Looking For Clues (4:52)
13. You Are In My System (4:26)
14. Want You More (3:15)
15. Riptide (2:24)
16. Discipline Of Love (6:11)
17. Woke Up Laughing (3:34)
18. What's It Take? (3:26)

Gesamtspieldauer: 1:14:00




„Classic“ ist ein Kompilationsalbum des Briten Robert Palmer, welches im Jahr 2009 auf dem Label Universal Music veröffentlicht wurde. Robert Palmer ist am 26. September 2003 mit lediglich 54 Jahren in Paris an einem Herzinfarkt verstorben und auf dieser Scheibe bekommt man sehr schön die ganze Breite der Musik des Robert Palmer präsentiert. Da gibt es neben den musikalischen Genres Rock und Pop auch jene des Blues, des Funks sowie auch kurze Ausflüge, die an Cabaret, Musical oder Westernsaloon erinnern, ohne dabei einen negativen Eindruck zu hinterlassen.

Eine große Variation an musikalischen Stilen gibt es also auf „Classic“ zu hören, trotzdem wirkt die Musik des Robert Palmer sehr einheitlich. Natürlich sind auf „Classic“ die Hits des Engländers vertreten. „Addicted To Love“, „Looking For Clues“ und natürlich das geniale „Johnny And Mary“ dürfen da nicht fehlen. Alles bekannte Lieder, die zu ihrer Zeit in den diversen Radiostationen rauf- und runterliefen und es auch heutzutage noch in so manche Playlist schaffen.

Nicht alle Lieder auf dieser Zusammenstellung waren jedoch „Hits“, die im Radio gespielt wurden. Somit gibt es auch noch einiges „Neues“ auf „Classic“ zu entdecken, wenn man nicht bereits die vierzehn regulären Studioalben des Robert Palmer besitzt. Und genau da lohnt es sich durchaus hinzuhören, denn einige dieser eher unbekannten Nummern sind ebenfalls sehr hörenswert, gehen ins Ohr, grooven und wissen zu überzeugen. Erwähnt sei an dieser Stelle das funkige „Spanish Moon“, das wunderschön getragene und einfach gehaltene „Want You More“ sowie „Woke Up Laughing“. Letzteres Lied ist dabei eine fröhlich, beschwingte Nummer, die erneut schnell ins Ohr geht. Einige wenige der Titel auf „Classic“ sind in Form von Remixen auf die CD gepresst worden. Ich kenne die ursprünglichen Album-Versionen von „Sneakin' Sally Through The Alley“, „Every Kinda People“ und „Give Me An Inch“ zwar nicht, halte allerdings solch ein Gebaren für sehr schade, da es den ursprünglichen Titel durchaus verfälscht.

Fazit: Eine schöne Übersicht über das Schaffen des Robert Palmer ist „Classic“ geworden. Neben den Musikgenres des Rock und Pop werden hier diverse weitere Stile bedient, ohne dabei dieses Album zerrissen klingen zu lassen. Nicht alles, aber Vieles auf „Classic“ kann überzeugen. Neun Punkte.

Anspieltipps: Johnny And Mary, Spanish Moon, Want You More, Woke Up Laughing



Freitag, 23. September 2016

The Sisters Of Mercy – Some Girls Wander By Mistake




The Sisters Of Mercy – Some Girls Wander By Mistake


Besetzung:

Tracks 1–13, 17–19:

Andrew Eldritch – vocals
Craig Adams – bass guitar
Ben Gunn – guitar
Gary Marx – guitar
Doktor Avalanche – drums

Tracks 14–16:

Andrew Eldritch – vocals (lead on 14), guitar, drums
Gary Marx – vocals (lead on 15 and 16), guitar


Label: Warner Music


Erscheinungsdatum: 1992


Stil: Electronic Rock, Dark Wave, Pop


Trackliste:

