Dienstag, 31. Dezember 2013

CocoRosie – La Maison De Mon Rêve




CocoRosie – La Maison De Mon Rêve


Besetzung:

Bianca “Coco” Casady – all instruments and vocals
Sierra “Rosie” Casady – all instruments and vocals


Label: Touch And Go Records


Erscheinungsdatum: 2004


Stil: Post Rock, Art Pop, Freak Folk


Trackliste:

1. Terrible Angels (4:10)
2. By Your Side (4:00)
3. Jesus Love's Me (3:11)
4. Good Friday (4:23)
5. Not For Sale (1:20)
6. Tahiti Rain Song (3:37)
7. Candy Land (2:56)
8. Butterscotch (3:09)
9. West Side (1:25)
10. Madonna (3:49)
11. Hatian Love Songs (4:56)
12. Lyla (4:04)

Gesamtspieldauer: (41:00)




Was soll eigentlich „Freak Folk“ sein? Nun, wenn man dem Debut Album, der beiden in Paris lebenden amerikanischen Schwestern „La Maison De Mon Rêve“ lauscht, dann weiß man, was damit gemeint ist. Ganz sanfte Musik, äußerst spartanisch instrumentiert, unterfüttert mit quietschenden Geräuschen, Rattern, Rauschen, Fiepsen, Vogelzwitschern oder aber Klängen, die man so gar nicht mehr zuordnen kann. Dazu gibt es immer wieder einen Gesang zu hören, der oftmals zwischen Mickey Mouse und kleines Mädchen hin- und herwechselt, dann wieder sehr weiblich klingt.

Nun, Folk Musik ist das in gewissem Sinne schon noch, allerdings in einer sehr experimentellen Art und Weise. Das Ganze klingt im Grunde genommen niemals atonal, obwohl dem Hörer eine richtiggehende melodiöse Struktur in den einzelnen Titeln auch nicht sofort ins Ohr springt. Und dann, nach dem mehrmaligen Hören scheint das Feld bestellt zu sein, denn auch wenn die einzelnen Lieder zunächst nur sanft, weich und zerbrechlich klingen, tritt mit jedem weiteren Durchlauf auch die den Titeln innewohnende Harmonie immer deutlicher zutage. Es wird eine sehr intensive Stimmung geschaffen, die ihresgleichen sucht. Alles wirkt zudem traurig und ein wenig depressiv, was nicht zuletzt auf diese sehr zurückhaltende Instrumentierung in Verbindung mit dem außergewöhnlichen Gesang zurückzuführen ist.

Richtig schön eingängig, obwohl ebenfalls „verziert“ mit allerhand seltsamen Geräuschen, wird es bei „Good Friday“. Hier kann man diese folkige Stimmung bestens genießen und in ihr eintauchen. Das andere „Extrem“ wäre dagegen zum Beispiel die Nummer „Tahiti Rain Song“. Hier hört man zu Beginn einen Regenguss und es wird, bis auf ein klein wenig sehr gedämpfte Perkussion, im weiteren Verlauf weitestgehend auf eine Instrumentierung verzichtet. Eine Flöte füllt zwar die Parts aus, an denen der sehr weit entfernt wirkende Gesang nicht zu hören ist, was jedoch nichts mehr an der experimentellen Struktur dieses Liedes ändert. Lieblicher wird es danach gleich wieder mit „Candy Land”, hier ist schließlich, erneut neben einigen undefinierbaren Hintergrundgeräuschen, eine sehr schöne Harfenmelodie zu hören, die angefüttert wurde mit dezentem, textlosen Soprangesang.

Fazit: „La Maison De Mon Rêve” ist ein sehr weibliches und sanftes Album geworden. Trotz der einheitlichen und tieftraurigen Atmosphäre, hält diese Platte sehr viel Abwechslung für den Hörer parat. Auf der Scheibe findet sich Musik, die man sicherlich nicht immer und auch nicht bei jeder Gelegenheit hören kann, die allerdings in den ruhigen Momenten des Tages ihre Stärke ausspielt. Es sind schon sehr spezielle und irgendwie „anders“ geratene Töne, die uns die beiden Schwestern hier präsentieren – und zwar in einer sehr spannenden Art und Weise. Zehn Punkte.

Anspieltipps: Terrible Angels, Good Friday, Candy Land



Montag, 30. Dezember 2013

Fever Ray – Fever Ray




Fever Ray – Fever Ray


Besetzung:

Fever Ray – vocals, engineer, mixing


Gastmusiker: 

Christoffer Berg – engineer, mixing (all tracks)
Henrik Jonsson – mastering
Hampus Lundgren – double bass (8)
Cecilia Nordlund – vocals (9)
Van Rivers & The Subliminal Kid – engineer, mixing


Label: Rabid Records


Erscheinungsdatum: 2009


Stil: Electronic Pop


Trackliste:

CD:

1. If I Had A Heart (3:49)
2. When I Grow Up (4:31)
3. Dry And Dusty (3:45)
4. Seven (5:10)
5. Triangle Walks (4:23)
6. Concrete Walls (5:40)
7. Now's The Only Time I Know (3:59)
8. I'm Not Done (4:20)
9. Keep The Streets Empty For Me (5:40)
10. Coconut (6:48)
11. Stranger Than Kindness (5:03)
12. Here Before (3:16)

Gesamtspieldauer CD: 56:25


DVD:

1. If I Had A Heart (3:59)
2. When I Grow Up (3:55)
3. Triangle Walks (3:38)
4. Seven (3:41)
5. Stranger Than Kindness (4:33)
6. Fever Ray Tour Trailer 2009 (0:36)

Gesamtspieldauer DVD: 20:22




Karin Elisabeth Dreijer Andersson heißt der eine Teil des schwedischen elektronischen Indie-Duos von The Knife. Hier, mit Fever Ray, wandelt die Schwedin auf Solo-Pfaden. Mit Fever Ray betitelte sie das Album und genau denselben Namen verpasste sich die Schwedin ebenfalls auf der Platte.

Nun, wer auf Musik steht, in denen Gitarren und ein richtiges Schlagzeug eingesetzt werden, die oder der dürfte ein großes Problem mit Fever Ray haben, denn auf diesem Album hört man synthetischen Pop in reinster Ausprägung. Alles klingt ein wenig künstlich und verströmt dabei eine traurige bis fast schon düstere Stimmung. Dies liegt nicht zuletzt am Gesang von Fever Ray, der irgendwie verzweifelt wirkt und immer wieder verfremdet wird. Die Songs sind durch die Bank weg ruhige Nummern, im Grunde genommen nicht tanzbar und verströmen diese häufig sehr depressiv wirkende Atmosphäre.

Dieser Umstand wiederum muss nichts Schlechtes bedeuten, denn wenn man sich auf diese Musik einlassen kann, dann hat das wahrlich was. Etwas ganz Spezielles und Besonderes in das sich einzutauchen lohnt, wenn man nicht sowieso gerade schon nicht sonderlich gut drauf ist. In diesem Fall bestände nämlich allergrößte Suizidgefahr. Ansonsten aber, lohnt sich das Hören der Musik von Fever Ray. Musik zum Entspannen und darin Eintauchen, Musik zum sich Gehenlassen, Lieder zum Träumen. Mit der Special Edition bekommt man zusätzlich zwei Bonus-Lieder auf der CD, die von ihrer Machart her den restlichen Titeln entsprechen. Dazu gibt es dann auch noch eine DVD, die fünf Musikvideos zu den Stücken der CD sowie einen kurzen Tour-Trailer enthält.

