Sonntag, 24. September 2017

Peter & Gordon – Remember The Golden Years




Peter & Gordon – Remember The Golden Years


Besetzung:

Keine weiteren Angaben


Gastmusiker:

Keine weiteren Angaben


Label: EMI


Erscheinungsdatum: 1977


Stil: 60ies Pop, Oldies


Trackliste:

Seite 1:

1. A World Without Love (2:37)
2. Nobody I Know (2:27)
3. Sunday For Tea (2:20)
4. High Noon (Do Not Forsake Me) (3:50)
5. The Green Leaves Of Sommer (3:01)
6. If I Fell (2:18)

Seite 2:

1. Exodus Song (2:57)
2. Woman (2:26)
3. A Taste Of Honey (2:35)
4. Somewhere (2:41)
5. Love Is A Many Splendored Thing (2:09)
6. I Don't Want To See You Again (2:00)

Seite 3:

1. Lady Godiva (2:23)
2. Baby I'm Yours (2:44)
3. To Know You Is To Love You (2:35)
4. Willow Garden (3:01)
5. Five Hundred Miles (3:12)
6. All My Trials (2:30)
7. True Love Ways (2:37)

Seite 4:

1. Knight In Rusty Armour (2:36)
2. Let It Be Me (3:40)
3. Stranger With A Black Dove (2:33)
4. The Flower Lady (3:55)
5. I Would Buy (2:39)
6. Baby What You Want Me To Do (3:15)
7. Homeward Bound (2:19)

Gesamtspieldauer: 1:11:20




„Peter & Gordon“ waren ein britisches Pop-Musik-Duo, das ab dem Jahr 1964 Alben veröffentlichte. Ihre Schallplatten erschienen bis zum Jahr 1967, danach trennten sich Peter Asher und Gordon Waller wieder. In diesen vier Jahren der gemeinsamen musikalischen Karriere veröffentlichte das Duo unfassbare elf Studio-Alben. Zu allermeist hörte man auf diesen Platten allerdings Cover-Versionen anderer Künstler oder extra für das Duo geschriebene Titel. Auf „Peter & Gordon – Remember The Golden Years“ sind lediglich die beiden Titel „Stranger With A Black Dove“ und „I Would Buy“ von ihnen selbst komponiert und geschrieben. „Remember The Golden Years“ ist eine Reihe der EMI, die in Deutschland durch die Fernsehzeitschrift Hörzu veröffentlicht wurde. Diese Reihe erschien Ende der 70er Jahre und obwohl auf der Platte nirgendwo ein Datum zu finden ist, müsste die Scheibe im Jahr 1977 veröffentlicht worden sein, als die Platten dieser Reihe erschienen.

Die Lieder auf „Remember The Golden Years“ entstanden zwischen den Jahren 1952 und 1967. Eingespielt wurden sie von dem Duo in ihren aktiven Jahren von 1964 bis 1967. Man hört hier 60ies Pop, der absolut die Kriterien des Oldies erfüllt. Die Instrumentierung beinhaltet oftmals ein ganzes Orchester und den Zweigesang von Peter Asher und Gordon Waller, um die Musik noch eingängiger klingen zu lassen. Heutzutage klingt das alles allerdings nur noch nach ganz viel Patina und längst überholt.

Seltsamerweise kennt man nur relativ wenige Stücke von Peter & Gordon, obwohl viele davon eben Cover-Versionen waren und Zeit hatten bis heute sehr oft irgendwo gespielt zu werden. Natürlich gehen die Lieder allesamt ganz gut ins Ohr, wie das damals eben so war mit dem Pop in den 60ern. Mitreißend klingt hier allerdings nichts mehr. Die Texte handeln selbstverständlich hauptsächlich von der Liebe und Liebeskummer und sind absolut brav. Gut interpretiert klingt das Lied „A Taste Of Honey“, das war es dann leider aber auch schon mit den Höhepunkten.

Fazit: Ein Doppelalbum wie gemacht für Oldie-Fans. Mit „Remember The Golden Years“ von Peter & Gordon kann man perfekt in die 60er Jahre Musik eintauchen. „Oldies but Goldies“? Nun, das kann man sicherlich nur behaupten, wenn man mit dieser Musik groß wurde. Heute klingt das alles längst überholt. Für alle, die nach den 50er Jahren geboren wurden, klingt das alles sehr überholt. Fünf Punkte.