1. Alice (3:34)
2. Floorshow (3:40)
3. Phantom (7:10)
4. 1969 (2:45)
5. Kiss The Carpet (5:55)
6. Lights (5:51)
7. Valentine (4:44)
8. Fix (3:41)
9. Burn (4:49)
10. Kiss the Carpet (Reprise) (0:36)
11. Temple Of Love  (7:42)
12. Heartland (4:47)
13. Gimme Shelter (5:57)
14. The Damage Done (3:03)
15. Watch (3:11)
16. Home Of The Hit-Men (0:34)
17. Body Electric (4:18)
18. Adrenochrome (2:57)
19. Anaconda (4:06)

Gesamtspieldauer: 1:19:29




„Some Girls Wander By Mistake“ ist ein Kompilationsalbum der englischen Gothic Rock Band The Sisters Of Mercy. Veröffentlicht wurde die Scheibe im April 1992 auf dem eigenen Label Merciful Release, vertrieben dann von Warner Music. Darauf zu hören gibt es die unbearbeiteten Studio-Aufnahmen aus den Jahren 1980 bis 1983: Beide Seiten ihrer ersten Single „The Damage Done“; beide Seiten der zweiten Single „Body Electric“, die A-Seite der vierten Single „Anaconda“, alle Lieder der ersten beiden EP’s sowie beide Seiten der 12" EP Ausgabe der fünften Single „Temple Of Love“.

Nun, das Ganze klingt schlicht und ergreifend traurig. Gothic Rock ist das in diesem Fall auch noch nicht, eher befindet sich die Band hier noch auf dem Weg dorthin. Die Lieder sind oftmals ziemlich langweilig geraten und was die ganze Sache zu einer Art Strapaze werden lässt, das ist der Sound der Aufnahmen. Dieser klingt metallisch bis blechern, unfassbar synthetisch und geradezu so, als ob er von einer Schülerband in Mamas Keller aufgenommen worden wäre. Schlimm. Dazu kommt der Umstand, dass auch die einzelnen Lieder sich wahnsinnig synthetisch anhören und der Klang des Drum-Computers einem den letzten, wirklich den allerletzten Nerv raubt.

Doch damit nicht genug, die Lieder klingen nur in den seltensten Fällen mal interessant oder gehen ins Ohr. Zumeist fehlt es hier irgendwie an Ideen und es ist nicht weiter verwunderlich, dass es diese Stücke nicht auf ein „normales“ Studioalbum schafften – in dieser Aufnahme- beziehungsweise Produktions-Qualität allerdings absolut nicht überraschend.

Fazit: Nur ganz wenige Lieder auf „Some Girls Wander By Mistake“ können überzeugen. Manchmal fehlt es an Ideen und an der Qualität der Songs, immer fehlt es an der Qualität der Aufnahmen. Ist wohl nur etwas für eingefleischte The Sisters Of Mercy-Fans. Eher eine Qual, als gute Musik. Vier Punkte.

Anspieltipps: Heartland



Donnerstag, 22. September 2016

The Inchtabokatables – Mitten Im Krieg




The Inchtabokatables – Mitten Im Krieg


Besetzung:

Jan Klemm – vio
B.Deutung – cello
Robert Beckmann – vox / vio
Titus – drums
Moch – bass


Label: Strange Ways Records


Erscheinungsdatum: 2001


Stil: Alternative Rock


Trackliste:

CD1:

1. Unsatisfied (4:07)
2. Healing Hands (7:27)
3. Rain (3:02)
4. Birthing Of A Day (8:02)
5. Escape (6:56)
6. Endless Rail (5:18)
7. Come With Me (4:30)
8. Closed Eyes (7:14)
9. Wenn Du schläfst (5:00)

Gesamtspieldauer: 51:38




Im Jahr 2001 erschien das sechste und bisher letzte Studioalbum der The Inchtabokatables mit dem Titel „Mitten Im Krieg“. Danach, im Jahr 2002, wollte die Band eine elfjährige Pause einlegen, die inzwischen allerdings nochmals verlängert wurde. Veröffentlicht wurde „Mitten Im Krieg“ auf dem Musiklabel „Strange Ways Records“. Darauf zu hören ist durchaus mitreißender Alternative Rock, der einmal mehr ohne jegliche Gitarren auskommt. Mag sein, dass die Band früher auch mal im Gene des Mittalalter-Rock beheimatet war, so ist davon auf dieser Scheibe jedoch absolut nichts mehr zu vernehmen.

