Freitag, 12. Oktober 2012

Madonna – Like A Virgin




Madonna – Like A Virgin


Besetzung:

Madonna – vocals, background vocals


Gastmusiker:

Bernard Edwards – bass
Brenda King – background vocals
Lenny Pickett – saxophone
Nile Rodgers – guitar, synclavier
Robert Sabino – synthesizer
Frank Simms – background vocals
George Simms – background vocals
Tony Thompson – drums


Label: Warner Brothers Records Inc.


Erscheinungsdatum: 1984


Stil: Disco, Pop


Trackliste:

1. Material Girl (4:02)
2. Angel (3:56)
3. Like A Virgin (3:39)
4. Over And Over (4:12)
5. Love Don't Live Here Anymore (4:50)
6. Dress You Up (4:02)
7. Shoo-Bee-Doo (5:17)
8. Pretender (4:31)
9. Stay (4:09)


Bonus Tracks:

10. Like A Virgin (Extended Dance Remix) (6:11)
11. Material Girl (Extended Dance Mix) (6:07)

Gesamtspieldauer: 50:54



Auch auf dem zweiten Album von Madonna, welches ein Jahr nach dem Debut im Jahr 1984 entstand, bekommt man Disco-Pop in Vollendung zu hören. Leider hat sich bis hierher auch die Stimme der Sängerin noch nicht entscheidend verbessert. Das wirkt alles schon sehr dünn, wenn man sich diese Platte knapp dreißig Jahre nach ihrem ursprünglichen Entstehungsdatum anhört.

„Like A Virgin“ heißt die Scheibe, die nach dem größten Hit des Albums benannt wurde. Allerdings präsentiert sich Madonna auf dem Cover nicht wie eine Jungfrau, sondern eher wie ein „Material Girl“, dem zweiten Hit der Platte. Beiden Stücken kann man zumindest einen gewissen Wiedererkennungswert wahrlich nicht absprechen. Trotzdem scheint die Zeit für diese Art Musik heute einfach vorbei zu sein. Und wenn man Madonna dieser Tage mit aktuelleren Liedern hört, klingt das dann doch schon ganz anders.

Nun, was gibt es noch an erwähnenswerten Stücken auf „Like A Virgin“? Leider nicht viel, aber vielleicht findet jemand seine Freude daran, wenn sie oder er auf Synthie-Pop und plastikähnliche Discolaute steht. Die Melodien geben allerdings gar nichts mehr her. Langeweile pur. „Love Don't Live Here Anymore“ fällt dabei noch ein kleines bisschen aus dem Rahmen, was an den Violin-Parts und dem echten Schlagzeug liegt. Umhauen kann einen dieses Stück allerdings auch nicht. Immerhin aber mal eine Abwechslung vom drögen Disco-Einerlei.

Der ganze Rest ist plumpes und einfallsloses Gedudel. Bei „Shoo-Bee-Doo“ hört man allerdings zunächst noch ein Piano und das Stück beginnt balladenartig, um dann jedoch auch wieder in diesen Discorhythmus zu verfallen – wenn auch etwas langsamer. Und der Text: wahnsinnig schlecht. Okay, geschenkt bei dem Liedtitel. Als Zugaben gibt es zwei verlängerte „Dance-Remixe“ der beiden Hits. Wer gerne auf solche Musik abtanzt, kann hier seinen Vorlieben freien Lauf lassen.

Fazit: Nein, das ist keine Musikgeschichte. Vielleicht ist das Madonna als Künstlerin, dieses Album aber auf jeden Fall nicht. Die Musik ist oberflächlich und zum größten Teil unglaublich langweilig. Zwei Punkte.

Anspieltipps: Material Girl, Like A Virgin, Love Don't Live Here Anymore