Samstag, 7. März 2015

Elbow – Leaders Of The Free World




Elbow – Leaders Of The Free World


Besetzung:

Guy Garvey – vocals
Mark Potter – guitars
Craig Potter – keyboards
Pete Turner – bass
Richard Jupp – drums


Gastmusiker:

Alexis Smith – additional programming on "Forget Myself", "Leaders Of The Free World" and "My Very Best"
Jason Boshoff – additional programming on "Forget Myself", "Leaders Of The Free World" and "My Very Best"
Jote Osahn – strings on "Forget Myself" and "My Very Best"
Stella Page – strings on "Forget Myself" and "My Very Best"
Dylan Jupp – hysterical laughter on "Mexican Standoff"


Label: V2


Erscheinungsdatum: 2005


Stil: Art Rock, Alternative Rock


Trackliste:

1. Station Approach (4:22)
2. Picky Bugger (3:07)
3. Forget Myself (5:22)
4. The Stops (5:03)
5. Leaders Of The Free World (6:11)
6. An Imagined Affair (4:43)
7. Mexican Standoff (4:01)
8. The Everthere (4:13)
9. My Very Best (5:33)
10. Great Expectations (5:05)
11. Puncture Repair (1:48)

Gesamtspieldauer: 49:32



Ganz einwandfrei und ohne jeglichen Zweifel ist das Musik von Elbow, was man auf „Leaders Of The Free World”, dem dritten Album der Briten aus dem Jahr 2005 zu hören bekommt. Und zwar ist das Musik von Elbow, die eher den nachfolgenden Platten der Band gleicht, als ihren Vorgängern. Ist die Musik zunächst noch einiger maßen flott unterwegs, eher im Mid-Tempo angesiedelt, so werden die Lieder im weiteren Verlauf der Platte dann ruhiger und sanfter, wirken irgendwie zarter und zerbrechlicher.

Dabei schwebt erneut über allem die sehr eindringliche Stimme des Guy Garvey, die ganz leicht an die des Peter Gabriel erinnert. Guy Garvey, der wieder für sämtliche Texte zuständig ist, erzählt hier einmal mehr sehr eindringlich, wenn auch sanft, seine Geschichten und dies zu Melodien, die – ganz egal ob im langsameren oder etwas schnelleren Tempo eingespielt – einfach das Potential in sich tragen zu längerfristigen Begleitern zu werden. Die einzelnen Titel klingen einfach gut, gehen ins Ohr und ganz egal, ob man sich auf die Musik konzentriert oder ob sie nebenbei läuft und man gerade mit anderen Dingen beschäftigt ist, es bleibt ein irgendwie gut geartetes Gefühl, welches die Musik von Elbow auf „Leaders Of The Free World“ beim Hörer hinterlässt. Alles wirkt und klingt, ist nie oberflächlich sondern zumeist sehr intensiv.

Fazit: Wer melodischen und größtenteils sanften Rock mag, die oder der kann hier absolut nichts falsch machen – die oder der wird diese Platte lieben. Völlig unaufgeregte Musik präsentieren uns die fünf Briten auf „Leaders Of The Free World”. Durchaus nachvollziehbar allerdings auch, wenn Freunde der etwas härteren musikalischen Gangart, das dritte Album von Elbow nach dem ersten, zweiten und auch noch dritten Hören etwas langweilig finden. Aber inzwischen wird durch das Hören etwas ausgelöst. Denn es kommt auch mal bei härteren Rock-Fans der ruhigere Moment, an dem man auch die etwas sanfteren Töne zu schätzen weiß. Dann wird in das CD-Regal gegriffen und zielsicher „Leaders Of The Free World” von Elbow herausgeholt und aufgelegt. Die Augen schließen sich, auf dem Lieblingsplatz entsteht eine entspannte Atmosphäre in bequemer Position und der Stress des Tages fällt langsam vom Hörer ab. Lohnt sich. Zehn Punkte.

Anspieltipps: Leaders Of The Free World, The Everthere