Auf „Mitten Im Krieg“ hört man Alternative Rock, der zumeist sehr eingängig ist und ins Ohr geht. Oftmals wird die Musik dabei immer weiter gesteigert, was durchaus mitreißend klingen kann. Und trotz dieser Eingängigkeit fehlt auf „Mitten Im Krieg“ nicht auch ein gewisses experimentelles Element, welches die Musik von den Inchtabokatables noch ein wenig spannender macht. Diese kleineren „Experimente“ betreffen nicht nur den Sound der Musik selbst, der durch die gar nicht so rockmäßigen Instrumente erzielt wird, es sind auch die Abläufe, die nicht mehr herkömmlichen Pop- oder Rock-Konventionen entsprechen. Lieder müssen eben nicht nach der Devise „Strophe – Refrain – Strophe – Refrain – Solo – Strophe – Refrain“ funktionieren. Die Inchtabokatables beweisen das hier einmal mehr.

Einzelne Titel des Albums besonders herauszuheben ist dabei gar nicht so einfach, da alle Nummern auf der Scheibe durchaus überzeugen – keiner fällt hier besonders ab. Noch etwas mehr gelungen sind für meine Ohren jedoch die längeren Lieder auf „Mitten Im Krieg“, da hier nun die Musik noch ein wenig mehr zu etwas Besonderem wird. Irgendwo angesiedelt zwischen Industrial, experimenteller Musik, Pop und Rock klingt das einfach spannend und eben anders, als das, was man sonst so zu hören bekommt. Gelungen und außergewöhnlich eben.

Fazit: Alternative Rock ohne Gitarren ist mal etwas Anderes. Wobei man feststellen muss, dass man immer wieder glaubt, eine Gitarre zu hören. So ganz konnten oder wollten auch die Jungs von den Inchtabokatables anscheinend nicht auf den Sound dieses Instruments verzichten. Die Musik auf „Mitten Im Krieg“ klingt eingängig und anders, experimentell und vertraut. Die Texte sind bis auf den letzten Titel in English gehalten und die Musik wirkt. Hörerinnen und Hörer, die auch mal was Anderes hören wollen als „normalen“ Pop oder Rock, Musik, bei der auch dem Unerwarteten etwas Spielraum eingeräumt wird, diese wird „Mitten Im Krieg“ überzeugen. Zehn Punkte.

Anspieltipps: Healing Hands, Birthing Of A Day, Endless Rail



Mittwoch, 21. September 2016

Katzenjammer – A Kiss Before You Go




Katzenjammer – A Kiss Before You Go


Besetzung:

Anne Marit Bergheim – vocals, celeste, mellotron, accordion, harmonica, piano, tack piano, carillon, mandolin, banjo, kalimba, stumping, guitar, percussion, tambourine, electric guitar
Solveig Heilo – vocals, tuba, tack piano, guitar, drums, percussion, piano, mellotron, harp, glass, bulbul, trumpet, clarinet, stumping, marimba, celeste, hammered carillon, mandolin, dobro
Turid Jørgensen – vocals, bass, bow bass, accordion, high-string guitar, zither, mandolin, carillon, marxophone
Marianne Sveen – vocals, banjo, bass, ukulele, washboard, piano, whistling, guitar, electric guitar, bulbul, tambourine, drums, mellotron, percussion, high-string guitar, domra


Gastmusiker:

Daniel Herskedal – sousaphone
Gunnhild Mathea Olaussen – violin
Mr. Orkester – percussion
Kåre Vestrheim – fx-maestro, marimba, xaphoon, harmonica
Dweezil Zappa – electric guitar


Label: Universal Music


Erscheinungsdatum: 2011


Stil: Pop


Trackliste:

