Freitag, 28. März 2014

Led Zeppelin – IV




Led Zeppelin – IV


Besetzung:

John Bonham – drums
John Paul Jones – bass guitar, electric piano, mandolin, recorders, ems vcs 3, acoustic guitar on "The Battle Of Evermore"
Jimmy Page – acoustic and electric guitar, mandolin
Robert Plant – lead and overdubbed backing vocals, tambourine, harmonica on "When The Levee Breaks"


Gastmusiker:

Sandy Denny – vocals on "The Battle of Evermore"
Ian Stewart – piano on "Rock and Roll"


Label: Atlantic Records


Erscheinungsdatum: 1971


Stil: Rock


Trackliste:

1. Black Dog (4:57)
2. Rock And Roll (3:41)
3. The Battle Of Evermore (5:52)
4. Stairway To Heaven (8:03)
5. Misty Mountain Hop (4:39)
6. Four Sticks (4:45)
7. Going To California (3:32)
8. When The Levee Breaks (7:08)

Gesamtspieldauer: 42:37



Im Grunde genommen stimmt der Name des Albums „IV“ nicht. Das vierte Album von Led Zeppelin hat nämlich überhaupt keinen Namen, ist unbetitelt und auch den Namen der Band sucht man auf dem Cover vergebens. Angeblich wollte Jimmy Page damit ausprobieren, ob sich die Musik der Band, nach dem großen Erfolg von „III“, auch ohne genaue Angaben verkaufen würde. Tat sie, dieses Album wurde sogar zum erfolgreichsten in der Diskographie von Led Zeppelin, was sicherlich nicht zuletzt an „Staiway To Heaven“ liegt. Für viele Menschen ist dies das Rock-Lied schlechthin. Nun, die Nummer ist jetzt 43 Jahre alt und begeistert zugegebenermaßen immer noch. Dieser sehr getragene Teil mit der Akustik-Gitarre, ein schöner Text und dann der Rock-Part am Ende des Liedes, das hat wahrlich was. Eingängigkeit und Spannung pur.

Aber dieses unbetitelte Album hat noch deutlich mehr zu bieten. Der Opener „Black Dog“ ist ebenfalls ein Klassiker im Repertoire der Band, den man unweigerlich mit Led Zeppelin in Verbindung bringt, selbst wenn man das Lied zum ersten Mal hören würde. „Rock And Roll“ ist der Kracher überhaupt und als Gegensatz dazu schließt sich im Anschluss daran das verspielte und leicht schwebende, akustisch instrumentierte „The Battle Of Evermore” an. Krasser Kontrapunkt, perfekt gelungen.

Und schließlich gibt es da auch noch die letzten beiden Titel „Going To California“ und „When The Levee Breaks“. Ersterer Titel ist eine wunderschöne Akustik-Nummer, die sofort ins Ohr geht und wie „Stairway To Heaven“ Ohrwurmcharakter besitzt. „When The Levee Breaks“ stammt ursprünglich von Memphis Minnie, der wohl ersten weiblichen Blues-Musikerin. Neu arrangiert, gehört auch diese Nummer zu den Höhepunkten der Platte. Die Verbindung der Mundharmonika mit dem Gitarren-Sound lässt eine gewisse Sehnsucht aufkommen und trotz des Umstandes, dass das Lied eine eher ruhigere Richtung einschlägt, groovt der Titel ungemein.

Fazit: „IV“ oder allgemein das vierte Album der Band ist eine klasse Platte. Die einzelnen Stücke sind überaus melodiös und eingängig, mal rockiger, mal ruhiger, manchmal verspielt, dann wieder sehr straight. Dazu gesellt sich diese unglaubliche Abwechslung, die einfach Spaß macht und dazu führt, dass man die Scheibe immer und immer wieder anhören kann. Fast alle Titel können hier überzeugen und hallen nach. Für Rock-Freunde sehr lohnenswert. Dreizehn Punkte.

Anspieltipps: The Battle Of Evermore, Going To California, When The Levee Breaks (“Stairway…” kennt sowieso jeder)