Samstag, 10. Januar 2015

Deep Purple – Made In Japan




Deep Purple – Made In Japan


Besetzung:

Ritchie Blackmore – lead guitar
Ian Gillan – vocals, harmonica, percussion
Roger Glover – bass
Jon Lord – organ, piano
Ian Paice – drums


Label: Purple


Erscheinungsdatum: 1972


Stil: Hard Rock


Trackliste:

1. Highway Star (6:52)
2. Child In Time (12:25)
3. Smoke On The Water 7:32)
4. The Mule (9:50)
5. Strange Kind Of Woman (9:36)
6. Lazy (10:51)
7. Space Truckin (19:42)

Gesamtspieldauer: 76:44



Nun, manche Besprechungen kann man im Grunde genommen sehr kurz machen. Eine davon ist „Made In Japan“ von Deep Purple. Denn die oder derjenige Musikfreund(in), die oder der gerne Hard Rock hört, kommt mit diesem Album voll auf ihre beziehungsweise seine Kosten. Genauso verhält es sich bei Freunden von Live-Music. Die Platte wurde aus drei Konzerten, die am 15. und 16. August in Osaka und am 17. August 1972 in Tokio stattfanden, zusammengeschnitten. Auch wenn es sich nicht um ein einziges Konzert handelt, die Scheibe wirkt. Nun, man ist bei diesen drei Konzerten zwar nicht „live“ dabei, wenn man jedoch die Kopfhörer aufsetzt, die Anlage ordentlich aufgedreht hat und die Augen schließt, dann wirkt das fast so. Unglaublich verspielt wirkt die Band hier. Jeder Musiker bekommt seinen Raum zugedacht und eingeräumt und so darf man sich auch nicht wundern, dass sich auf einem ehemaligen Doppelalbum lediglich sieben Nummern befinden. Die Scheiben quellen nur so über vor Soli der verschiedenen Instrumente.

Auch die Songauswahl ist allererste Güte und diese, um über zwei Minuten verlängerte Version von „Child In Time“ sucht sowieso vergeblich ihr Pendant. Besser kann auf Platte gepresste Live-Musik nicht klingen. Unglaublich auch, dass Ian Gillan dieses Lied auch auf der Bühne genauso zu singen im Stande war, wie im Tonstudio. Nicht nur unglaublich, fast schon unfassbar. Alles ist perfekt abgemischt, jedes Instrument hat die Chance zu wirken und somit haben die fünf Musiker von Deep Purple hier wahrlich eines der allerbesten Live-Alben aller Zeiten geschaffen. Man hört förmlich heraus, wie sehr die Musiker Spaß haben zusammen zu spielen. Dabei sind dies alles auch Virtuosen auf ihren Instrumenten. Einfach nur beeindruckend.

Fazit: Nur eine kleine Wiederholung: Wer auf Platte gepresste Live-Musik und Hard Rock mag, es genießen kann, wie Musiker in ihren Werken aufgehen und die Verspieltheit in der Musik liebt, genau für die oder den wurde diese Platte produziert und veröffentlicht. Macht einfach Spaß. Wahrlich eines der besten Live-Alben aller Zeiten. Dreizehn Punkte.

Anspieltipps: Child In Time