1. A Kiss Before You Go (1:16)
2. I Will Dance (When I Walk Away) (3:50)
3. Cherry Pie (3:01)
4. Land Of Confusion (3:39)
5. Lady Marlene (4:35)
6. Rock-Paper-Scissors (3:28)
7. Cocktails And Ruby Slippers (3:59)
8. Soviet Trumpeter (4:11)
9. Loathsome M (2:41)
10. Shepherd's Song (3:08)
11. Gypsy Flee (2:54)
12. God's Great Dust Storm (4:06)

Gesamtspieldauer: 40:55




„Katzenjammer“, so heißt eine norwegische Band, bestehend aus vier Frauen, die sich während des Musik-Studiums am Nordischen Institut für Bühne und Studio in Oslo kennenlernten. Der Begriff „Katzenjammer“ bedeutet hier allerdings so viel wie „Katzenmusik“, für was das Wort „Katzenjammer“ in der norwegischen Sprache steht. Zu hören gibt es auf diesem zweiten Album der Norwegerinnen, die inzwischen zu einem Trio geschrumpft sind, Pop-Musik und noch viel mehr. Denn Pop Musik ist das nur zum Teil, was es auf „A Kiss Before You Go“ zu hören gibt. Auf dem im September 2011 auf Universal Music veröffentlichten Album gibt es auch Chanson, Zirkus Musik und vom Cabaret angehauchte Lieder zu hören.

Zudem hat sich auch ein Cover-Titel auf die Scheibe verirrt. Die vier Musikerinnen interpretieren das Stück „Land Of Confusion“ von Genesis. Das klingt ganz nett, wenn es auch nicht ganz an das Original heranreicht. Weitaus schwieriger ist da schon mit den Titeln, bei denen sich die vier Damen in anderen, als dem Pop Genre bewegen. Das mag zwar zur Vielfalt auf der Scheibe beitragen, überzeugen kann dies jedoch wohl nur, wenn man sich auch in den entsprechenden Musikrichtungen zu Hause fühlt. Das Lied „Cherrie Pie“, nach den 20er Jahren des letzten Jahrhunderts klingend, ist dabei genau so wenig überzeugend wie die Nummer „Loathsome M“, bei der die Stimmen der Sängerinnen mitunter nur noch schrill klingen. „Shepherd's Song“ kratzt ein wenig am Country Genre und „God's Great Dust Storm“ klingt nach Gospel, allerdings ebenso wenig überzeugend.

Nun, auf „A Kiss Before You Go“ gibt es jedoch auch Höhepunkte. Genau drei an der Zahl. „Lady Marlene“ ist eine sanfte, fast verwunschen klingende Nummer, die sich sofort im Ohr festsetzt. „Rock-Paper-Scissors“, der Hit des Albums, ist ein wunderbar fröhliches Lied, ebenso mit Ohrwurmcharakter ausgestattet. Irisch klingt die Melodie, genau wie die Instrumentierung. Ein Lied, welches Tage verschönern kann. Und schließlich wäre da noch „Soviet Trumpeter“. Auch hier ist es wieder die sanfte, fast zerbrechlich wirkende Melodie, die das Lied, wie bereits „Lady Marlene“, zu einem überzeugenden werden lässt. Anschließend nimmt das Ganze Fahrt auf und klingt dabei etwas nach Zirkus und ist auch in dieser Passage nicht weniger eingängig. Sehr gelungen.

Fazit: Drei Höhepunkte gibt es auf „A Kiss Before You Go“ von Katzenjammer. Vom Rest ist manches nicht erwähnenswert, anderes stark gewöhnungsbedürftig. Steht man auf Cabaret-Musik und manch schrille Stimme, kann man vielleicht auch hier was für sich finden. Ich muss da leider manchmal etwas überspringen. Jedoch für die drei tollen Lieder hat sich die Anschaffung des Albums bereits gelohnt. Sieben Punkte.

