Mittwoch, 5. Dezember 2012

AC/DC – Dirty Deeds Done Dirt Cheap




AC/DC – Dirty Deeds Done Dirt Cheap


Besetzung:

Angus Young – guitar
Malcolm Young – guitar
Bon Scott – vocals
Phil Rudd – drums
Mark Evans – bass


Label: Atlantic Records


Erscheinungsdatum: 1976


Stil: Hard-Rock, Blues-Rock


Trackliste:

1. Dirty Deeds Done Dirt Cheap (4:12)
2. Love At First Feel (3:11)
3. Big Balls (2:38)
4. Rocker (2:50)
5. Problem Child (5:45)
6. There's Gonna Be Some Rockin' (3:17)
7. Ain't No Fun (Waiting Round To Be A Millionaire) (7:29)
8. Ride On (5:49)
9. Squealer (5:14)

Gesamtspieldauer: 40:26



„Dirty Deeds Done Dirt Cheap“ tauften die australischen Hard-Rocker ihr zweites Werk im Jahr 1976. Und diese zweite Veröffentlichung AC/DC’s unterscheidet sich deutlich von den anderen vier Veröffentlichungen der Band, die noch in Zusammenarbeit mit dem ersten Sänger Bon Scott entstanden. Auf „Dirty Deeds Done Dirt Cheap“ ist nicht so durchgängig und konsequent dieser kompromisslose Hard-Rock zu hören, der auf den anderen Alben vorherrscht und dort sogar im Zentrum des Schaffens steht. „Dirty Deeds Done Dirt Cheap“ ist deutlich blueslastiger als alle anderen Platten AC/DC’s – egal ob mit Bon Scott oder Brian Johnson am Gesang.

Natürlich gibt es auch hier diesen überaus kraftvollen Rock zu hören, allerdings nur immer wieder und nicht durchgängig. Beispiele für erstere Anmerkung wären der Opener und Titeltrack des Albums „Dirty Deeds Done Dirt Cheap“, sowie der letzte Song „Squealer“ – da rockt es richtig. Vieles ist auf dieser Platte jedoch nicht gerade AC/DC-typisch. Und auch wenn solch ein Lied wie „Big Balls“ witzig ist und durchaus seinen Reiz hat und zusätzlich noch eine weitere Seite der Band zeigt, so ist die Nummer jedoch auch ein Beispiel dafür, dass viele Lieder der Platte nicht schlecht, allerdings längst auch nicht mitreißend sind. Die Fülle der richtig guten Titel, wie sie zum Beispiel auf „Let There Be Rock“ oder „Powerage“ zu hören sind, die fehlt hier.

Solch ein Stück wie „Rocker“ langweilt da sogar ein wenig in seiner Schlichtheit, auch wenn der Titel seinem Namen absolut alle Ehre macht. Und auch der Blues, den die Australier hier in verschiedenen Variationen darbieten, ist sicherlich nicht der Schlechteste – ich erwarte allerdings etwas anderes, wenn ich AC/DC auf den Plattenteller lege oder in den CD-Spieler schiebe.

Dazu kommt noch, dass es diese „Übersongs“ auf „Dirty Deeds Done Dirt Cheap“ einfach nicht gibt. Alles ist hier nicht schlecht und die Platte ist mit Sicherheit auch die abwechslungsreichste Veröffentlichung der Band in der Bon Scott Ära, aber das Besondere, jenes wirklich Packende in der Musik, das fehlt hier irgendwie.

Fazit: „Dirty Deeds Done Dirt Cheap“ ist ein überaus solides Album geworden. Leider nicht mehr, aber auch nicht weniger. Die einzelnen Stücke können zumindest mich deutlich weniger packen als jene, die da auf den folgenden Platten noch kommen sollten. Dabei handelt es sich bei „Dirty Deeds Done Dirt Cheap“ natürlich nicht um ein schlechtes Album. Allerdings jedoch auch nicht mehr um eine richtig gute Platte. „Dirty Deeds Done Dirt Cheap“ ist Durchschnitt. Acht Punkte.

Anspieltipps: Dirty Deeds Done Dirt Cheap, Problem Child, Ain't No Fun (Waiting Round To Be A Millionaire), Squealer