Donnerstag, 13. September 2012

Foreigner - Foreigner





Foreigner
– Foreigner



Besetzung:

Lou Gramm – vocals
Ed Gagliardi – bass
Ian McDonald – guitar
Mick Jones – guitar
Dennis Elliot – drums
Al Greenwood – keyboards


Label: Warner Brother Records


Erscheinungsdatum: 1977


Stil: AOR


Trackliste:

1. Feels Like The First Time (3:53)
2. Cold As Ice (3:24)
3. Starrider (4:04)
4. Headknocker (3:04)
5. The Damage Is Done (4:19)
6. Long, Long Way From Home (2:57)
7. Woman Oh Woman (3:53)
8. At War With The World (4:27)
9. Fool For You Anyway (4:17)
10. I Need You (5:13)

Gesamtspieldauer: 39:30




Wenn es eine Band gibt, die das Label AOR, Adult Orientated Rock, geschaffen für den amerikanischen Musikmarkt, wohl in Perfektion verkörpert, dann ist es die New Yorker Band Foreigner. Denn genau das – und nichts anderes – wird auf dem Debut-Album von 1977 wiedergegeben. Überraschend ist das schon ein wenig, wenn man sich die Gründungsmitglieder mal genauer besieht. Das spielt Ian McDonald zum Beispiel Gitarre. Das hatte er bereits ebenfalls bei King Crimson getan, allerdings in einer ganz anderen Sparte. Oder auch Mick Jones, bis heute das einzig verbliebene Gründungsmitglied der Band, welcher vorher in George Harrisons Band die Gitarre spielte.

Nun, man muss nicht unbedingt von AOR begeistert sein, anhören kann man sich die Musik allerdings eigentlich immer. Diese ist eingängig, man kann mitwippen und das Ganze regt einen nicht allzu lange auf. Obwohl, manchmal stimmt das auch nicht ganz, wenn es zum Beispiel, wie hier auf dem Debut von Foreigner, der Band gelingt, so einen Ohrwurm wie „Cold As Ice“ zu kreieren, der auch Jahrzehnte später noch immer wieder mal auf den Radiostationen der Welt gespielt wird. Und dann hört man den Titel auch immer wieder gerne, nur zu oft darf das eben nicht sein.

Aber es ist noch mehr gelungen auf diesem Album. Zum Beispiel der Track „Starrider“. Mit einer etwas anderen Instrumentierung. Flöte und Spinett bekommen bei dieser Nummer auch ihren Platz eingeräumt, hört man hier ein schönes und verträumtes Stück. Und dieses hebt sich damit vom Rest der Platte deutlich ab. Etwas mehr davon hätte dem Album sicherlich gut getan.

Der Rest ist allerdings schnell erzählt. Denn bei diesem handelt es sich um völlig unaufgeregte Stücke, die meist harmonisch sind, ab und zu etwas härter daherkommen (At War With The World, I Need You), allerdings in keinster Weise nachhaltig sind. Die einzelnen Nummern plätschern einfach so vorbei. Dazu kommen noch unsäglich schmalzige Texte, in denen meist der Liebe gepriesen wird. Dem Text zuhören mag man da eigentlich nicht richtig.

Fazit: Das Debut von Foreigner mit demselben Titel, kann man sich ohne große Verrenkungen oder Überwindungen anhören. Es wird nicht viel passieren. Das, was man hört, haut einen nicht aus den Pantoffeln, aber es gibt deutlich Schlimmeres. Neben den meist einfallslosen Texten ist das aber genau der Kritikpunkt. Auf „Foreigner“ befindet sich unkomplizierte und radiotaugliche Musik, die einen nicht länger beschäftigt. Und bei nur zwei richtig überzeugenden Titeln bleiben dann auch nur sieben Punkte übrig.

Anspieltipps: Cold As Ice, Starrider



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