Fazit: Redundante Loops, tieftraurige und melancholische Musik, die immer melodiös bleibt, bekommt man auf Fever Ray geboten. Keinen Rock oder aber Pop, der aus Strophe – Refrain – Strophe - Refrain besteht. Alles scheint im Fluss zu sein, eine einmal eingeschlagene Geschwindigkeit wird genau wie die Stimmung selbst beibehalten. Das ist keine Musik, die man täglich hören muss oder auch kann, dazu bedarf es schon gewisser, spezieller Situationen, frei von jeglichem Stress, damit diese Lieder auch richtig zur Geltung kommen und ihre Schönheit entfalten können. Und genau für diese Situationen lohnt sich auch die Anschaffung der CD. Zehn Punkte.

Anspieltipps: Seven, Now's The Only Time I Know, Keep The Streets Empty For Me



Sonntag, 29. Dezember 2013

Sigrid und Marina – Das Beste aus Heimatgefühle




Sigrid und Marina – Das Beste aus Heimatgefühle


Besetzung:

Sigrid Hutterer – Gesang
Marina Hutterer – Gesang


Gastmusiker: 

Fritz Koch – Gitarre
Thomas Wallisch – Gitarre
Gerhard Zwickl – Trompete
Andreas Pirringer – Querflöte, Klarinette
Dan Aldea – Geige
Edith Prock – Chor
Michaela Kollar – Chor
Herbert Moser – Chor
Christian Zierhofer – Chor
Manfred Gradwohl – Akkordeon, Gitarre, Baritan, Trompete


Label: VM Records Vertriebsgesellschaft


Erscheinungsdatum: 2013


Stil: Volksmusik, Volkstümliche Musik


Trackliste:

1. Blumen aus den Bergen (2:20)
2. Das Schwalbenlied (2:54)
3. Liebe Mutter (3:08)
4. I möcht gern Dei Herzklopfen hörn (2:42)
5. Geiger der Berge (2:55)
6. Bei uns in Österreich (3:06)
7. Madonna, schwarze Madonna (3:43)
8. Mit an Herz und mit an G'fühl (3:37)
9. Edelweiß (The Sound Of Music) (3:15)
10. Ave Maria, wenn ich ein Glöcklein wärm (2:50)
11. Frauenkäferl (3:17)
12. Wo der Wildbach rauscht (3:04)
13. Auf silbernen Spuren (3:11)
14. Mariandl (3:26)
15. Herrgottsjodler (3:27)
16. Sag mir Dein Sternzeichen (2:53)
17. Ein Servus aus dem Alpenland (2:44)
18. Liebesjodler (3:13)
19. Wie groß bist Du (3:25)
20. Seeroserl (2:55)

Gesamtspieldauer: 1:02:22




Okay, das passt jetzt überhaupt nicht hier auf diese Seiten. Da ich aber alle meine Platten und CD’s hier besprechen möchte, gehört auch diese CD dazu – und von daher passt es dann doch wieder. Und wenn man diese CD dann auch noch von einer guten Freundin geschenkt bekommt, dann muss man auf diesen Seiten auch darüber ein paar Worte verlieren dürfen. Volkstümliche Musik ist eigentlich nicht so mein Ding. Sigrid und Marina wählen hier auf „Das Beste aus Heimatgefühle“ aber zum Teil einen anderen Weg, indem traditionelle Stücke neu bearbeitet und interpretiert werden und es dann doch wieder „richtige“ Volksmusik ist. Und wenn es sich um echte Volksmusik handelt, dann kann ich damit auch etwas anfangen.

Wenn man sich im Bierzelt befindet oder auf diversen Festen bewegt, dann braucht man auch Lieder, bei denen man mal auf dem Tisch stehen und mitsingen oder aber mitschunkeln kann. Genau so ein Album ist „Das Beste aus Heimatgefühle“. Stimmungsmusik, die dazu gemacht wurde, Atmosphäre in diesen Momenten zu schaffen, wobei die Musik gar nicht plump daherkommt. Die beiden Schwestern aus dem österreichischen Salzkammergut haben wahrlich sehr schöne Stimmen, die genau dafür geschaffen wurden, nämlich Atmosphäre und eine gewisse Stimmung zu schaffen. Das angenehme daran ist wahrlich, dass nicht allzu oft auf diesen „Schlager-Rhythmus“ zurückgegriffen wird, der von der Rhythmusmaschine erzeugt wird und einem Musikfreund schon immer Tränen in die Augen trieb.

Fazit: Schlagerfans kommen hier mit Sicherheit auf ihre Kosten, allerdings auch Hörer, die eher der traditionellen bayerischen, beziehungsweise österreichischen Volksmusik zugewandt sind. Das Album ist so eine kleine Mischung von allem. Sehr gewöhnungsbedürftig sind dabei natürlich manchmal die Texte, die nach Friede, Freude und Eierkuchen klingen. Wer so etwas mag und auch auf volkstümliche Musik steht und hübsche, junge Damen im Dirndl toll findet, die oder der wird hier auch was für sich finden. Neun Punkte.

Anspieltipps: Mit an Herz und mit an G'fühl, Mariandl



Samstag, 28. Dezember 2013

Metallica – Master Of Puppets




Metallica – Master Of Puppets


Besetzung:

James Hetfield – rhythm guitar, vocals
Lars Ulrich – drums
Cliff Burton – bass, backing vocals
Kirk Hammett – lead guitar


Label: Vertigo


Erscheinungsdatum: 1986


Stil: Trash Metal, Speed Metal


Trackliste:

1. Battery (5:13)
2. Master Of Puppets (8:35)
3. The Thing That Should Not Be (6:36)
4. Welcome Home (Sanitarium) (6:27)
5. Disposable Heroes (8:17)
6. Leper Messiah (5:40)
7. Orion (8:27)
8. Damage Inc. (5:32)

Gesamtspieldauer: 54:47




„Master Of Puppets” aus dem Jahr 1986 ist das dritte Studio-Album von Metallica und gleichzeitig das letzte, welches mit Basser Cliff Burton eingespielt wurde. Dieser verstarb noch im selben Jahr, als der Tour-Bus der Band in Schweden von der Straße abkam. Während die anderen Mitglieder mit leichten Verletzungen oder dem Schrecken davonkamen, wurde Cliff Burton dabei tödlich verletzt. Aber nicht nur deshalb gilt „Master Of Puppets“ als Kult-Album unter Heavy Metal- und ganz besonders Metallica-Fans. Es ist der Stil, dem hier gefrönt wird. Auf späteren Alben der Band klingt Metallica sehr viel massen- und radiotauglicher.