Anspieltipps: Lady Marlene, Rock-Paper-Scissors, Soviet Trumpeter



Dienstag, 20. September 2016

Iron Maiden – Rock In Rio




Iron Maiden – Rock In Rio


Besetzung:

Bruce Dickinson – lead vocals
Dave Murray – guitar
Adrian Smith – guitar
Janick Gers – guitar
Steve Harris – bass guitar, co-producer, video editor
Nicko McBrain – drums


Gastmusiker:

Michael Kenney – keyboards


Label: EMI


Erscheinungsdatum: 2002


Stil: Heavy Metal


Trackliste:

CD1:

1. Intro (1:55)
2. The Wicker Man (4:41)
3. Ghost Of The Navigator (6:48)
4. Brave New World (6:06)
5. Wrathchild (3:05)
6. 2 Minutes To Midnight (6:26)
7. Blood Brothers (7:15)
8. Sign Of The Cross (10:49)
9. The Mercenary (4:42)
10. The Trooper (4:33)


CD2:

1. Dream Of Mirrors (9:38)
2. The Clansman (9:19)
3. The Evil That Men Do (4:40)
4. Fear Of The Dark (7:40)
5. Iron Maiden (5:51)
6. The Number Of The Beast (5:00)
7. Hallowed Be Thy Name (7:23)
8. Sanctuary (5:17)
9. Run To The Hills (4:52)

Gesamtspieldauer: 1:56:11




Steht man auf Hard Rock beziehungsweise Metal, so sollte man sich das fünfte Live-Album der britischen Metal Band Iron Maiden auf gar keinen Fall entgehen lassen. „Rock In Rio“ wurde am 19. Januar 2001 in Rio de Janeiro aufgenommen und im März des darauffolgenden Jahres auf EMI veröffentlicht. Zu hören gibt es auf „Rock In Rio“, neben den Klassikern der Band aus den ersten Studio-Veröffentlichungen der 80er Jahre, auch sechs Lieder aus dem im Jahr 2000 veröffentlichten und gleichzeitig zwölften Studioalbum von Iron Maiden, „Brave New World“.

Somit hält die Scheibe einige Höhepunkte für den Freund der etwas härteren Töne bereit und es steht dem Hörgenuss nichts mehr im Wege. Gleichzeitig bietet „Rock In Rio“ auch einen sehr schönen Überblick über das bisherige musikalische Schaffen von Iron Maiden. So stehen den „alten“ Klassikern der Band wie „The Number Of The Beast“, „Hallowed Be Thy Name“, „Sanctuary“ oder „Run To The Hills“ auch neuere, sehr überzeugende Titel gegenüber. Aufzählen könnte ich hier einige Nummern, exemplarisch erwähnt seien an dieser Stelle das mitreißende und 1995 entstandene „Sign Of The Cross“ aus dem Album „The X Factor“ oder jenes, vom bereits erwähnten Album „Brave New World“ stammende „Blood Brothers“. Eine unglaublich melodische Nummer, die ganz schnell ihren Weg ins das Ohr findet. Die Musik ist allgemein mitreißend und trotz aller Härte überaus eingängig und melodiös. Hier wird gerockt und man spürt die Energie in den Liedern und auch auf der Bühne, die die begeisterten Fans ein ums andere Mal ansteckt.

Und genau hier liegt eine weitere Stärke von „Rock In Rio“. Neben den wirklich guten Live-Stücken ist es diese Live-Atmosphäre, die wunderbar, aus dem Album heraus, durch die Boxen zur Hörerin beziehungsweise zum Hörer transportiert wird. Der Funke der Begeisterung springt auf die Zuhörer während des Konzertes über. Und dieser Funke wird auch durch die Lautsprecher oder Kopfhörer zu denjenigen geleitet, die dieses Album auch noch Jahre später hören. Genau so muss ein Live-Album klingen. Auf solch einer Live-Platte möchte man die Live-Atmosphäre schnuppern, etwas hören vom Spiel des Sängers mit den Zuschauern, deren Reaktion mithören, mitfühlen. Allzu oft werden Live-Platten so sehr nachbearbeitet, dass man vom Publikum kaum mehr etwas mitbekommt, diese nur noch ein Rauschen im Hintergrund bilden. All das ist auf „Rock In Rio“ nicht der Fall. Hier spürt man diese Atmosphäre wahrlich gut und das macht dieses Album auch mit aus.

