Donnerstag, 30. Juli 2015

Eurythmics – Touch




Eurythmics – Touch


Besetzung:

Annie Lennox – vocals, flute, percussion, keyboard
Dave Stewart – vocals, dulcimer, bass, guitar, drum programming, keyboard, xylophone


Gastmusiker:

Dick Cuthell – trumpet, cornet, flugelhorn
Martin Dobson – baritone saxophone
Dean Garcia – bass
Michael Kamen – conductor
British Philharmonic – strings


Label: RCA Records


Erscheinungsdatum: 1983


Stil: New Wave, Synthie Pop


Trackliste:

1. Here Comes The Rain Again (4:54)
2. Regrets (4:43)
3. Right By Your Side (4:05)
4. Cool Blue (4:48)
5. Who's That Girl? (4:46)
6. The First Cut (4:44)
7. Aqua (4:36)
8. No Fear, No Hate, No Pain (No Broken Hearts) (5:24)
9. Paint A Rumour (7:30)

Gesamtspieldauer: 45:30



Die Eurythmics waren eine große Nummer, damals in den 80er Jahren. Annie Lennox war Kult und Dave Stewart hielt sich schön im Hintergrund. Viele Lieder der beiden schafften es in die jeweiligen Hitparaden vieler Länder, verkauften sich toll, genau wie die Alben. Dass die LP’s, die es damals ja noch waren, so erfolgreich wurden, das lag eindeutig an den Singleauskopplungen. Auch auf dieser dritten Patte des Musik-Duos aus dem Jahr 1983 gab es zwei sehr erfolgreiche Hits, die da waren „Here Comes The Rain Again“ und „Who's That Girl?“.

Beide Nummern verfügen über diese Eingängigkeit, die ein Lied zu einem Ohrwurm werden lässt. Dabei muss einem diese Musik noch nicht einmal gefallen, jedoch wenn diese Lieder einmal gehört wurden, dann bleiben sie abgespeichert, ob man das jetzt gut findet oder nicht. Steht man der Pop-Musik allerdings aufgeschlossen gegenüber, dann gehören beide besagten Titel ganz bestimmt mit zu den Höhepunkten der Platte. Allerdings sind es leider auch die einzigen beiden Höhepunkt auf „Touch“. Der Rest, ganz egal ob er poppig klingt, ob da Calypso-Klänge mit verarbeitet wurden oder aber im Bereich des Synthie-Pop gefischt wird, dieser Rest, der wirkt einfach nicht, klingt zum Teil belanglos, mitunter auch regelrecht atonal und nervig. Einzige Ausnahmen sind noch „Regrets“ und „Cool Blue“, allerdings benötigt man hier auch schon einige Durchläufe, bis man diesen Nummern ebenfalls etwas abgewinnen kann.

Somit stellt „Touch“ ein Album dar, welches man kaum in einem durchhören kann, da wahrlich einige Titel dabei sind, die einfach wie Füllmaterial klingen. Nach dem großen Erfolg des Vorgängers „Sweet Dreams (Are Made Of This)“ musste anscheinend schnell ein Nachfolger her, immerhin war das Vorgängeralbum ebenfalls im Jahr 1983 veröffentlicht worden. Für eine entsprechende Platte, fehlten allerdings die Lieder, mit Ausnahme der bereits erwähnten „Hits“. Das Ergebnis ist dann diese, durch anscheinend schnell produziertes Material, doch recht unausgewogene Scheibe.

Fazit: „Touch“ hat durchaus seine Stärken, leider allerdings noch mehr Schwächen. Einige Lieder darauf zerren wahrlich an den Nerven des Hörers, sind weder Fisch noch Fleisch, manchmal langweilig, mitunter allerdings leider auch einfach nur nervend. Auf „Touch“ gibt es einige Nummern die man ganz gut mit dem Wort „Zeitverschwendung“ umschreiben kann. Es gibt so viel tolle Musik auf diesem Planeten, warum dann seine Zeit mit maximal mittelmäßigen Songs verschwenden – und Ausnahmen bestätigen die Regel. Sechs Punkte.

Anspieltipps: Here Comes The Rain Again, Who's That Girl?