„Master Of Puppets“ kennt keine Kompromisse. Das ist Trash Metal in Vollendung und die Platte gilt als stilprägend für genau dieses Genre. Viele Kritiker und Fans weisen immer wieder darauf hin, dass alles, was nach diesem Album von Metallica veröffentlicht wurde, nur noch ein Abklatsch dieses Meilensteins sei. Eine Meinung, die man bei genauerer Betrachtung der Diskographie von Metallica so nicht eins zu eins übernehmen muss.

Die Lieder werden auf „Master Of Puppets“ meist sogar sanft mit akustischer Gitarre eingeleitet, bis die Musik schließlich überaus brachial losbricht und sich ihren Weg bahnt. Selbst Headbanging ist da mitunter nicht mehr möglich, will man nicht Gefahr laufen eine Gehirnerschütterung zu erleiden. Dazu sind die Riffs häufig viel zu schnell eingespielt, was für die damalige Zeit eine echte Innovation darstellte. Hochgeschwindigkeits-Rock ohne jegliche Verweichlichung eben.

Klar ist dabei auch, dass derjenige Hörer, der auf eine Melodie und deren Führung abfährt, hier seine Schwierigkeiten haben dürfte. Das ist auch nicht das Ansinnen dieser Musik. Hier geht es um Rock, um schweren Rock, der kraftvoll und knallhart aus den Boxen strömen soll. Und genau das erreicht Metallica auch mit diesem Album. Und wer dann noch ein Gespür beziehungsweise eine Ader für diese Art der Musik sein Eigen nennt, die oder der erkennt auch hier die Melodie, die Harmonie, die Eingängigkeit. Und eben diese blitzt besonders hervor bei den Titeln „Welcome Home“, „Orion“ und dem Titelstück „Master Of Puppets“.

Fazit: Okay, das Überalbum ist es für mich nicht, dazu ist mein Musikgeschmack wohl auch zu differenziert. Trotzdem kann ich auch dieser Platte einiges abgewinnen, die deutlich härter ist als alles, was jemals von AC/DC produziert wurde. Ansonsten kann man feststellen, dass viele Platten diesen oder jenen Musikgeschmack bedienen. Bei „Master Of Puppets“ von Metallica ist dies nicht so. Hier muss man ein Heavy Metal Fan sein, um dem Album etwas abgewinnen zu können. Das ist definitiv nichts für Pop-Freunde oder Mainstream-Fanatiker. Für meinen Musikgeschmack neun Punkte. Aber durch die Stellung des Albums in Bezug auf den Heavy Metal muss ich da einfach noch einen Punkt zugeben. Zehn Punkte.

Anspieltipps: Master Of Puppets, Welcome Home (Sanitarium), Orion



Freitag, 27. Dezember 2013

Eagles – Eagles




Eagles – Eagles


Besetzung:

Glenn Frey – rhythm guitar, lead guitar, slide guitar, harmonica, keyboards, lead vocals
Don Henley – drums, guitar, lead vocals
Randy Meisner – bass guitar, guitar, lead vocals
Bernie Leadon – lead guitar, mandolin, banjo, lead vocals


Label: Warner Music Group


Erscheinungsdatum: 1972


Stil: Country Rock, Rock


Trackliste:

1. Take It Easy (3:33)
2. Witchy Woman (4:12)
3. Chug All Night (3:16)
4. Most Of Us Are Sad (3:36)
5. Nightingale (4:08)
6. Train Leaves Here This Morning (4:10)
7. Take The Devil (4:01)
8. Earlybird (3:00)
9. Peaceful Easy Feeling (4:18)
10. Tryin' (2:53)

Gesamtspieldauer: 37:07




Mal ein wenig rockiger, ein anderes Mal etwas mehr nach Country klingend, so gebiert sich das Debut Album der Eagles unter dem gleichen Namen aus dem Jahr 1972. Aber dem Abwechslungsreichtum ist noch kein Ende gesetzt, denn es gibt auch getragenere Stücke, wie zum Beispiel „Most Of Us Are Sad“, auf „Eagles“ zu hören. Und trotz dieser verschiedenen Musikstile klingt das Album sehr einheitlich, weist keine stilistischen Ausbrüche auf, die nicht in den Gesamtkontext dieses Albums passen würden.

Eines der bekanntesten Stücke der Eagles findet sich ebenfalls auf dem Album. Gleich zu Beginn ist „Take It Easy“ zu hören, welches Glenn Frey zusammen mit Jackson Browne komponierte. Und dieser Titel kann sogar ein wenig stellvertretend für die übrigen Lieder der US-Amerikaner auf ihrem Debut-Album stehen, denn die Zutaten Rock und Country sind in diesem Track bestens vereint.

Positiv herauszuheben ist auf „Eagles“ in jedem Fall der toll abgestimmte Gesang, der sich mehrstimmig perfekt arrangiert über das ganze Album hinwegzieht. Das war es dann aber auch schon mit den positiven Dingen, denn jetzt bricht unweigerlich meine europäische Herkunft durch, die die Eagles immer dann besser findet, wenn sie rocken und die nur sehr wenig mit diesen Country-Anleihen anzufangen weiß. Nicht weiter überraschend ist von daher, dass solch ein Song wie „Take The Devil“ bei mir noch am ehesten Verzücken hervorrufen kann. Zwar ebenfalls kein „Kracher“, allerdings eine schöne Rock-Nummer, mal etwas langsamer gehalten, dann wieder im Mid-Tempo angesiedelt mit einem klasse Gitarrensolo garniert.

Auch so ein Titel wie „Earlybird“, der nur so angefüllt ist mit Humor, der hat natürlich was. Und hier passt das Banjo jetzt natürlich hervorragend. Ein Instrument, welches ebenfalls ganz eindeutig dem Country zugerechnet werden kann und hier auch seinen ganz speziellen Reiz beweist.

Fazit: Nun, diese erste Platte der Eagles hat natürlich was. Und zwar immer dann, wenn es rockiger oder wie im Falle von „Earlybird“ etwas anders wird. Ansonsten gibt es hier jede Menge Sudstaaten-Country-Rock, den man einfach lieben muss – oder das einfach nicht kann. Ich gehöre da eher zur letzten Fraktion. Die Platte taucht in der Liste der 500 besten Alben aller Zeiten des Rolling Stones Magazine aus dem Jahr 2003 auf Platz 374 auf. Damit wäre es das zweitbeste Album der Eagles. Für mich nicht ganz nachvollziehbar, aber über Musikgeschmack lässt sich ja bekanntlich trefflich streiten. Sechs Punkte.

