Freitag, 14. Dezember 2012

Queen – Sheer Heart Attack




Queen – Sheer Heart Attack


Besetzung:

Roger Taylor – drums, vocals, percussion, screams
Freddie Mercury – vocals, piano, jangle piano, vocal extravaganzas
John Deacon – bass guitar, double bass, acoustic guitar, almost all guitars on “Misfire”
Brian May – guitars, vocals, piano, genuine George Formby ukulele-banjo, guitar orchestrations


Label: Universal International Music


Erscheinungsdatum: 1974


Stil: Rock


Trackliste:

1. Brighton Rock (5:11)
2. Killer Queen (3:01)
3. Tenement Funster (2:47)
4. Flick Of The Wrist (3:17)
5. Lily Of The Valley (1:45)
6. Now I'm Here (4:18)
7. In The Lap Of The Gods (3:23)
8. Stone Cold Crazy (2:17)
9. Dear Friends (1:09)
10. Misfire (1:50)
11. Bring Back That Leroy Brown (2:15)
12. She Makes Me (Stormtrooper In Stilettos) (4:09)
13. In The Lap Of The Gods (Revisited) (3:47)

Gesamtspieldauer: 39:08



Im selben Jahr wie der Vorgänger „Queen II“ wurde auch das dritte Album der englischen Band Queen veröffentlicht. Im November 1974 erreichte „Sheer Haeart Attack“ die Verkaufsregale der Plattenläden. Das bedeutet nichts anderes als, dass Queen seine ersten drei Alben innerhalb von noch nicht einmal sechszehn Monaten veröffentlichte. Fast schon unglaublich, welche Kreativität und Schaffenskraft die vier Engländer zu Beginn ihrer Karriere an den Tag legten. Und wenn man dabei noch die Entwicklung erhört, die sich in der Musik dieser Band zu Beginn ihres Bestehens vollzog, dann ist dies in diesem so kurzen Zeitraum noch sehr viel überraschender.

Obwohl auf „Sheer Heart Attack“, in Tradition zu den vorherigen Alben, auch noch Lieder im Hard-Rock- bis hin zum Metal-Gewand vertreten sind, vergrößert Queen auf diesem Album noch seine musikalische Variationsbreite. So gibt es auf „Sheer Heart Attack“ auch sanfte Balladen, Music Hall Anleihen, Pop und progressive Ansätze zu hören. Die Mannigfaltigkeit der Musikstile, mit denen die Band hier spielt, scheint schier unbegrenzt zu werden. Und dabei bleibt festzustellen, dass Queen in allen diesen musikalischen Genres auch überzeugen kann – unabhängig davon, ob man jetzt mit so einem Stück wie „Bring Back That Leroy Brown“ etwas anfangen kann, welches nach Twist-Tanzen und den 20er Jahren des 20. Jahrhunderts klingt.

Auf „Sheer Heart Attack“ befinden sich mehrere „Klassiker“ des Queen-Songkatalogs. „Killer Queen“, ein Lied über eine Edel-Hure, schaffte es, wie übrigens auch das gesamte Album, auf Platz zwei der Charts in Großbritannien. Und auch die weitere Singleauskopplung „Now I’m Here“ durfte auf keinem späteren Konzert der Band fehlen. Klasse gelungen auch das Stück „Brighton Rock“. Kraftvoller Hard-Rock ist hier zu hören, der auf dem 1979 veröffentlichten Live-Album „Live Killers“ noch geadelt werden sollte. Genau in die andere, die balladeske Richtung gehen „Lily Of The Valley“ und „In The Lap Of The Gods (Revisited)“, dessen Chor am Ende einen quasi zum „Mitschmettern“ animiert. Hier kreierten Queen „Musik zum Eintauchen“.

Bezüglich des Songwritings muss hier noch festgehalten werden, dass sich auf dem Album mit „Misfire“ das erste Lied befindet, welches komplett von John Deacon geschrieben wurde. Für den Metal-Song „Stone Cold Crazy“ zeichneten sich dagegen, auch eine Premiere, alle vier Musiker zu gleichen Teilen aus.

Fazit: „Sheer Haeart Attack“ ist eines der weniger bekannten Alben von Queen. Und ein richtig gutes noch dazu. Hier kann man die Vielfalt im Schaffen von Queen erhören und mitunter sogar erfühlen. Ein Album, welches sowohl für den Freund des härteren Rocks, wie für den Verfechter melodiöser Harmonien so Einiges parat hält. Sehr zu empfehlen. Zwölf Punkte.

Anspieltipps: Brighton Rock, Killer Queen, Tenement Funster, Flick Of The Wrist, Lily Of The Valley, Now I'm Here, She Makes Me (Stormtrooper In Stilettos), In The Lap Of The Gods (Revisited)