Donnerstag, 24. April 2014

Sons Of Noel And Adrian – Knots




Sons Of Noel And Adrian – Knots


Besetzung:

Jacob Richardson – vocals, classical guitar ukulele, handclaps, (ebowed) electric guitar, whistling
Tom Cowan – classical guitar, resonator guitar, handclaps
Daniel Green – drums, vocals, handclaps, classical guitar
William Calderbank – cello, hammond organ, handclaps, piano
Michael Siddell – violin 
Marcus Hamblett – electric bass, percussion, electric guitar, piano, (ebowed) acoustic guitar, handclaps, vocals, hammond pedals, additional drums, (ebowed) banjo, cornet, double bass, euphonium, tenor horn, (slide) electric bass, ukulele, (reversed) electric bass
Alistair Strachan – cornet
Emma Gatrill – vocals, clarinet, bass clarinet, harp
Catherine Cardin – vocals
Joanne White – vocals, accordion, flute
Helen Whitaker – vocals, flute


Label: K&F Records


Erscheinungsdatum: 2012


Stil: Art Pop, Experimental


Trackliste:

1. The Yard (4:12)
2. Come Run Fun Stella Baby Mother Of The World (5:13)
3. Jellyfish Bloom (6:22)
4. Big Bad Bold (5:29)
5. Leaving Mary's Hand (3:00)
6. Cathy Come Home (4:24)
7. Black Side Of The River (6:01)
8. Matthew (4:23)
9. Heroine (4:21)

Gesamtspieldauer: 43:25



Sons Of Noel And Adrian ist ein Zusammenschluss verschiedener Musikerinnen und Musiker aus Brighton, England, die alle noch in diversen anderen Bands spielen beziehungsweise Solo-Projekte verfolgen. Im Jahr 2012 erschien das zweite Album dieser Formation unter dem Titel „Knots“. Nun, die Musik der Sons Of Noel And Adrian einzuordnen ist dabei gar nicht mal so einfach. Ist das Art Pop, Kammer Pop oder gar experimentelle Musik, wie man dies auch über die Band nachlesen kann? Von allem wohl ein bisschen. Ungewöhnlich ist diese melancholische und schwermütige Musik auf jeden Fall.

Und sie ist überaus ruhig und eindringlich gehalten. Die akustische Gitarre steht häufig im Vordergrund der Instrumentierung und wird durch diverse Streicher unterstützt. Dazu gesellt sich der zerbrechlich wirkende Gesang des Jacob Richardson, der sich perfekt in diese träumerischen Klangwelten integriert. Unterstützt wird der Gesamteindruck der Platte auch durch die mit eingebundenen weiblichen Stimmen der Emma Gatrill, Catherine Cardin, Joanne White und Helen Whitaker sowie durch perfekt arrangierte Einsätze von Kornett, Flöte und Klarinette. Und obwohl die einzelnen Titel alle im selben Stil gehalten sind, so kommt hier doch niemals auch nur der Hauch von Langeweile auf, da jede Nummer auf ihre ganz eigene Art und Weise wirkt.

Alles klingt harmonisch auf „Knots“ und ist mit Melodiösität über und über angefüllt. Wenn Musik wärmen kann, dann sicherlich auch die der Sons Of Noel And Adrian auf „Knots“. In die einzelnen Titel lässt sich bestens eintauchen und man wird in eine andere Welt entführt, die trotz der häufig vorhandenen Melancholie auch eine gewisse Leichtigkeit in sich birgt.

Fazit: Sehr „warm“ klingen die Titel auf „Knots“. Und wenn man Musik mit dem Attribut „schön“ versehen will, dann trifft diese Umschreibung zu hundert Prozent auf die zweite Scheibe der Sons Of Noel And Adrian zu. Für die Träumer unter den Musikhörern, für Leute die Musik auch abseits der Charts zu schätzen wissen, für Menschen, die das Außergewöhnliche lieben. Für all jene ist diese Platte sehr zu empfehlen. Dreizehn Punkte.

Anspieltipps: Jellyfish Bloom, Big Bad Bold