Anspieltipps: Take It Easy, Take The Devil, Earlybird



Donnerstag, 26. Dezember 2013

Hawkwind – Astounding Sounds, Amazing Music




Hawkwind – Astounding Sounds, Amazing Music


Besetzung:

Robert Calvert – vocals
Dave Brock – electric guitar, keyboards, backing vocals
Nik Turner – saxophone, flute, vocals (on "Kadu Flyer")
Paul Rudolph – bass guitar, electric guitar
Simon House – violin, keyboards
Simon King – drums
Alan Powell – drums


Label: Cherry Red Records


Erscheinungsdatum: 1976


Stil: Space Rock, Rock


Trackliste:

1. Reefer Madness (6:03)
2. Steppenwolf (9:46)
3. City Of Lagoon (5:12)
4. The Aubergine That Ate Rangoon (3:37)
5. Kerb Crawler (3:47)
6. Kadu Flyer (5:32)
7. Chronoglide Skyway (4:42)

Bonus Tracks:


8. Honky Dorky (3:17)
9. Kerb Crawler (3:44)
10. Back On The Streets (3:06)
11. The Dream Of Isis (2:57)

Gesamtspieldauer: 51:42




Manchmal muss man sich eben selbst loben. Nicht viel anders kann man den Titel des sechsten Hawkwind Albums „Astounding Sounds, Amazing Music“ deuten. Robert Calvert war nun festes Mitglied der Band geworden und die Musik bewegt sich auf der Platte irgendwo zwischen Space-Sound und Rock. Nun, ist die Musik auf dieser Platte aber wirklich so „erstaunlich“, wie es uns die Band mit dem Album-Titel weismachen will? Wie so oft, so liegt auch hier die Wahrheit irgendwo in der Mitte.

Zutreffend ist dieses Adjektiv sicherlich bei den ersten beiden und längsten Titeln der Platte. „Reefer Madness” startet mit einer Zugsirene und dem Rattern eines ankommenden Zuges, rockt dann los und ist phasenweise sogar sehr eingängig, was nicht zuletzt an dem tollen Pianopart im Refrain liegt. Ausgedehnte Instrumentalpassagen gibt es hier ebenfalls zu hören, in die startende Flugzeuge mit integriert wurden und dann weist das Lied wieder Abschnitte auf, die von verfremdeten Stimmen leben. Das Ganze klingt sehr psychedelisch und geht schließlich erneut in diesen wahrlich schönen und treibenden Pianoteil über.

„Steppenwolf” bezieht sich auf den gleichnamigen Roman von Hermann Hesse und fällt am ehesten wohl ebenfalls in die Kategorie Psychedelic Rock. Und da darf es natürlich auch nicht fehlen, dass Robert Calvert zumindest einen Satz immer wieder auf Deutsch wiedergibt: „Isch weiß nicht, was isch sagen soll!“ Klasse gelungen ist hier die ganze Atmosphäre des Liedes, die durch schöne Violin-Läufe und abschnittsweise auch durch einen fetten Orgel-Sound untermalt wird.

„City Of Lagoon” und „The Aubergine That Ate Rangoon” sind im Anschluss daran etwas spacige Instrumental-Nummern, die dann aber so gar nicht mehr “erstaunlich”, sondern eher ein wenig langweilig klingen. Auch „Kerb Crawler” kann nicht so richtig überzeugen. Ein Rock-Song, unterfüttert mit spacig klingenden Keyboard-Einschüben. Besser wird es da schon wieder mit „Kadu Flyer”. Ein sehr melodiöses Stück im Mid-Tempo. Sicherlich nicht der Höhepunkt im Schaffen von Hawkwind, trotzdem eine ganz nette Nummer, was nicht zuletzt an der zweiten Hälfte des Liedes liegt, welches ein wenig experimentell geraten ist und in dem dieses Mal eine Sitar und orientalische Klänge dazu eingesetzt werden, einen psychedelischen Eindruck zu hinterlassen. Dies bewirkt darüber hinaus, dass in dem Lied eine fast schon meditative Stimmung erzeugt wird. Das ursprünglich letzte Lied der Platte war „Chronoglide Skyway”, eine sehr sphärische und auch wieder spacige Instrumental-Nummer, die nur allzu typisch ist für den Klang von Hawkwind.

Auf der 2009 wiederveröffentlichten und remasterten Version des Albums sind vier Zugaben den offiziellen Stücken angehängt worden. „Honky Dorky“ ist dabei ein Lied, welches einmal mehr auf die „Macht“ des Repetitiven in der Musik setzt. Im Grunde genommen ist das Stück ein langes Synthesizer-Solo, in dem ein immer wieder wiederholter und unverständlicher Satz mantraartig wiedergegeben wird. „Kerb Crawler” wird in einer etwas anderen Single-Version wiedergegeben. Bei „Back On The Streets” handelt es sich um einen sehr langweiligen Rock-Song, der so gar nichts Besonderes aufweist, wohingegen „The Dream Of Isis” wieder dieses meditative Moment aufgreift, sphärisch und ein klein wenig hektisch klingt und dabei trotzdem noch hörenswert bleibt.

Fazit: „Astounding Sounds, Amazing Music“ lebt ganz klar von den ersten beiden Liedern. Dieses können durchaus auch den Stempel „erstaunlich“ tragen. Noch besser wäre vielleicht sogar „ungewöhnlich“. Der ganze Rest der Platte ist dann – vielleicht noch mit Ausnahme von „Kadu Flyer” – längst nicht mehr so überzeugend. Entweder handelt es sich dann um etwas sphärische Instrumentalmusik oder aber um biederen Rock, den man glaubt schon hunderte Male gehört zu haben, ohne dass er einen jemals berührt hätte. Nein, richtig toll ist das Album nicht mehr. Da gibt es Besseres von Hawkwind. Neun Punkte.

Anspieltipps: Reefer Madness, Steppenwolf, Kadu Flyer



Mittwoch, 25. Dezember 2013

Woven Hand – Woven Hand




Woven Hand – Woven Hand


Besetzung:

David Eugene Edwards – vocals and all instruments


Gastmusiker:

Stephen Taylor – electric guitar on 1, 2, 7, 8, 9
Daniel McMahon – piano, vocal, organ on 5, 8


Label: Glitterhouse Records


Erscheinungsdatum: 2002


Stil: ArtPop, Post Rock, Alternative Country, NeoFolk


Trackliste:

The Good Hand (4:10)
My Russia (3:44)
Blue Pail Fever (4:58)
Glass Eye (3:01)
Wooden Brother (5:07)
Ain't No Sunshine (2:54)
Story And Pictures (4:55)
Arrowhead (3:27)
Your Russia (4:16)
Last Fist (4:12)

Gesamtspieldauer: 40:43




Noch vor der letzten Studio-Album-Veröffentlichung von 16 Horsepower im August 2002, veröffentlichte David Eugene Edwards im März desselben Jahres sein erstes Solowerk unter dem Titel Woven Hand. Dies war gleichzeitig der Titel seines neuen Projekts, wie auch der Name des Albums. Vier Nummern dieser Platte wurden in leicht veränderter Version auch auf der Platte „Blush Music“ veröffentlicht – Musik für das Tanzprojekt des Belgiers Wim Vandekeybus. Dieses erschien ebenfalls 2002.

Die Texte des David Eugene Edwards sind meist religiöser Natur und sehr eindringlich. Die Musik selbst klingt melancholisch bis tieftraurig, die Moll-Akkorde stehen im Vordergrund und dazu gesellt sich noch eine gewisse Experimentierfreude des Amerikaners, der auch sphärische oder aber schräge Töne immer wieder in seine Stücke mit einbaut. Zum Teil wirken die Songs auch fast schon ein klein wenig meditativ, wenn bestimmte Akkorde immer und immer wiederholt werden. Tief verträumt und melancholisch klingt das Ganze und hat im Grunde genommen nur noch am Rande etwas mit dem Alternative Country zu tun, für den die Band 16 Horsepower stand. Die Musik driftet sehr viel eher in die Richtung melodischer ArtPop.

