Samstag, 4. Oktober 2014

Jars Of Clay – Much Afraid




Jars Of Clay – Much Afraid


Besetzung:

Dan Haseltine – vocals and percussion
Stephen Mason – guitars and backing vocals
Matt Odmark – guitars and backing vocals
Charlie Lowell – keyboards and backing vocals


Gastmusiker:

Greg Wells – drums, bass guitar
Kate St. John – english horn on “Frail”


Label: Essential Records


Erscheinungsdatum: 1997


Stil: Alternative Rock


Trackliste:

1. Overjoyed (2:58)
2. Fade To Grey (3:35)
3. Tea And Sympathy (4:52)
4. Crazy Times (3:35)
5. Frail (6:58)
6. Five Candles (You Were There) (3:49)
7. Weighed Down (3:39)
8. Portrait Of An Apology (5:44)
9. Truce (3:12)
10. Much Afraid (3:53)
11. Hymn (3:56)

Gesamtspieldauer: 46:09



Christliche Rock Musik machen die Jars Of Clay. Zwei Jahre nach ihrem Debut, welches nicht nur in religiösen Kreisen gehört wurde, legten sie mit „Much Afraid“ im Jahr 1997 ihr zweites Album vor. Das Wort „christlich“ bezieht sich dabei natürlich auf die religiös angehauchten Texte der Band, ansonsten hört man hier gut gemachten Alternative Rock, der ziemlich schnell ins Ohr geht. Alles ist melodiös, klingt harmonisch und ausgereift. Passend dazu klingt die Stimme des Dan Haseltine sehr sanft und durchaus trotzdem auch eindringlich.

Wenn man bei Jars Of Clay von Alternative Rock spricht, sollte man jedoch auch unbedingt festhalten, dass es sich hierbei um die weiche Ausprägung dieses Genres handelt. Richtig gerockt wird da höchstens mal phasenweise. Ansonsten überwiegen ganz klar die sanften und eher zerbrechlichen Töne, obwohl hier mitnichten von weichgespülter Musik gesprochen werden kann. Der Rhythmus wird immer wieder angezogen, jedoch bleibt die eher softere Grundausrichtung der einzelnen Nummern immer erhalten.

Noch kurz etwas zu den Texten. Diese sind weder missionierend oder sonst irgendwie fordernd gehalten. Meistens auch nicht ganz eindeutig. Man muss häufig schon wissen, welchen Hintergrund die Band hat, um hier oftmals die christlichen Botschaften auch heraushören zu können – zumindest meistens. Von daher dürften auch Agnostiker und Atheisten wohl kaum Probleme mit der Musik von Jars Of Clay bekommen.

Fazit: Wer auf weiche und melodische Pop- und Rock-Musik steht, der kann mit den Jars Of Clay kaum etwas falsch machen – und schon gar nicht mit diesem Album. „Much Afraid“ ist angefüllt mit sehr eingängiger Musik, die niemals zum Tanzen anregt, dafür umso mehr zum Träumen und Relaxen. Reinen Hard Rock Freunden wird es vielleicht zu soft sein, allen anderen dürfte das gefallen. Neun Punkte.

Anspieltipps: Crazy Times