Fazit: „Rock In Rio“ ist ein sehr überzeugendes Live-Album geworden. Dazu trägt die mitreißende Musik ihren Teil bei. Mit Metal sollte man allerdings schon etwas anzufangen wissen, um diese Lieder auch genießen zu können. Zum anderen wird das Album deshalb zu einer wirklich überzeugenden Platte, da hier die Live-Atmosphäre des Konzertes beim Hören gleich mit in das Wohnzimmer schwappt. So und nicht anders sollten Live-Alben klingen. Elf Punkte.

Anspieltipps: Blood Brothers, Sign Of The Cross, Run To The Hills



Montag, 19. September 2016

Knut und die herbe Frau – Knut und die herbe Frau




Knut und die herbe Frau – Knut und die herbe Frau


Besetzung:

Knut Stenert – Gitarre, Gesang
Benedikt Filleböck – Klavier, Keyboards, Synthies, Schlagzeug-Programmierung, Gitarre


Gastmusiker:

Florian Luning – zusätzliches Schlagzeug
Tobias Siebert – zusätzliche Gitarren, Synthies, Percussion, Chorgesänge


Label: Tapete Records


Erscheinungsdatum: 2009


Stil: Pop, Elektro-Pop


Trackliste:

1. Blutiger Sonntag (3:31)
2. Loreen (4:17)
3. Wort (3:53)
4. Stille Sucht (3:02)
5. Haus am Fluss (4:02)
6. Fehlen (4:25)
7. Gewonnen (3:21)
8. Vom Glück zur Wüste (3:38)
9. True Love (3:58)
10. Prag (3:49)
11. Keine Tränen für die Opfer (3:49)

Gesamtspieldauer: 41:51




Knut und die herbe Frau ist ein Projekt, welches aus Knut Stenert und Benedikt Filleböck besteht. Eine Platte brachte dieses Duo heraus, das selbstbetitelte Album „Knut und die herbe Frau“ aus dem Jahr 2009, welches auf Tapete Records veröffentlicht wurde. Knut Stenert kennt man von der Band „Samba“, wohingegen Benedikt Filleböck in der Kölner Formation „Wolke“ aktiv ist.

Auf „Knut und die herbe Frau“ von Knut und die herbe Frau hört man deutschen Elektro-Pop, der mal mehr mal weniger ins Ohr geht. Ihre Stärken besitzt die Musik der Band dabei gerade in den Momenten, in denen diese synthetische Elektro-Pop-Atmosphäre nicht ganz so stark ausgeprägt ist. Wenn man zum Beispiel, anstatt des Synthesizers, dann doch das Piano oder die Gitarre zu hören bekommt. Ein sehr schönes Beispiel dafür und gleichzeitig die beste Nummer des Albums ist „Haus am Fluss“. Das Lied geht sofort ins Ohr und klingt nicht so elektronisch überladen. Der anfängliche Piano-Lauf erinnert zwar frappierend an „Es herrscht wieder Frieden im Land“ von Konstantin Wecker, der Eingängigkeit des Liedes schadet dies aber natürlich nicht.

Ebenfalls noch sehr überzeugend klingt „Prag“, ein schönes Liebeslied oder sollte man eher sagen, ein trauriges Liebeslied? Die Nummer geht ins Ohr und was bei diesem Stück auch einmal mehr deutlich wird, das sind die wirklich gelungenen Texte, die sogar bei diesem sehr ausgelutschten Thema noch zu überzeugen wissen. Schwierig wird es allerdings bei solchen Nummern wie „Fehlen“. Textlich auch noch in Ordnung, aber der Sound klingt einfach deutlich zu synthetisch, dabei hat hier sogar auch die akustische Gitarre ihren Einsatz, leider nur einen sehr untergeordneten.

