Mittwoch, 3. Juli 2013

Genesis – A Trick Of The Tail




Genesis – A Trick Of The Tail


Besetzung:

Tony Banks – pianos, synthesizers, organ, mellotron, 12-string guitar, backing vocals
Phil Collins – drums, percussion, lead and backing vocals
Steve Hackett – electric guitar, 12-string guitars
Michael Rutherford – 12-string guitar, basses, bass pedal


Label: Virgin Records


Erscheinungsdatum: 1976


Stil: Progressive Rock


Trackliste:

1. Dance On A Volcano (5:58)
2. Entangled (6:27)
3. Squonk (6:31)
4. Mad Man Moon (7:35)
5. Robbery, Assault And Battery (6:19)
6. Ripples (8:06)
7. A Trick Of The Tail (4:35)
8. Los Endos (5:52)

Gesamtspieldauer: 51:22



Zwei Jahre hat es gedauert, bis Genesis nach dem Ausscheiden von Peter Gabriel mit „A Trick Of The Tail“ 1976 schließlich ihr siebtes Studio-Album veröffentlichten. Phil Collins hatte nun den Gesangspart übernommen und das tat er sehr in Anlehnung an Peter Gabriel, sodass dieser stimmliche Einschnitt in der Band weniger Spuren hinterließ, als die Fans damals befürchteten.

Die Musik hatte sich allerdings ein wenig verändert. Sie ist nicht mehr ganz so eingängig und melodiös wie noch auf den vorherigen Veröffentlichungen, zumindest stimmt das immer wieder zum Teil. Zwar gibt es auch auf „A Trick Of The Tail“ noch diese wirklich tollen und eingängigen Lieder, für die man als Beispiel „Entangled“, „Mad Man Moon“, „Ripples“ und den Titeltrack „A Trick Of The Tail“ anführen kann, doch auch etwas „härtere“ Töne haben Einzug in die Musik von Genesis gehalten. „Dance On A Volcano“, „Robbery, Assault And Battery“, „Los Endos“ und vor allem „Squonk“ stehen dafür stellvertretend. Die Musik der Band wurde nun auch ein wenig experimenteller, es wurden neue Sounds, kraftvollere Töne ausprobiert.

„A Trick Of The Tail“ hält selbstverständlich noch richtig tolle progressive Musik für den Hörer parat. Wieder gibt es wunderschöne Instrumentalpassagen, überraschende Wechsel in Tempo und Rhythmus und eben auch diese, einen ergreifenden Melodien, die man nach dem Hören nicht mehr missen möchte. Dazu gesellen sich erneut sehr schöne und phantasiereiche Texte, die oft Geschichten erzählen, sodass sich diesbezüglich ein Mitlesen oder genaues Mithören durchaus lohnt.

Fazit: Genesis ohne Peter Gabriel würde anders sein, das war klar. Aber so viel anders wurde es gar nicht, es wurden allerdings Spektren hinzugefügt, die es vorher in der Musik der Band noch nicht gab. Das ging ein wenig zu Lasten der Melodiösität der Titel, macht diese dadurch allerdings auch treibender und fordernder und vielleicht für den einen oder anderen Hörer sogar interessanter. Genesis hatte sich weiterentwickelt. Ob dies hin zum Guten oder weniger Guten passierte, das muss jeder Hörer für sich selbst entscheiden. Ob dies hin zum Guten oder weniger Guten passierte, das liegt ganz im Ohr des Zuhörers. Zwölf Punkte.

Anspieltipps: Entangled, A Trick Of The Tail