Dienstag, 23. Februar 2016

Thompson Twins – Here's To Future Days




Thompson Twins – Here's To Future Days


Besetzung:

Tom Bailey – synthesizer, lead vocals, piano, guitar, double bass, drum programming, fairlight programming
Alannah Currie – percussion, backing vocals, drums, xylophone, marimba
Joe Leeway – congas, backing vocals, synthesizer, synth bass


Gastmusiker: 

Nile Rodgers – guitar, backing vocals


Label: Arista Records


Erscheinungsdatum: 1985


Stil: Pop, New Wave


Trackliste:

1. Don't Mess With Doctor Dream (4:25)
2. Lay Your Hands On Me (4:22)
3. Future Days (3:00)
4. You Killed The Clown (4:54)
5. Revolution (4:06)
6. King For A Day (5:22)
7. Love Is The Law (4:45)
8. Emperor's Clothes (Part 1) (4:46)
9. Tokyo (3:39)
10. Breakaway (3:34)

Gesamtspieldauer: 42:52




In den Jahren von 1981 bis 1991 veröffentlichte die britische Pop-New-Wave-Formation Thompson Twins insgesamt acht Studio-Alben. „Here's To Future Days“ ist die fünfte Scheibe in dieser Reihe und erschien im September 1985. Zu hören gibt es darauf ziemlich belanglosen New Wave bis Pop, der weder klingt noch sonst irgendetwas vorzuweisen hätte. Die Platte selbst floppte auch ziemlich für Thompson Twins-Verhältnisse zur damaligen Zeit. Das muss zwar nichts heißen, belegt allerdings zumindest, dass noch nicht einmal allzu eingängige Titel auf der Platte vertreten sind.

Auch diverse Single-Auskopplungen erreichten nicht unbedingt die Chart-Platzierungen, die man vorher von der Band gewöhnt war. Lediglich „Lay Your Hands On Me“ erreichte Platz 6 der US-amerikanischen Charts. Und man muss zugeben, dies ist noch das einzig einigermaßen akzeptable Lied auf der Platte. Allerdings gebe ich dabei zu Bedenken, dass die Messlatte hier sehr, sehr niedrig angelegt ist. Alles andere, jedes weiteres Lied ist grausig kommerzielle Quälerei. „Revolution“ ist der einzige Cover-Song der Platte, stammt ursprünglich von den Beatles und floppte zu recht völlig als Single Auskopplung. Man kann Lieder echt auch zerstören.

Ganz, ganz schlimm wird es dann auf der Seite 2 der Platte beziehungsweise auf der zweiten Hälfte der CD. Unfassbar schlechten Pop bekommt man hier zu hören, absolut langweilig und belanglos. Auf „Here's To Future Days“ gibt es wirklich nichts mehr, was man irgendwie positiv herausstellen könnte. Keine Melodie, keinen Akkord, keine Textzeile. Grausam und künstlich klingt das alles, gemacht für den schnellen Erfolg, der aber selbst mit diesen Liedern ausblieb.

Fazit: Acht Studiosalben haben die Thompson Twins in ihrer Kariere veröffentlicht – und sage und schreibe 15 (!), in Worten „fünfzehn“ Kompilationsalben. Manchmal nur Best Of…, manchmal mit diversen Mixen versehen. In solch einem Fall kann man wohl kaum behaupten, dass eine Band keine kommerzielle Musik machen würde. Nun, Erfolg sollen Musiker ja auch mit ihrer Musik haben, da diese unser aller Alltag erhellt. Aber so etwas, ein offensichtlich nur für die Phase des Erfolgs veröffentlichtes Album, solch eine Platte braucht irgendwie niemand. Man kann sich den Tag mit so viel versauen, aber warum sollte man das mit schlechter Musik tun? Zwei Punkte.

Anspieltipps: Lay Your Hands On Me



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