Anspieltipps: A Taste Of Honey, Five Hundred Miles



Samstag, 23. September 2017

Ole Lukkøye – Horse-Tiger




Ole Lukkøye – Horse-Tiger


Besetzung:

Boris Bardash – programming, keyboards, voice, guitars, percussion, buben, samples
Alexander Frolov – bassoons, jaleika, noises, samples, dramatic voice on 6
Sergej Radovski – effects, samples
Andrej Lavrinenko – bass guitar
Tanja Svaha – vocals


Gastmusiker:

Vladimir Konovalov – bass (3, 4)
Sasha Kozyrev – djembe (1, 3)
Artem Zotkin – guitar (2)
Dasha Kusnezova – vocals (6)
Daniil Basner – saabla (3)


Label: Klangbad


Erscheinungsdatum: 2002


Stil: Psychedelic Rock, Worldmusic


Trackliste:

1. Zagoralos’ (12:24)
2. The Free Ones (13:08)
3. Sleepy Herbs (7:48)
4. Tara (8:38)
5. The Peacock (7:33)
6. Further (9:28)

Gesamtspieldauer: 59:02




„Horse-Tiger“ heißt das vierte Studioalbum der russischen Band Ole Lukkøye, die in St. Peterburg beheimatet ist. Im Jahr 2002 erschien die Scheibe auf dem Plattenlabel Klangbad. Zu hören gibt es auf „Horse-Tiger“ sehr rhythmische Musik, die eine Mixtur aus elektronischen Klängen und russischen Weisen darzustellen scheint. Jedoch stimmt das auch nur ein wenig, denn manchmal ist hier elektronische Musik gepaart mit indianischen Gesängen zu hören – ist es zwar nicht, aber es klingt zumindest so.

Ole Lukkøye machen sehr rhythmische Musik, alles scheint ein wenig zu vibrieren und dann setzt dieser manches Mal schamanenhaft klingende Gesang ein und die Musik erscheint in einem völlig neuen Gewand. Viele Nebengeräusche und Klangfetzen vervollständigen den Gesamteindruck zusätzlich. Insgesamt nach einer Art elektronischer Weltmusik klingen die Russen dann, kaum möglich diese Musik in ein Schema zu pressen oder einem bestimmten musikalischen Genre zuzuordnen. Das klingt alles durchaus sehr experimentell und auch ein wenig verquer. Ole Lukkøye haben ihr eigenes musikalisches Genre erschaffen.

Dabei lassen sich die Lieder alle gut hören, sind sogar melodiös und mit netten Melodien versehen. Viel passiert allerdings in den einzelnen Titeln nicht, sodass über deren relativ lange Laufzeit ein fast schon hypnotischer Effekt entsteht, der einen in diese Musik hinzuziehen versucht. Die Lieder klingen dabei allesamt durchaus etwas seltsam und erwecken trotz einer gewissen Monotonie niemals den Eindruck von Langeweile. Es klingt einfach anders – ganz anders.

Fazit: Weltmusik und elektronische Musik gemixt, dazu eine Prise experimentelle Musik und fertig ist der Klangkosmos von Ole Lukkøye, den man sonst so wohl nirgendwo anders zu hören bekommt. Die Lieder sind melodisch, erklingen lang und halten nur wenig Abwechslung für die Hörerin und den Hörer parat. Auf seine ganz spezielle Art und Weise ist „Horse-Tiger“ von Ole Lukkøye ganz sicher ein Erlebnis. Für alle, die einmal was völlig anderes hören wollen. Acht Punkte.

Anspieltipps: Zagoralos’, The Peacock



Freitag, 22. September 2017

Deine Lakaien – Live In Concert (DVD)




Deine Lakaien – Live In Concert (DVD)


Besetzung:

Alexander Veljanov – vocals
Ernst Horn – keyboards


Gastmusiker:

Be. Deutung – cello
Ivee Leon – violin & backing vocals
Sharifa – violin & backing vocals
Robert Wilcocks – guitar & synthesizers


Label: Sony Music


Erscheinungsdatum: 2003


Stil: Electronica, Dark Wave, Avantgarde


Trackliste:

1. Colour-Ize
2. Generators
3. Kiss The Future
4. In The Chains Of
5. Where You Are
6. Return
7. Wunderbar
8. The Mirror Men
9. Love Me To The End
10. Silence In Your Eyes
11. Manastir Baroue
12. Kiss
13. Don‘t Wake Me Up
14. Overpaid
15. Cupid‘s Disease
16. Rain Dance
17. Dark Star
18. May Be
19. Sometimes

Gesamtspieldauer: 1:55:56


Zusätzliche Features:


  • Extra Live Clip „Reincarnation / Life Is (A Sexually Transmitted Disease)“ (5:15)
  • Band Interview (11:31)




„Live In Concert“ ist eine Live-DVD der deutschen Band Deine Lakaien, die im Rahmen ihrer White Lies Tour im Jahr 2002 im Lindenpark, Potsdam aufgenommen wurde. Auf fast zwei Stunden Spieldauer bekommt man hier hauptsächlich sehr sanfte und eindringliche Musik geboten, die manchmal sehr elektronisch klingt, sich dann wieder fast mittelalterlich bis hin zu klassisch anhört und irgendwo zwischen Avantgarde und Dark Wave pendelt. Es sind dabei weniger die Bilder, die hier überzeugen, sehr viel mehr ist es die Musik selbst.