Nun, eingängig sind die Stücke wahrlich, die auch die Fähigkeit besitzen, mit jedem weiteren Hören noch ein wenig zu wachsen. Sehr unaufdringlich wird hier gerockt, der Stille wird ein immer wiederkehrender Raum richtiggehend eingeräumt, ganz so, als ob uns David Eugene Edwards Zeit für das Sammeln der Gedanken und Gefühle einräumen möchte, wenn wir seiner Musik lauschen.

Fazit: Wer keine Probleme damit hat, dass es sich bei der Musik von Woven Hand um sehr religiöse Lieder handelt und gerne etwas „abgefahrenere“ und melancholische Musik liebt, dem sei dieses Album sehr ans Herz gelegt. Alles klingt hier, ist eingängig und mitunter einfach nur schön anzuhören. Ein traurig gestimmtes Album zwar, jedoch auch eines, welches durch seine Musik sehr ergreifend wirkt. Zwölf Punkte.

Anspieltipps: The Good Hand, Wooden Brother, Arrowhead



Dienstag, 24. Dezember 2013

David Bowie – Diamond Dogs




David Bowie – Diamond Dogs


Besetzung:

David Bowie – vocals, guitars, saxophones, moog synthesizer, mellotron


Gastmusiker:

Earl Slick – guitar on "Rock 'n' Roll with Me"
Mike Garson – keyboards
Herbie Flowers – bass guitar
Tony Newman – drums
Aynsley Dunbar – drums
Alan Parker – guitar on "1984"


Label: EMI


Erscheinungsdatum: 1974


Stil: Art Rock, Glam Rock


Trackliste:

1. Future Legend (1:10)
2. Diamond Dogs (5:58)
3. Sweet Thing - Candidate - Sweet Thing (Reprise) (8:46)
4. Rebel Rebel (4:28)
5. Rock 'n' Roll With Me (4:02)
6. We Are The Dead (4:52)
7. 1984 (3:27)
8. Big Brother (3:26)
9. Chant Of The Ever Circling Skeletal Family (2:00)

Gesamtspieldauer: 38:09




Es gibt Platten, die begleiten einen das ganze Leben lang. Sie sind wie gute Freunde, mit denen sich trefflich über vergangene Zeiten philosophieren lässt, die Erinnerungen hervorrufen und es sogar fast schaffen, so ein gewisses Gefühl von „Heimat“ aufkommen zu lassen. Glücklicherweise kenne ich einige dieser treuen Begleiter und eine davon ist diese Platte: „Diamond Dogs“, das achte Studioalbum des David Bowie.

Mit den Titeln „Sweet Thing“ und „Big Brother“ enthält „Diamond Dogs“ dabei zwei Lieder, die mit zu dem Besten gehören, was David Bowie in seiner langen Karriere geschrieben hat. Beide Nummern besitzen dabei das gewisse Etwas, was Musik zu etwas Besonderem werden lässt. Die Lieder sind unglaublich melodiös und eingängig, allerdings ist es fast unmöglich sich an ihnen zu überhören. Gerade auch in Bezug auf den Hintergrundgesang, der diese einnehmende Stimmung noch verstärkt, sind beide Titel absolut perfekt arrangiert. Trotzdem klingt „Sweet Thing“ sogar ein wenig schräg, auf eine ganz bestimmte Weise „abgefahren“ und gerade in Bezug auf das Saxophon-Spiel des David Bowie nicht nur melodiös. Aber dann geht das Lied immer wieder in diese traumhaft schönen Abschnitte über, die es schaffen den Hörer zu rühren. „Big Brother“ ist da sogar noch ein wenig eingängiger. Durch Keyboard, Synthesizer und vor allen Dingen das Mellotron wird hier eine Stimmung erschaffen, die selbst George Orwell erfreut hätte.

Aber es gibt noch jede Menge mehr auf „Diamond Dogs“ zu entdecken. Das Album beginnt mit „Future Legend“ im wahrsten Sinne des Titels futuristisch. Man hört Geheule und dann eine etwas atonalen Hintergrundmusik, zu der David Bowie den Text spricht. Das Lied geht unter lautem Jubel, ohne Übergang, in den Titeltrack „Diamond Dogs“ über. Eine Rock-Nummer, nicht übermäßig melodiös, dafür mit umso mehr Groove. Es folgt das bereits erwähnte „Sweet Things“, welches durch „Candidate“ und „Sweet Things Reprise“ noch verlängert wird.

„Rebel, Rebel“, im Anschluss daran ist ebenfalls eine Rock-Nummer. Ganz okay, aber sicherlich nicht einer der Höhepunkte des Albums. „Rock 'n' Roll With Me” ist dann fast schon eine Ballade. Hier kann David Bowie sehr gut seine Stimme einsetzen und zur Geltung bringen. Sehr viel spannender wird es dann wieder mit „We Are The Dead“. Ebenfalls ein ruhiges Lied, sogar noch ruhiger als der Vorgänger klingt das Ganze ein klein wenig marode und hoffnungslos. Jetzt bewegt sich David Bowie allerdings auch wieder auf der sehr melodiösen Schiene, die zunächst nur durch einen kurzen Zwischenteil unterbrochen wird. Dann läuft allerdings alles auf die Einleitung zum nächsten Titel „1984“ hin – obwohl die Musik am Ende nochmals eine kurze Pause einlegt. „1984“ ist schließlich wohl das radiotauglichste Lied der gesamten Platte. Eine schöne Nummer, die auch wieder vom Gesang lebt.

Es folgt das bereits erwähnte „Big Brother“ und anschließend mit „Chant Of The Ever Circling Skeletal Family“ fast schon eine Sound-Kollage, bei der die Art der Musik mit Art Rock bestens umschrieben werden kann.

Fazit: „Diamond Dogs“ ist ein tolles Album geworden, welches zur Entstehungszeit sehr außergewöhnlich war, da David Bowie hier mal wieder neue Wege beschritt. Aber auch heute noch klingt das Album modern, spannend und innovativ und sein Alter ist der Musik kaum anzumerken, wenn man nicht unbedingt auf Casting Shows und Synthie-Pop steht. Vielleicht muss man in der heutigen Zeit dem Album ein klein wenig mehr Zeit zum „Reifen im Ohr“ geben, wenn man es noch nicht kennen sollte. Wenn man dieser Scheibe allerdings diese Zeit einräumt und offen ist für andere Töne, dann wird man reich beschenkt werden. Dreizehn Punkte.

