Donnerstag, 7. Mai 2015

King Crimson – The Power To Believe




King Crimson – The Power To Believe


Besetzung:

Robert Fripp – guitar
Adrian Belew – guitar, vocals
Trey Gunn – warr guitars, fretless warr guitar
Pat Mastelotto – drums, electronic percussion


Label: Sanctuary Records


Erscheinungsdatum: 2003


Stil: Progressive Rock


Trackliste:

1. The Power To Believe I: A Capella (0:44)
2. Level Five (7:18)
3. Eyes Wide Open (4:09)
4. Elektrik (8:00)
5. Facts Of Life (Intro) (1:39)
6. Facts Of Life (5:06)
7. The Power To Believe II (7:44)
8. Dangerous Curves (6:43)
9. Happy With What You Have To Be Happy (3:18)
10. The Power To Believe III (4:09)
11. The Power To Believe IV: Coda (2:29)

Gesamtspieldauer: 51:17



„The Power To Believe” betitelten die vier Musiker von King Crimson ihr dreizehntes Studio-Album, welches im Jahr 2003 veröffentlicht wurde. Und wie es aussieht, war dieser inzwischen dreizehnte, zugleich auch ihr letzter Streich, denn in den bisher nachfolgenden zwölf Jahren hat sich nichts mehr getan – zumindest wurde kein weiteres Studioalbum mehr veröffentlicht. Dafür gibt es allerdings viele Wiederveröffentlichungen und auch Live-Alben sowie DVDs, im Studio war die Band jedoch nicht mehr.

„The Power To Believe” beinhaltet Musik, die ganz im Gewand der beiden Vorgänger gehalten ist. Es gibt hier wunderschöne Melodien, jedoch auch sehr verstörende Abschnitte zu entdecken. Oftmals bekommt der Hörer sehr schwere Gitarren präsentiert, da kann man dann durchaus auch von Metal sprechen. Andererseits erhört man auf der Scheibe auch sphärische Abschnitte und sogar an Gamelan-Musik angelehnte Titel, wie die Nummer „The Power To Believe II“. Zudem beinhaltet „The Power To Believe” auch Instrumentalnummern wie „Dangerous Curves“. Ein Titel, der immer stärker anschwillt, mächtiger und bedrohlicher zu werden scheint, dabei groovt und seine Stärke aus der auch vorhandenen Monotonie zieht. Wahrlich beeindruckend.

Einen weiteren Instrumentaltitel stellt „Elektrik“ dar. Hier klingen die vier Musiker mitunter herrlich schräg und die Nummer lässt Reminiszenzen zum Album „Discipline“ und den King Crimson der 80er Jahre aufkommen. „Eyes Wide Open“ wiederum ist ein, für King Crismon Verhältnisse, fast schon „normales“ Lied. Eine schöne und sanfte Gitarrennummer, die ziemlich schnell ins Ohr geht. Überhaupt die Gitarre, sie steht auf „The Power To Believe” absolut im Vordergrund, der Synthesizer wird hauptsächlich der Fülle wegen eingesetzt, hält sich vornehmlich im Hintergrund auf.

Fazit: Es ist ganz klar die Mannigfaltig der Musik, die dieses Album zu etwas Besonderem werden lässt. Es mag zugegebenermaßen mitunter anstrengend sein, der Band immer und bei jedem „Ausflug“ zu folgen, doch es lohnt sich. Wunderschöne eingängige, wie gar nicht mehr melodiöse Stücke gibt es auf „The Power To Believe” zu hören. Diese können verpackt sein in sanfte und ruhige Passagen oder aber in fordernde und treibende Abschnitte. Häufig klingt es dabei etwas schräg, ein wenig verschroben, jedoch vor allen Dingen immer spannend. Sehr schade, wenn das wirklich das letzte Album dieser so beindruckenden Band um Robert Fripp gewesen sein soll. Zwölf Punkte.

Anspieltipps: Elektrik, The Power To Believe II, Dangerous Curves