Fazit: Ein etwas zwiespältiges Gefühl hinterlässt Knut und die herbe Frau durchaus. Da gibt es auf dieser Scheibe eine Handvoll guter Lieder und dann wiederum solche, die man nicht unbedingt hören möchte, wenn man eher auf „handgemachte“ Musik steht. Von daher ist „Knut und die herbe Frau“ von Knut und die herbe Frau eine kleine musikalische Achterbahnfahrt, die allerdings textlich immer überzeugen kann. Ein wenig schade ist es deswegen schon, dass dies ein einmaliges Projekt zu sein scheint. Acht Punkte.

Anspieltipps: Haus am Fluss, Prag



Sonntag, 18. September 2016

Rome – Coriolan




Rome – Coriolan


Besetzung:

Jerome Reuter – alle Instrumente


Gastmusiker:

Laurent Fuchs – drums on "Fragments"
Michael DE Victor – additional spoken words


Label: Trisol Music


Erscheinungsdatum: 2016


Stil: Neofolk


Trackliste:

1. Investiture (3:22)
2. Make You A Sword Of Me (1:14)
3. Broken (4:43)
4. Fragments (3:07)
5. This Light Shall Undress All (2:04)
6. Coriolan (4:06)
7. Der Krieg (3:47)
8. Funeratio (3:11)

Gesamtspieldauer: 25:36




Das elfte Album des Luxemburgers Jerome Reuter, aus dessen Vornamen sich auch der „Band-Name“ ableitet, ist eher eine EP geworden, denn ein ganzes Album, was bei einer Gesamtspieldauer von etwas über 25 Minuten nicht abzustreiten sein wird. Alles andere reiht sich jedoch perfekt in die Reihe der bisherigen Veröffentlichungen ein. Auch „Coriolan“, was im April 2016 erneut auf dem Musiklabel Trisol Music veröffentlicht wurde, hat Jerome Reuter fast im Alleingang eingespielt, die Musik und die Texte stammen sowieso wieder aus seiner Feder, wobei die Inspiration des Luxemburgers zu diesem Mini-Album von William Shakespeares „Coriolanus“ ausgeht, wie man in dem schön gestalteten Booklet nachlesen kann.

Doch dieses Mal ist das Ganze durchaus etwas anders geraten, als noch auf den vorherigen Alben von Rome. Trotz seiner kurzen Laufzeit zeichnet sich dieses Album mit noch etwas breiter gefächerter musikalischer Vielfalt aus. Da klingt es mal experimentell und etwas verschroben, eher wie eine Klangkollage, dann jedoch wieder sehr melodiös und eingängig, wie es so typisch ist für die Musik von Rome. Doch hört man auf „Coriolan“ auch mal verzerrte Gitarren oder mit „Fragments“ sogar ein Lied, was sich noch nicht ganz entscheiden kann, ob es eher nach New Wave oder nach Punk klingen möchte. Ziemlich ungewöhnliche Töne für Jerome Reuter.

Nun, Abwechslung ist wahrlich etwas Schönes, zu viel davon, noch dazu auf einem solch kurzen Album, kann allerdings auch dafür sorgen, dass man irgendwie nicht ganz so hineinkommt in diese kurze Platte – doch glaubt man das endlich geschafft zu haben, dann ist die Scheibe sowieso schon wieder ausgeklungen. Die richtig tollen Momente gibt es allerdings auch auf „Coriolan“. Das Titelstück selbst beeindruckt hier durchaus und zeigt einmal mehr, welches Gespür Jerome Reuter für die eingängige Melodie besitzt. Und auch das einzige, Deutsch vorgetragene Lied, „Der Krieg“, lohnt sich gehört zu haben.

Fazit: „Rome-Freunde“ werden sicherlich auch von diesem kurzen Album begeistert sein. Zum Einstieg selbst, in den musikalischen Kosmos des Jerome Reuter, wäre dieses kleine Album allerdings eher ungeeignet. Zu unterschiedlich sind darauf die musikalischen Stile vertreten. Diese vermögen es nicht, ein einheitliches Bild der Musik zu erzeugen, was das Eintauchen in diese Musik erschwert. Trotzdem hat die Scheibe ihre großen Stärken, ist bei einem Verkaufspreis für ein komplettes Album, allerdings definitiv zu kurz geraten. Acht Punkte.

