Dienstag, 5. August 2014

Various Artists – Da, Da, Da, Das War Die Neue Deutsche Welle




Various Artists – Da, Da, Da, Das War Die Neue Deutsche Welle


Besetzung:

19 verschiedene Bands


Label: Repertoire Records & Tapes


Erscheinungsdatum: 1989


Stil: Neue Deutsche Welle


Trackliste:

1. Joachim Witt - Goldener Reiter (4:41)
2. Steinwolke - Katherine, Katherine (3:25)
3. Hubert Kah - Sternenhimmel (3:07)
4. Frl. Menke - Hohe Berge (2:50)
5. Trio - Dadada, Ich Lieb Dich Nicht, Du Liebst Mich Nicht (3:24)
6. Andreas Dorau und die Marinas - Fred Vom Jupiter (2:43)
7. DÖF - Codo (3:14)
8. Combo Colossale - Puppen Weinen Nicht (3:25)
9. UKW - Sommersprossen (3:38)
10. Extrabreit - Hurra, Hurra Die Schule Brennt (2:34)
11. Ideal - Eiszeit (2:54)
12. Peter Schilling - Major Tom (Völlig Losgelöst) (4:00)
13. Fehlfarben - (Ein Jahr) Es Geht Voran (2:52)
14. Falco - Der Kommissar (Rap' That) (3:50)
15. Za Za - Zauberstab (3:59)
16. Clit - Keine Probleme Marlene (3:17)
17. Hubert Kah - Engel 07 (3:41)
18. Grauzone - Eisbär (4:49)
19. Der Plan - Da Vorne Steht 'Ne Ampel (Neu-Mix) (2:33)
20. Vera Kaa - Bye Bye (Baby,Das War's Schon) (2:39)

Gesamtspieldauer: 1:07:35



Bei Samplern ist das immer so eine Sache. Lohnt sich das überhaupt, solch eine Zusammenstellung zu kaufen oder ist es nicht besser, die Alben einzeln zu erwerben, da sich sicherlich noch weitere Perlen auf den diversen Platten tummeln? Nun bei einzelnen Bands tendiere ich sehr stark zur ersten Alternative. Außer vielleicht ich weiß, dass mir die Band ansonsten nicht gefällt und auf dem „Best Of…“ gerade die zwei Titel befinden, die ich mag. Nicht so jedoch bei dieser Zusammenstellung einiger Hits der Neuen Deutschen Welle.

„Da, Da, Da, Das War Die Neue Deutsche Welle” ist eine sehr gelungene Zusammenstellung von Titeln, die Anfang der 80er Jahre in Deutschland zum Teil durchaus für Furore sorgten und sich lange in den Charts hielten. Natürlich hört man hier auch die Original-Interpreten, denn das soll es auch schon gegeben haben, dass solche Lieder auf einer Kompilation nachgesungen wurden. Nun ist es sicherlich eine berechtigte, Frage, was Falco mit der Neuen Deutschen Welle zu tun ha, da auch er hier auf dieser Kompilation vertreten ist, aber ansonsten sind die weiteren 19 Interpreten durchaus diesem Genre zuzuordnen. Viele der wichtigsten Vertreter der Neuen Deutschen Welle sind mit ihren erfolgreichen Titeln enthalten, sei dies Joachim Witt mit „Goldener Reiter”, Hubert Kah mit „Sternenhimmel“ und „Engel 07“, natürlich Trio mit „Da, Da, Da, ich lieb dich nicht, Du liebst mich nicht“, DÖF mit „Codo“, Ideal mit „Eiszeit“ oder Peter Schillings „Major Tom (völlig losgelöst)“. Dazu gesellen sich noch Frl. Menke, Extrabreit, Andreas Dorau und die Marinas, Grauzone und und und.

Musikalisch befinden sich hier jede Menge Ohrwürmer auf dem Album, die heutzutage auf keiner 80er Revival-Party fehlen dürfen und auch noch regelmäßig im Radio zu hören sind. Wahrlich einige Perlen der deutschen Musikgeschichte. Die Texte sind dabei natürlich überaus naiv und meist auch ohne jeglichen Anspruch, aber nicht zuletzt darin liegt wohl auch der Erfolg eines Titels wie „Da, Da, Da, ich lieb dich nicht, Du liebst mich nicht“ oder „Fred vom Jupiter“. Das bei zwanzig verschiedenen Nummern nicht alle den persönlichen Geschmack treffen, liegt dabei in der Natur der Dinge, jedoch ist die überwiegende Mehrheit der Lieder sehr hörenswert.

Fazit: Das Album ist ein Stück deutscher Musikgeschichte, mit denen zugegebenermaßen nicht alle etwas anfangen können. Die einzelnen Titel sind bis auf wenige Ausnahmen sehr gut zusammengestellt und geben einen schönen Überblick über die Musik und auch ein wenig über den Zeitgeist, der da Anfang der 80er Jahre in Deutschland herrschte. Ein wahrlich überzeugender Sampler. Elf Punkte.

Anspieltipps: Das wären hier zu viele, einfach mal reinhören.