Samstag, 8. November 2014

Wovenhand – The Threshingfloor




Wovenhand – The Threshingfloor


Besetzung:

David Eugene Edwards – words and music
Pascal Humbert – bass, guitar
Ordy Garrison – drums, percussion


Label: Glitterhouse Records


Erscheinungsdatum: 2010


Stil: Alternative Rock, Alternative Country


Trackliste:

1. Sinking Hands (3:24)
2. The Threshingfloor (3:07)
3. A Holy Measure (4:20)
4. Raise Her Hands (3:55)
5. His Rest (3:16)
6. Singing Grass (3:55)
7. Behind Your Breath (4:51)
8. Truth (4:55)
9. Terre Haute (4:01)
10. Orchard Gate (5:40)
11. Wheatstraw (0:53)
12. Denver City (3:35)

Gesamtspieldauer: 45:50




Im Grunde genommen setzt David Eugene Edwards, alias Wovenhand, mit „The Theshingfloor“, dem sechsten Studioalbum seiner Nachfolgeband nach 16 Horsepower alles genau so fort, wie man es von den Alben davor auch schon kannte, beziehungsweise gehört hatte. Tieftraurige, mitunter auch marode und sehr verzweifelt klingende Musik, obwohl der Amerikaner doch eigentlich die Frohe Botschaft von Jesus Christus verbreiten möchte. Also auch der textliche Inhalt entspricht dem der vorherigen Platten.

Man benötigt dieses Mal allerdings einige Durchgänge der Platte mehr, um in dieser Musik anzukommen, da auf „The Threshingfloor“ ein herausragender Höhepunkt fehlt. Jeder Titel besitzt zwar durchaus Qualität und ist zudem sehr melodiös und eingängig geraten, jedoch wollen die einzelnen Nummern nicht unbedingt sofort hängenbleiben, von einem Wiedererkennungswert kann da, nach den ersten paar Durchläufen, sowieso nicht die Rede sein. Allerdings setzen sich die Lieder mit jedem weiteren Hören durchaus im Ohr fest. Es dauert jedoch dieses Mal ein wenig länger. Zudem, stand 16 Horsepower und auch die ersten Platten von Wovenhand noch für Alternative Country, so schlägt das Pendel bei diesem Wovenhand Album nun noch ein wenig mehr in Richtung Alternative Rock aus – und zwar in die depressive Ausrichtung dieses Genres. Alles erscheint zwar durchaus rockig, jedoch düster, verwunschen, irgendwie mystisch geartet und natürlich sehr sanft rockend. Man muss definitiv einen Hang zum Grübeln haben oder auch den grauen Seiten des Lebens etwas abgewinnen können, um mit „The Theshingfloor“ etwas anfangen zu können.

Neu ist jedoch der Hang des David Eugene Edwards zur Weltmusik. Man hört hier indianische Klänge, orientalisch angehauchte Stücke und auch indische Passagen. Ein weiteres Indiz dahingehend, dass Alternative Country bei Wovenhand nicht mehr so direkt auf der Speisekarte steht. Überraschend übrigens auch, dass der Album-Titel einen Rechtschreibfehler enthält. Ob das beabsichtigt ist entzieht sich meiner Kenntnis, allerdings fällt mir auch keine andere Platte ein, bei der dies der Fall ist.

Fazit: 16 Horsepower und Wovenhand Fans werden auch diese Scheibe lieben. Die Musik des David Eugene Edwards besitzt schon ein gewisses Alleinstellungsmerkmal, ist unverwechselbar und diese Musik findet man auch auf „The Threshingfloor“. Alles wirkt nach einer gewissen Zeit und Ausfälle gibt es keine zu beklagen, trotzdem gibt es noch gelungenere Platten von Wovenhand. Neun Punkte.

Anspieltipps: Sinking Hands, Singing Grass



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