Mittwoch, 19. März 2014

The Flower Kings – Space Revolver




The Flower Kings – Space Revolver


Besetzung:

Roine Stolt – vocals, guitar, bass guitar
Tomas Bodin – piano, organ, synthesizer, mellotron
Hans Fröberg – vocals, acoustic guitar
Jonas Reingold – bass guitar
Jaime Salazar – drums


Gastmusiker:

Hans Bruniusson – mallet percussion, vocals
Ulf Wallander – soprano saxophone




Erscheinungsdatum: 2000


Stil: RetroProg


Trackliste:

1. I Am The Sun (Part One) (15:03)
2. Dream On Dreamer (2:42)
3. Rumble Fish Twist (8:05)
4. Monster Within (12:55)
5. Chicken Farmer Song (5:11)
6. Underdog (5:29)
7. You Don't Know What You've Got (2:39)
8. Slave To Money (7:30)
9. A Kings Prayer (6:01)
10. I Am The Sun (Part Two) (10:39)

Gesamtspieldauer: 1:16:18

Bands, die sich im Genre des Progressive Rock bewegen, haben oftmals eine Ausrichtung, die mal mehr in das Harmonische und Melodiöse hineinreicht oder sie klingen deutlich rockiger und auch experimenteller. Ober aber sie bedienen sich beider Spielarten dieser Musik und genau dies ist auch auf dem fünften Album der Flower Kings „Space Revolver“ zu hören. Da gibt es wundervoll harmonische Passagen, die angefüllt sind mit Mellotron-geschwängerten Sounds, dann jedoch auch wieder kurze Abschnitte, die fast schon an Free-Jazz erinnern. Sehr experimentell in diesem Fall.

Nun, so hört man sich durch diese knapp 80 Minuten Spielzeit und wird mal mehr gefesselt und dann wieder aus seinen musikalischen Gefühlen herausgerissen. Alles scheint laufend im Wandel zu sein und ist oftmals keinesfalls eingängig. Das ganze Album muss man sich wahrlich erarbeiten, muss man mehrmals laufen lassen, sich damit beschäftigen und irgendwie auch verinnerlichen. Und da kommt nun schon fast der berühmte Knackpunkt. Muss man Musik eher erfühlen oder überdenken? Wohl eher „erfühlen“. Die Schweden haben diese Scheibe hier mit Sicherheit bestens durchdacht, geplant und konstruiert. Leider klingt es manches Mal auch genau so. Hier wird dann nicht mehr der Bauch, sondern sehr viel eher der Kopf angesprochen. Musik trifft den Hörer allerdings überwiegend im Bauch und lässt sich deutlich weniger „erdenken“.

Trotzdem gibt es auch die schönen Stellen auf „Space Revolver“. Und zwar immer dann, wenn es ein klein wenig symphonisch wird, wenn die Töne zu schweben scheinen, einen umgarnen und mit Harmonie und Fülle zu treffen versuchen. Das klappt auch immer wieder, noch ein wenig mehr zum Ende des Albums hin, als zu dessen Beginn.

Fazit: Ein klein wenig hilflos lässt einen dieses Album der Flower Kings zurück. Ganz zweifellos gibt es hier tolle Songs zu hören, andererseits allerdings auch Titel, die einen so überhaupt nicht zu treffen verstehen. Somit bleibt ein etwas „durchwachsenes“ Album, welches es einfach nicht schafft, den Hörer durchgängig zu begeistern. Sieben Punkte.

Anspieltipps: A Kings Prayer, I Am The Sun (Part Two)