Montag, 29. Dezember 2014

Queensrÿche – Empire




Queensrÿche – Empire


Besetzung:

Geoff Tate – vocals, keyboards
Chris DeGarmo – 6 and 12 strings electric and acoustic guitars, keyboards and backing vocals Michael Wilton – 6 and 12 strings electric and acoustic guitars
Eddie Jackson – bass guitars, backing vocals
Scott Rockenfield – drums, percussion


Gastmusiker:

Michael Kamen – orchestral arrangements, conductor
Randy Gane – message left on answering machine on "Empire"
Robert Bailey – keyboards, programming


Label: EMI


Erscheinungsdatum: 1990


Stil: Hard Rock, ProgMetal


Trackliste:

1. Best I Can (5:34)
2. The Thin Line (5:42)
3. Jet City Woman (5:21)
4. Della Brown (7:04)
5. Another Rainy Night (Without You) (4:29)
6. Empire (5:24)
7. Resistance (4:50)
8. Silent Lucidity (5:47)
9. Hand On Heart (5:33)
10. One And Only (5:54)
11. Anybody Listening? (7:59)

Gesamtspieldauer: 63:23



Nach dem wahrlich begeisternden dritten Album „Operation: Mindcrime“, nahmen sich die fünf Musiker von Queensrÿche zwei Jahre Zeit, um dann ihr viertes Studioalbum, bei dem es sich zugleich um eine Doppel-LP handelte, zu veröffentlichen. Im August 1990 wurde „Empire“ veröffentlicht und stieg zum erfolgreichsten Album der Band auf. Auf „Empire“ befindet sich mit „Silent Lucidity“ auch die erfolgreichste Single-Auskopplung von Queensrÿche: Die Nummer kletterte bis auf Platz 9 der amerikanischen Billboard Hot 100 und heimste zudem eine Grammy-Nominierung als bester Rock-Song einer Band ein. „Empire“ selbst hat inzwischen in den USA dreifachen Platinstatus erreicht.

Überraschend ist dieser Erfolg zum Teil durchaus. Dies gilt sicherlich nicht für das Lied „Silent Lucidity“, welches wahrlich eine tolle Nummer darstellt. Genau so wünscht man sich ein Rockballade. Langsam und überaus melodiös und eingängig. Dazu eine kleine Steigerung, die durch den Einsatz der Streicher erzielt wird und fertig ist der Ohrwurm. Lohnt sich auf jeden Fall. In Bezug auf die restlichen Titel ist „Empire“ deutlich uneinheitlicher geraten als noch der Vorgänger „Operation: Mindcrime“. Der rote Faden will nicht so recht zum Vorschein kommen. Dies soll allerdings nicht bedeuten, dass die Musik auf „Empire“ langweilig oder gar schlecht wäre. Nein, ganz bestimmt nicht, aber sie ist nicht mehr ganz so innovativ, wie noch der Vorgänger. Die einzelnen Titel sind gut, schaffen es jedoch nicht mehr ganz so zu zünden. Der Rock steht natürlich wieder im Vordergrund, auf irgendwelche „Gimmicks“ wurde weitestgehend verzichtet. Die einzelnen Nummern nehmen Fahrt auf und dann wir das auch so bis zum Ende des jeweiligen Titels durchgezogen.

Fazit: Jeder Musikhörer, der auf melodischen Rock steht, der immer wieder auch mal härter aus den Boxen quillt, dem wird diese Scheibe mit Sicherheit gefallen. Dazu findet sich mit „Silent Lucidity“ auch noch ein wirklich „großes“ Lied auf der Platte. Die Zutaten für ein bereicherndes Hörerlebnis sind also gegeben. Trotzdem war die Vorgängerscheibe noch ein wenig besser, da irgendwie überzeugender, noch eingängiger und spannender. Auf „Empire“ bewegt sich die Band doch allzu oft im Mainstream, davor klang das alles noch ein wenig innovativer. Aber im Mainstream wird das meiste Geld verdient, von daher sicherlich nicht überraschend, dass „Empire“ so erfolgreich wurde. Neun Punkte.

Anspieltipps: Best I Can, Empire, Silent Lucidity