Donnerstag, 10. Dezember 2015

Dream Theater – Train Of Thought




Dream Theater – Train Of Thought


Besetzung:


James LaBrie – lead vocals
John Petrucci – guitar, backing vocals
Jordan Rudess – keyboards
John Myung – bass
Mike Portnoy – drums, backing vocals


Gastmusiker:

Eugene Friesen – cello on "Vacant"


Label: East West Records


Erscheinungsdatum: 2003


Stil: Progressive Metal


Trackliste:

1. As I Am (7:47)
2. This Dying Soul (11:28)
1. IV: Reflections Of Reality (Revisited) 
2. V: Release 
3. Endless Sacrifice (11:24)
4. Honor Thy Father (10:14)
5. Vacant (2:57)
6. Stream Of Consciousness (11:16)
7. In The Name Of God (14:14)

Gesamtlaufzeit: 1:09:22



„Train Of Thought“ ist das siebte Studioalbum der US-amerikanischen Progressive Metal Band Dream Theater. Im Jahr 2003 wurde die Platte bei East West Records veröffentlicht und unterscheidet sich durchaus von seinen Vorgängern. Angeblich hatten die Musiker auf der letzten Tour die Erfahrung gemacht, dass ihre Fans vor allen Dingen dann besonders auf ihre Musik abfuhren, wenn diese schwer und kraftvoll ist. Heavy Metal eben und so hat diese Platte auch kaum mehr was mit Progressive Metal zu tun, „Train Of Thought“ bläst einem, laut genug gehört, den Raum zwischen den Ohren gründlich durch.

Die Musik auf „Train Of Thought“ ist geprägt von ziemlich einseitigem, hartem Rock, der einfach geradlinig und sehr schnörkellos aus den Boxen oftmals fast schon herausexplodiert. Progressive Ansätze scheinen hier nur noch schmückendes Beiwerk darzustellen, welche in einer Art Alibifunktion fast völlig an den Rand gedrängt wurden. Oftmals erinnert die Musik von Dream Theater auf diesem Album auch an Metallica, bei deren konsequent harten Stücken. Keine Schnörkel mehr, keine Ablenkung, einfach nur hart und schnell sollte es wohl sein und man kann nur feststellen: Ziel absolut erfüllt.

Handwerklich ist das alles freilich perfekt gemacht und auch der Sound lässt da keinerlei Wünsche offen. Aber der Sound macht leider nicht alles. Irgendwie wollen die einzelnen Titel nicht so recht ins Ohr gehen. Sind längst nicht so eingängig und auch nicht so raffiniert wie jene auf dem Meisterwerk „Metropolis Pt. 2: Scenes From A Memory“. Zugegebenermaßen scheint sich die Musik im Laufe der Zeit noch mal im Ohr von Hörerin und Hörer zu verändern. Sie wird mit jedem weiteren Durchlauf melodiöser, allerdings geschieht dies auch nur bis zu einem gewissen Grad, ab dem es irgendwie nicht mehr weiterzugehen scheint.

Fazit: Das härteste Dream Theater Album welches ich kenne, ist „Train Of Thought“ geworden. Gerade so eben wird noch nicht gegrowlt, kurz davor ist an mancher Stelle der Gesang des James LaBrie allerdings. Nun was soll es. Heavy Metal Fans kommen bei dieser Scheibe voll auf ihre Kosten und werden das Album lieben. Freunde der progressiven Ansätze im Metal, werden sicherlich etwas enttäuscht sein nach dem ersten Hören. Aber es lohnt sich der Scheibe drei, vier, fünf Chancen mehr einzuräumen. Die Platte wächst definitiv. Acht Punkte.

Anspieltipps: In The Name Of God