Anspieltipps: Sweet Thing, We Are The Dead, Big Brother



Montag, 23. Dezember 2013

Strawbs – Grave New World




Strawbs – Grave New World


Besetzung:

Dave Cousins – lead vocals, backing vocals, acoustic guitar, electric guitar, dulcimer, recorder
Tony Hooper – lead vocals, backing vocals, acoustic guitar, autoharp, tambourine
Blue Weaver – organ, piano, harmonium, mellotron, clavioline
John Ford – lead vocals, backing vocals, bass guitar, acoustic guitar
Richard Hudson – backing vocals, drums, sitar, tablas


Gastmusiker:

Trevor Lucas – backing vocals on "Benedictus"
Anne Collins – backing vocals on "Benedictus"


Label: A&M Records


Erscheinungsdatum: 1972


Stil: Folk Rock, Progressive Rock


Trackliste:

1. Benedictus (4:25)
2. Hey, Little Man ... Thursday's Child (1:06)
3. Queen Of Dreams (5:32)
4. Heavy Disguise (2:53)
5. New World (4:13)
6. Hey, Little Man ... Wednesday's Child (1:07)
7. The Flower And The Young Man (4:18)
8. Tomorrow (4:49)
9. On Growing Older (1:56)
10. Ah Me, Ah My (1:26)
11. Is It Today, Lord? (3:08)
12. The Jorney's End (1:46)
13. Here It Comes (2:44)
14. I'm Going Home (3:16)

Gesamtspieldauer: 42:39




„Grave New World“ ist das vierte offizielle Studio-Album der englischen Band Strawbs. Und wieder einmal hatte es eine Umbesetzung gegeben. Rick Wakeman hatte die Strawbs wieder verlassen und sich Yes angeschlossen, um dort gleich mit dem ersten Wurf das Meisterwerk „Close To The Edge“ zu veröffentlichen. Nun Progressive Rockmusik findet sich auf „Grave New World“ nur am Rande, auch wenn dieses Genre ebenfalls immer wieder ein klein wenig bedient wird.

Andeutungen beziehungsweise Ansätze zu diesem Musikstil gibt es bei den Titeln „Queen Of Dreams“, „Heavy Disguise“, „Tomorrow“ und auch noch ein klein wenig auf „New World“. Sehr melodischer Progressive Rock ist das dann allerdings. Deutlich mehr im Fokus steht da schon die Folk-Musik, die jedoch so gar nichts mit der Musik eines Bob Dylan gemein hat. Sehr viel eher handelt es sich bei den Strawbs um die englische Ausprägung dieses Musikstils.

Die einzelnen Titel sind dabei überaus melodiös und gehen bereits nach wenigen Malen des Hörens in das Langzeitgedächtnis des Musikzentrums über. Alles wirkt sehr harmonisch und in sich geschlossen und die großen Stärken besitzt das Album wahrlich, wenn diese beiden eben erwähnten Musikstile miteinander verwoben werden. Den beiden „Hey, Little Man …“-Stücken fehlt jedoch zum Beispiel diese Abwechslung, genau wie „On Growing Older” wodurch diese Nummern zwar ebenfalls überzeugend klingen, allerdings könnte man das auch mit „ganz nett“ umschreiben, da ihnen das gewisse Etwas, was mitunter einen Song ausmacht, einfach abgeht.

Dann gibt da auch noch so eine Spielerei wie „Ah Me, Ah My“, was wie eine Persiflage aus einem Film der 50er Jahre klingt. Wahrlich nicht unbedingt Musik, die zum Rest der Platte passen will, jedoch auf seine Art sehr witzig. Auch „Is It Today, Lord?” unterscheidet sich von den anderen Liedern. Zwar kann man dies durchaus auch noch als Folk durchgehen lassen, allerdings spielt hier die Sitar eine ganz zentrale Rolle, sodass auch dieser Song zum breiten Spektrum auf „Grave New World“ beiträgt.

Fazit: Mich erinnern die Strawbs auf “Grave New World” immer wieder an Barclay James Harvest zu deren Anfängen, als diese noch nicht diese Hitparaden-Combo waren. Die Musik kann hier bei den Strawbs wahrlich überzeugen, die Platte ist abwechslungsreich und immer auch spannend. Neben den leisen Tönen haben die Musiker auch rockige Töne zugelassen, wie beim tollen „Tomorrow“, sodass ein abwechslungsreiches Album entstand, was überaus hörenswert ist. Elf Punkte.

Anspieltipps: Queen Of Dreams, Heavy Disguise, New World, Tomorrow



Sonntag, 22. Dezember 2013

Northern Lite – We Are (Live From Berlin)




Northern Lite – We Are (Live From Berlin)


Besetzung:

Andreas Kubat – Gesang, Gitarre
Frithjof Rödel – Gitarre
Enrico Mercaldi – Mastering


Label: UNA Music


Erscheinungsdatum: 2012


Stil: Elektro Pop, Dance


Trackliste:


CD1:

1. Love Is Not Enough (5:59)
2. 5 Minutes (4:51)
3. Running (5:53)
4. I Like (8:00)
5. Looking At You (6:03)
6. Trusting Blind (6:28)
7. Raise The Dead (6:47)
8. The Land Of Dreams (5:58)
9. Begging You (5:11)
10. They Say (6:11)
11. We Are (3:45)
12. Black Day (5:15)
13. Voice (4:46)


CD2:

1. Home (4:51)
2. In Japan (7:16)
3. Wicked Mess (6:25)
4. Cocaine (5:42)
5. Treat Me Better (6:17)
6. Reach The Sun (4:51)
7. What You Want (4:03)
8. The Sick Rose (3:50)
9. Girl With A Gun (4:08)
10. Enemy (7:57)
11. One Soul To Sell (5:55)
12. My Pain (7:05)
13. Go With The Flow (4:57)

Gesamtspieldauer: 2:28:24




2012 veröffentlichte die Erfurter Band Northern Lite um den Sänger und Songschreiber Andreas Kubat ein Live Album, welches in Berlin eingespielt wurde. Zu hören gibt es darauf Neo bis Elektro Pop mit einigen Rock Anleihen, der mit fetten Beats angefüttert wurde. Eine Mischung, welche in den diversen Clubs der Republik sicherlich für ordentlich Stimmung sorgen wird. Das schaffte die Musik von Northern Lite offensichtlich auch auf diesem Konzert in Berlin, wenn man sich die Reaktion des Publikums auf die diversen Titel des Albums anhört. Aber genau hier liegt auch schon ein kleiner Wehrmutstropfen von „We Are“, denn diese Art der enthusiastischen Beweihräucherung scheinen andere Bands auf ihren Live Alben nicht nötig zu haben, dort gibt es zwar auch frenetischen Applaus und manchmal viel Gekreische zu hören, allerdings wird dieses dann beim Abmischen deutlich dezenter wiedergegeben. Auch die Interaktionen des Andreas Kubat mit seinem Publikum wirken dabei mitunter ein klein wenig aufgesetzt.

Nun zur Musik. Die hat immer dann ihre Stärke, wenn sie rockiger dargeboten wird, wenn man diese künstliche und plastikmäßig klingende Rhythmusfraktion mal vergessen kann, die auf die Dauer überaus nervenaufreibend klingt. Immer wieder schafft es die Musik von Northern Lite dann aber auch, den Hörer mitzureißen. Die Beats gehen in die Beine und sorgen dafür, dass selbige kaum stillzuhalten sind. Und so sind es auch nicht die sphärischeren Abschnitte in der Musik der Band, sondern die treibenderen Passagen, die gefallen können.

