Montag, 14. Dezember 2015

Jane – Together




Jane – Together


Besetzung:

Klaus Hess – lead guitar
Charly Maucher – bass, vocals
Werner Nadolny – organ, flute
Peter Panka – drums, percussion
Bernd Pulst – vocals


Label: Brain


Erscheinungsdatum: 1972


Stil: Krautrock, Progressive Rock


Trackliste:

1. Daytime (8:10)
2. Wind (4:57)
3. Try To Find (5:27)
4. Spain (11:57)
5. Together (3:46)
6. Hangman (9:30)

Gesamtspieldauer: 43:49



„Together“ nannten die fünf Musiker aus Hannover ihr erstes Album, welches 1972 auf dem Label Brain veröffentlicht wurde. Darauf zu hören ist rockiger und melodischer Krautrock, der durchaus zu gefallen und überzeugen weiß. Man könnte die Musik auch mit hartem Progressive Rock umschreiben, der auf zu komplizierte Parts verzichtet. Auch das würde den Inhalt dieser Scheibe ziemlich gut umschreiben.

Auf „Together“ wird also gerockt und wer gerne Mal in dieses längst vergangene musikalische Zeitalter eintauchen möchte, der oder dem sei dieses Album wärmstens zu empfehlen. Meistens sind die Titel mit einem fetten Orgelsound des Werner Nadolny untermalt, der mal in die Richtung eines Jon Lords von Deep Purple weist, in den stilleren Abschnitten manches Mal auch leicht an das Keyboard-Spiel des Rick Wright bei Pink Floyd erinnert. Zu dieser Unterlage gesellen sich dann meist kurze Gesangs- und lange Instrumentalpassagen, wobei letztere oftmals von sehr melodischen Gitarrensoli dominiert werden. Meistens klingt das durchaus hart, also in die Richtung des Hard Rock weisend, allerdings wird dieses musikalische Genre immer nur gestreift, nie ganz erreicht.

Es sind genau diese langen Instrumentalpassagen, die die Musik von Jane dominieren, die auch wirklich gelungen sind und den Spaß an dieser Band begründen. Solch eine Nummer wie „Spain“ hat einfach was, wenn sich alles Mantra-artig steigert und steigert und dann doch wieder in ganz sanften Klängen mündet. Sehr hörenswert. Oder auch „Daytime“, eines der bekanntesten Stücke von Jane und ein immer wieder in den Live-Auftritten auftauchender Titel. Auch hier ist es die Steigerung, die die Musik innerhalb des Stücks erfährt, die diese Nummer so mitreißend werden lässt.

Negativ gibt es auf „Together“ kaum was zu meckern. Klar gibt es Bands, die eine deutlich vertracktere und kompliziertere Variante des Progressive Rock spielen, langweilig ist deshalb Jane jedoch noch lange nicht. Warum die Musiker allerdings eine leicht abgewandelte Version von „House Of The Rising Sun“ in ihr „Wind“ zu Beginn und am Ende mit eingebaut haben, das wird wohl das Geheimnis der Musiker von Jane bleiben.

Fazit: Jane vermitteln auf „Together“ sehr atmosphärisch die deutsche Krautrock-Musikland der damaligen Zeit. Wer einmal in diese Epoche hineinhören möchte, dem wird das mit dem Debut von Jane recht gut gelingen, auch wenn diese Band aus Hannover nur eine von mehreren war, die damals für „Furore“ sorgten. Die Musik auf „Together“ ist rockig und melodiös. Es gibt kompliziertere Ausprägungen dieses Genres, spannend sind Jane auf „Together“ jedoch allemal. Zwölf Punkte.

Anspieltipps: Daytime, Spain