Anspieltipps: Coriolan, Der Krieg



Samstag, 17. September 2016

Juli – Es ist Juli




Juli – Es ist Juli


Besetzung:

Eva – Gesang
Marcel – Schlagzeug
Jonas – Gitarre
Dedi – Bass
Simon – Gitarre


Gastmusiker:

Dave Andersen – Keyboards
Ingmar Süberkrüb – Streicherarrangements
Andrewas Jamin – Gesang


Label: Island Records


Erscheinungsdatum: 2004


Stil: Pop, Rock


Trackliste:

1. Warum (3:46)
2. Sterne (4:00)
3. Geile Zeit (3:47)
4. Tage wie dieser (3:25)
5. Tränenschwer (3:27)
6. Perfekte Welle (3:20)
7. Regen und Meer (3:36)
8. November (2:59)
9. Anders (3:09)
10. Kurz vor der Sonne (3:15)
11. Ich verschwinde (3:40)
12. Wenn du lachst (3:48)

Gesamtspieldauer: 42:16




Mit ihrem, im Jahr 2004 erschienenen Debut-Album „Es ist Juli“, gelang der Gießener Band Juli auch gleich der Durchbruch im deutschsprachigen Europa. Bis heute stellt die Platte, die bisher erfolgreichste Scheibe der Band dar, die in Deutschland sogar mit drei Mal Platin ausgezeichnet wurde. Das auf Island Records veröffentlichte Album enthält dabei auch den größten Hit der Band, „Perfekte Welle“, welches nach der Tsunami-Katastrophe in Südostasien im Dezember 2004, allerdings sofort von allen Radiostationen aus Pietätsgründen gemieden wurde.

Nun, dieses Lied ist der Hit des Albums, eine gelungene und eingängige Nummer, die sich freilich um das Surfen dreht – übertragen vielleicht auch vom Ausnutzen von Chancen handelt. Der Rest der Scheibe ist eher sehr konventionell geratene, deutsche Pop-Musik, die kaum irgendwelche Spuren hinterlässt. Dazu gesellen sich leider auch Texte, die zumeist das Thema „Liebe“ zum Inhalt haben. Allein dieser Umstand zeugt nicht von sehr viel Kreativität, besonders originell ist das Ganze in seiner Umsetzung dann leider auch nicht geraten. „Es ist Juli“ ist typisch für jene Art von Platten, die man einlegt, man beschäftigt sich mit irgendetwas nebenher und plötzlich herrscht um einen herum Stille – doch diese nimmt man erst nach mehreren Minuten wahr. War da denn was?

Andererseits lässt einen die Musik auf dem Debut-Album von Juli auch nicht verzweifeln. Solch Titel, die man unbedingt überspringen muss, solche Lieder fehlen glücklicherweise ebenfalls. Von daher ist es sogar ganz nette Unterhaltungsmusik, in die man zwar nicht so richtig eintauchen kann, wie in manch andere Musik, die einen aber begleitet und mit der Nummer „Perfekte Welle“ sogar einen richtigen Höhepunkt aufweist.

Fazit: „Es ist Juli“ von Juli ist mit Sicherheit kein Meilenstein der Musikgeschichte. Sollte es auch ganz bestimmt nicht werden. Die Gießener Musiker wollen mit ihrer Musik unterhalten – und das schaffen sie auch. Zwar gibt es auf diesem Planeten sehr viel bessere und spannendere Musik, jedoch hält auch diese Scheibe zumindest einen Höhepunkt für die Hörerin und den Hörer parat. Die Nummer „Perfekte Welle“ ist wahrlich gelungen. Elf weitere Lieder schwimmen mal besser, mal weniger gut, einfach so mit. Sechs Punkte.

Anspieltipps: Perfekte Welle