Mitunter lassen sich auch packende Melodien entdecken, die einen einfangen können. Auf die lange Sicht ähneln sich die einzelnen Stücke jedoch viel zu sehr, sodass es schwierig ist beide CDs hintereinander durchzuhören. Dann kann es schon mal passieren, dass sich doch ein wenig Langeweile breit macht. Das muss sicherlich nicht für das Konzert oder aber den Club gelten - zu Hause auf dem Sofa oder aber im Auto stellt sich hier jedoch schnell ein Sättigungsgrad ein, der nach etwas anderer Musik verlangt.

Die zweite CD ist ein wenig rockiger geraten als CD Nummer 1 und damit auch noch ein Stück gelungener. Immer dann, wenn die „schweren“ Gitarren zu hören sind, wird es deutlich interessanter und auch abwechslungsreicher. Rocken können die Erfurter nämlich auch, machen sie nur ein bisschen zu wenig.

Fazit: Knapp zweieinhalb Stunden Musik sind natürlich ein Pfund, soll heißen, man bekommt eine ganze Menge Musik, wenn man sich die CD zulegt. Das ist wahrlich in der heutigen Zeit nicht ganz so selbstverständlich. Für wahre Rockfans, die auf „selbstgemachte“ Musik stehen, ohne Samples und Loops, natürlich absolut ungeeignet. Für alle anderen, die sich auch gerne mal in Trance tanzen möchten, allerdings eine schöne Möglichkeit, dies auch zu tun. Sieben Punkte.

Anspieltipps: In Japan, Enemy, My Pain



Samstag, 21. Dezember 2013

Oceansize – Frames




Oceansize – Frames


Besetzung:

Mike Vennart – vocals, guitar
Gambler – guitar, keyboards
Steve Durose – guitar, vocals
Steven Hodson – bass, keyboards, cymbals
Mark Heron – drums, percussion


Gastmusiker:

Paula Simpson – violin
Justin Lingard – violin
Semay Wu – cello


Label: Superball Music


Erscheinungsdatum: 2007


Stil: Alternative, Post Rock, Progressive Rock


Trackliste:

1. Commemorative T-Shirt (8:37)
2. Unfamiliar (6:32)
3. Trail Of Fire (8:07)
4. Savant (8:07)
5. Only Twin (7:22)
6. Old Friend Of The Christy's (10:20)
7. Sleeping Dogs And Dead Lions (6:42)
8. The Frame (10:09)

Gesamtspieldauer: 1:05:56




„Frames“ ist das dritte Studioalbum der britischen Band „Oceansize“ aus Manchester. 2007 veröffentlicht, kommt diese Platte dem Genre Progressive Rock doch ziemlich nahe und darauf deuten nicht nur die Liedlängen von bis über zehn Minuten hin. Langsam, immer ganz langsam werden die einzelnen Titel gesteigert, was jeweils zu einem sehr spannungsreichen Aufbau der Nummern beiträgt. Das wiederum kommt bei den Kritikern dieses Albums nicht allzu gut an, die meist anmerken, dass die einzelnen Stücke sich jeweils zu lange „entwickeln“, zu viel Zeit benötigen, um den Hörer zu treffen. Da ist dann auch schon mal von Langeweile die Rede.

Nun, das kann man natürlich auch ganz anders sehen. Zugegebenermaßen passiert bei einem Stück wie „Old Friend Of The Christy's“ nicht allzu viel. Und dann ist die Nummer auch noch ein Instrumentalstück, kommt ohne Worte aus. Aber genau hier liegt auch der springende Punkt. Die Lieder von Oceansize auf „Frames“ leben von der Atmosphäre, von der Stimmung, die sie zu vermitteln wissen - und die ist überaus gelungen. Kaum hat man sich allerdings in diese verträumte Stimmung eingehört, folgt mit „Sleeping Dogs And Dead Lions“ ein Titel, der zumindest zu Beginn fast schon an Heavy Metal erinnert und auch mit etwas schrägeren Tönen nicht zu geizen weiß. Da wird geschrien „was das Zeug hält“. Von Langeweile in Bezug auf den vorherigen Song also keine Spur. Ganz im Gegenteil, das ist fast schon ein Stilbruch, den man gar nicht unbedingt hätte haben müssen. Allerdings steht dieses Lied auch gerade durch seine Rhythmusfraktion ein wenig exemplarisch für den Progressive Rock.

Und was gibt es sonst noch zu hören? Da ist zum einen der letzte Titel „The Frame“. Erneut einmal mehr sich ganz langsam steigernd, sehr schön melodiös, manches Mal fast schon ein wenig getragen wirkend und von Beginn bis zum Ende sehr eingängig. Nicht viel anderes kann man über den Opener „Commemorative T-Shirt“ sagen, wobei dieser Titel noch deutlich rockiger ist und die Steigerung hier auch sehr viel stärker ausfällt. Ebenfalls nicht unerwähnt bleiben sollte das Lied Nummer 3 „Trail Of Fire“. Eigeleitet mit perlenden Pianoklängen entwickelt auch dieses Stück in seinem weiteren Verlauf eine sehr dichte und atmosphärische Stimmung, die den Hörer einzufangen versteht. Dann wird es auch hier rockiger und kraftvoller, sodass hier auch Leute mit einem Hang zu härteren Tönen auf ihre Kosten kommen dürften.

Fazit: Es gibt einige Höhepunkte auf „Frames“ zu vernehmen. Die Platte macht Spaß und erweist sich alles andere als langweilig. Zugegebenermaßen muss man den Liedern allerdings auch die Zeit geben, im Ohr des Hörers reifen zu können. So wächst die Scheibe mit jedem weiteren Lauschen und entwickelt sich zu einem Album, welches man immer wieder gerne einlegen wird. Elf Punkte.

Anspieltipps: Trail Of Fire, Old Friend Of The Christy's, The Frame



Freitag, 20. Dezember 2013

Frankie Goes To Hollywood – Welcome To The Pleasuredome




Frankie Goes To Hollywood – Welcome To The Pleasuredome


Besetzung:

Holly Johnson – lead vocals
Brian Nash – guitar
Peter Gill – drums
Mark O'Toole – bass
Paul Rutherford – vocals


Gastmusiker:

J. J. Jeczalik – keyboards, programming, software
Andrew Richards – keyboards
Louis Jardim – percussion
Anne Dudley – keyboards, string arrangement on "The Power Of Love"
Steven Lipson – guitar
Steve Howe – acoustic guitar ("Welcome To The Pleasuredome")
Trevor Rabin – guitar
Trevor Horn – backing vocals, bass


Label: Repertoire Records


Erscheinungsdatum: 1984


Stil: Rock, Pop


Trackliste:

1. The World Is My Oyster [Including (A) Well (B) Snatch Of Fury] (2:00)
2. Welcome To The Pleasure Dome (13:41)
3. Relax (3:58)
4. War (6:14)
5. Two Tribes (3:24)
6. (Tag) (0:35)
7. Fury (1:49)
8. Born To Born (3:57)
9. San José (3:10)
10. Wish The Lads Were Here (2:48)
11. The Ballad Of 32 (4:49)
12. Krisco Kisses (2:59)
13. Black Night While Light (4:07)
14. The Only Star In Heaven (4:16)
15. The Power Of Love (5:30)
16. Bang... (1:10)


Bonus Tracks:

17. One September Monday (4:50)
18. One February Friday (4:57)

Gesamtspieldauer: 1:14:15




Wenn man sich überlegt, welches Album wohl eines der besten Pop-Platten aller Zeiten ist, dann kommt „Welcome To The Pleasuredome“ von Frankie Goes To Hollywood mit Sicherheit in die engere Wahl der Top 10, wenn nicht sogar Top 5 Platten. Was die Band damals 1984 als Debut in Form eines Doppel-Albums auf den Markt brachte, ist eine Ansammlung von wahrlich klasse gelungenen Pop-Songs, die heutzutage oftmals den Stempel „Klassiker“ tragen. Auf jeder 80ies Party sind viele der Lieder feste Bestandteile im Ablauf und gerade dann füllt sich auch die Tanzfläche – damals wie heute.

