Samstag, 15. August 2015

Died Pretty – Trace




Died Pretty – Trace


Besetzung:

Ron S. Pemo – vocals
Brett Myers – guitar
John Hoey – keyboards
Chris Welsh – drums
Robert Warren – bass, backing vocals


Gastmusiker:

Sunil De Silva – percussion
Eleanor Rodgers – harmonies
Carolin Lavelle – cello
Jack Howard – trumpet


Label: Columbia Records


Erscheinungsdatum: 1993


Stil: Alternative Rock


Trackliste:

1. Harness Up (Soul’s On Fire) (4:07)
2. Caressing Swine (4:07)
3. Headaround (3:16)
4. Til We Get It Right (4:06)
5. The Rivers (7:15)
6. A State Of Graceful Mourning (5:53)
7. Just Forever (5:28)
8. Through My Heart (3:47)
9. 110 B.P.M. (5:08)
10. Dreamaway (5:35)
11. Seize Your Ways (4:48)

Gesamtspieldauer: 53:33



Died Pretty war eine australische Alternative Rock Band, die in meinen Ohren durchaus auch in wenig im Genre des New Wave gewildert hat. Zwischen 1986 und 2000 veröffentlichten die Musiker insgesamt acht Studioalben. „Trace“ ist in dieser Reihe die fünfte Scheibe und erschien im Jahr 1993. Die Musik von Died Pretty zeichnet sich allgemein durch einen melodiösen Rock aus, der nicht immer spektakulär klingt, jedoch durchaus seinen Reiz und seine Stärken hat.

Hierzulande zwar deutlich weniger bekannt, war die Band im englischsprachigen Raum Ende der 80er, Anfang der 90er Jahre durchaus sehr gefragt und auch erfolgreich – vor allem allerdings natürlich in ihrer Heimat Australien. „Trace“ steht da durchaus beispielhaft für die Phase zu Beginn und Mitte der Bandkarriere, während die letzten beiden Platten deutlich elektronischer geraten sind. So hört man auf „Trace“ einen nie zu harten, manchmal sogar verträumt wirkenden Gitarrenrock, der ziemlich schnell ins Ohr geht. Die einzelnen Stücke preschenden dabei durchaus nach vorne, die Melodie wird jedoch nie außer Acht gelassen und ihr kommt eine zentrale Rolle in jedem Died Pretty Song zu.

Das Ganze klingt zwar nie spektakulär oder wahnsinnig innovativ und neu, jedoch sind die einzelnen Stücke handwerklich sehr gut gemacht und wissen auch zu unterhalten. Ich mag es zum Beispiel auch sehr, wenn eine Nummer mit einem fetten Orgelsound untermalt wird. Mag sein, dass dies im Falle von Died Pretty lediglich ein Keyboard ist, wie man in den Credits nachlesen kann, der Sound erinnert jedoch stark an eine Hammond Orgel. Zudem gibt es wohl kaum eine Gelegenheit, bei dem ein Album wie „Trace“ nicht passen würde. Universell eingesetzt und in jeder möglichen Situation abspielbar scheint „Trace“ eine Art australische Allzweckwaffe zu sein, die der Hörerin beziehungsweise dem Hörer das Leben in allen möglichen Situationen versüßen kann.

Fazit: Guten und überzeugenden Alternative Rock präsentieren Died Pretty hier auf ihrem fünften Album mit dem Namen „Trace“. Das ist zugegebenermaßen keine außergewöhnliche oder spektakuläre Musik, die hier zu hören ist, jedoch Musik die unterhält. Das Album wächst mit jedem weiteren Durchlauf, wird vertrauter und irgendwann mag man auch diese „unspektakuläre“ Platte nicht mehr missen. Für alle, die auf melodiösen Gitarrenrock der 90er Jahre stehen, bestens geeignet. Elf Punkte.

Anspieltipps: Caressing Swine, The Rivers, A State Of Graceful Mourning