Da gibt es die bekannten Stücke „Relax“, „War” (ursprünglich geschrieben von Whitfield / Strong) und “Two Tribes”, alles drei Titel, die wahrlich mitreißen können und gerade dann gut wirken, wenn sie laut gespielt werden, sehr laut. Perfekter Rhythmus, klasse eingängige Melodie, eben alles was man benötigt, um ordentlich abzufeiern. Oder aber der Longtrack des Albums und gleichzeitig das Titellied: „Welcome To The Pleasuredome“. Auch hier kann man nicht anders, als den Lautstärkeregler etwas weiter aufzudrehen. Ein unglaublich treibender Groove breitet sich aus und lässt den Alltag vergessen.

Aber es gibt auch die ruhigeren Nummern auf der Scheibe: Zum Beispiel das fast schon weihnachtliche „The Power Of Love“, wobei hier nicht nur das dazugehörende Video diese Assoziation aufkommen lässt, auch die Musik selbst wirkt irgendwie heimelig ohne dabei schmalzig zu klingen. Dann „The Ballad Of 32”, eine fast schon sphärische Instrumentalnummer, die ebenfalls schnell ins Ohr geht und von einem schönen und langsamen Gitarrensolo dominiert wird. „Black Night While Light” hingegen klingt sehr viel mehr nach Disco-Musik, etwas funkig und dabei ebenfalls überaus gelungen.

Auf der remasterten Version der CD aus dem Jahr 2000 befinden sich noch zwei Zugaben in Form der Titel „One September Monday“ und „One February Friday“, die die B-Seiten der 7‘‘ Singles „Relax“ und „Two Tribes“ darstellen. Der Kauf des Albums nur wegen dieser Zugaben lohnt sich allerdings nicht, wenn man schon eine andere Ausgabe der CD oder Platte hat, da es sich hierbei mehr um zwei Soundkollagen mit Hintergrundmusik und Unterhaltung handelt.

Fazit: „Welcome To The Pleasuredome“ ist ein reicher Schatz an tollen Pop-Liedern. Gar nicht überraschend ist dabei auch, dass sich mit Steve Howe, Trevor Rabin und Trevor Horn sogar einige Yes-Musiker ebenfalls auf dem Album verewigt haben, ohne dass die Musik der beiden Bands auch nur im Ansatz vergleichbar wäre. Yes hatten 1980 das Meisterwerk „Drama“ veröffentlicht und kurz zuvor das ebenfalls in die Pop-Schiene abdriftende „90125“. Von daher lag dann die Zusammenarbeit aber doch gar nicht so fern, denn neue Wege begehen Frankie Goes To Hollywood hier auf jeden Fall auch. Zwölf Punkte.

Anspieltipps: Welcome To The Pleasuredome, Relax



Donnerstag, 19. Dezember 2013

Stereophonics – Pull The Pin




Stereophonics – Pull The Pin


Besetzung:

Kelly Jones – vocals, guitar
Richard Jones – bass guitar
Javier Weyler – drums


Label: V2 Music


Erscheinungsdatum: 2007


Stil: Rock, Pop


Trackliste:

1. Soldiers Make Good Targets (4:37)
2. Pass The Buck (3:24)
3. It Means Nothing (3:49)
4. Bank Holiday Monday (3:14)
5. Daisy Lane (3:38)
6. Stone (4:17)
7. My Friends (3:35)
8. I Could Lose Ya (3:18)
9. Bright Red Star (3:40)
10. Ladyluck (3:46)
11. Crush (3:56)
12. Drowning (5:09)

Gesamtspieldauer: 46:24




“Pull The Pin” heißt das sechste Studioalbum der britischen Band Stereophonics. Und auch auf diesem Album schaffen es die Waliser Rock und Melodiösität wieder unter einen Hut zu bekommen. Überaus erwähnenswert ist darüber hinaus auch die Tatsache, dass dieses Album in der „Originalinstrumentierung“ des Rock eingespielt wurde: Gitarre, Bass, Schlagzeug und Gesang. Ein Keyboard oder einen Synthesizer sucht man hier vergebens. Und trotzdem schafft es die Band Fülle in ihren Liedern zu erzeugen, die dann eben mal durch eine zweite Gitarrenspur oder den Hintergrundgesang erzeugt wird.

Auf „Pull The Pin“ gibt es sehr melodischen Rock zu hören, der es bereits beim ersten Mal schafft, sich im Musikzentrum des Hörers festzusetzen. Manchmal klingt das Ganze ein wenig härter, meist bewegen sich die Lieder allerdings im Mid-Tempo. Dabei hat Sänger, Gitarrist und Songschreiber Kelly Jones immer wieder sehr viel Wert auf die Harmonie und die Eingängigkeit gelegt. Und das ist ihm auch gelungen. Hinzu gesellt sich noch sein eindrucksvoller, leicht rauchig klingender Gesang, der das Gehörte sehr schön untermalt und abrundet.

Und die Höhepunkte fehlen auch nicht auf „Pull The Pin“. Da gibt es das wunderschön verträumte „Daisy Lane“, das heftig rockende „My Friends“, welches dem Hörer sofort in die Beine fährt oder aber das sanfte, leicht folkige „Bright Red Star”, ein Lied, dass mit seiner ausgestrahlten Ruhe einen schönen Kontrast zu den rockigeren Stücken bietet. Im Anschluss daran „kracht“ es zunächst bei „Ladyluck” wieder los. Dieser Track besteht aus härteren und weicheren Passagen und beinhaltet einige sehr schöne Stimmungswechsel. Und ganz zum Schluss wartet noch der Höhepunkt des Albums auf den Hörer: „Drowning“. Ein toller, sich immer weiter steigender Rock-Song, der genau so klingt, wie man sich Rock-Musik wünscht.

Fazit: Überzeugenden Rock gibt es auf „Pull The Pin“ zu hören. Das Album macht Spaß und man legt es immer wieder gerne ein. Ehrliche Musik, die ohne Schnörkel daherkommt und trotz der relativ eingeschränkten Instrumentierung keineswegs oberflächig oder aber langweilig wirkt. Die Musik klingt voll, im Songwriting wurden viele schöne Ideen klasse umgesetzt, sodass „Pull The Pin“ ein Rock-Album wurde, welches vor allen Dingen Rock-Fans, die nicht nur auf die ganz harten Töne stehen, ansprechen dürfte. Zehn Punkte.

Anspieltipps: Daisy Lane, Ladyluck, Drowning