Eine Live-DVD soll selbstverständlich nicht nur die Musik, sondern auch die Bilder eines Konzertes transportieren und mit diesen begeistern. Nun, das ist Deinen Lakaien jedoch leider nicht ganz so gelungen, denn auf der Bühne passiert in diesen zwei Stunden des Konzertes nicht allzu viel. Oftmals stehen die Protagonisten auch mit dem Rücken zum Publikum. Lediglich Ivee Leon und Sharifa an den Violinen und beim Hintergrund-Gesang geben sich alle Mühe, gut auszusehen und gut zu klingen – was sie auch tun – jedoch viel Abwechslung gibt es da nicht zu beobachten. Be. Deutung am Cello sowie Robert Wilcocks am Synthesizer und der Gitarre sind da schon noch deutlich unspektakulärer. Von den beiden festen Deine Lakaien Mitgliedern sieht man bei Ernst Horn hauptsächlich den Rücken und Sänger Alexander Veljanov ist alles andere als eine Stimmungskanone und überzeugt eher durch den vorherigen Besuch bei einem kreativen Friseur.

Genug kritisiert, denn die Musik auf „Live In Concert“ hat es wahrlich in sich. Hier gibt es wundervolle Melodien zu entdecken ebenso wie experimentelle Abschnitte, die kraftvoll und spannend klingen. In letztgenannten Sequenzen hören sich Deine Lakaien dann weit weniger eingängig an, allerdings bilden diese „Ausflüge“ lediglich Ausnahmen von sehr viel Melodiösität. Hörerinnen und Hörer, die auf „schöne“ Musik stehen, werden hier allerbestens bedient. Kleiner Wermutstropfen ist, auf die komplette Dauer des Konzertes hin gesehen, die Stimme des Alexander Veljanov. Diese klingt bei einzelnen Titeln wahrlich spannend, über die gesamte Laufzeit hinweg dann ab und an jedoch etwas gekünstelt. Dazu gesellen sich etwas unmotivierte oder aber seltsam ausformulierte Ansagen. Allerdings ist das „Jammern auf hohem Niveau“, durchaus auch mal etwas anderes und die Musik von Deine Lakaien kann hier immer wieder begeistern. In einzelnen Stücken sowieso.

Als Zugaben gibt es noch einen weiteren Live-Titel sowie ein kurzes Bandinterview. Das sind auch die Zutaten, die die DVD von der Live-Doppel-CD unterscheiden.

Fazit: Wer auf schöne melodiöse und eindringliche Musik steht, kann mit Deine Lakaien im Grunde genommen nichts falsch machen. Die Lieder der Band klingen durchaus nach Avantgarde, sind manchmal experimentell und ungewöhnlich, zumeist jedoch sehr eingängig. Ob allerdings eine DVD das richtige Medium ist, diese Musik darzustellen und zu transportieren, das wage ich etwas zu bezweifeln. Trotzdem gibt es mit diesen neunzehn Liedern viel Schönes zu entdecken – man kann ja auch nur hinhören, muss nicht hinsehen. Elf Punkte.

Anspieltipps: In The Chains Of, Return, Wunderbar, Cupid‘s Disease



Donnerstag, 21. September 2017

Various Artists – Moonlighting




Various Artists – Moonlighting


Besetzung:

Keine weiteren Angaben


Gastmusiker:

Keine weiteren Angaben


Label: MCA Records


Erscheinungsdatum: 1987


Stil: Funk, Soul, Pop, Musical, Big Band


Trackliste:

1. Moonlighting (Theme) – Al Jarreau (3:00)
2. Limbo Rock – Chubby Checker (2:23)
3. This Old Heart Of Mine (Is Weak For You) – The Isley Brothers (2:51)
4. Blue Moon – Cybill Shepherd (2:19)
5. I Told Ya I Love Ya, Now Get Out! – Cybill Shepherd (2:03)
6. Good Lovin' – Bruce Willis (3:15)
7. Since I Fell For You – Bob James / David Sanborn (5:48)
8. When A Man Loves A Woman – Percy Sledge (2:48)
9. Someone To Watch Over Me – Linda Ronstadt, The Nelson Riddle Orchestra (4:06)
10. Stormy Weather – Billie Holiday (3:38)

Gesamtspieldauer: 32:11




Eine krude Aneinanderreihung verschiedenster musikalischer Stile gibt es auf dem Soundtrack zur 80er Jahre Serie „Moonlighting“, die im Deutschen „Das Model und der Schnüffler“ hieß, zu hören. Die Serie wurde erstmalig in den Jahren 1985 bis 1989 in den USA ausgestrahlt und bildete das Sprungbrett für Bruce Willis zu seiner Kinokarriere. Seine Partnerin, Cybill Shepherd, konnte da deutlich weniger durchstarten. In Deutschland lief die Serie erstmals im Jahr 1990 bei RTL.

Cybill Shepherd und Bruce Willis hört man auf dieser Scheibe sogar selbst singen und beide machen ihre Sache dabei sehr gut. Die Lieder allerdings sind alles andere als überzeugend und absolut belanglos. Cybill Sheperd singt unter Big Band Begleitung, Bruce Willis‘ Lied „Good Lovin‘“ klingt wie frisch aus einem Musical entsprungen. Al Jarreau ist mit dem Titellied und einer weiteren Soul-Nummer vertreten, welche auch nicht zu begeistern weiß. Schließlich hört man auch noch Linda Ronstadt begleitet durch das The Nelson Riddle Orchestra. Auch hier erklingt Musik, die bestens in ein Musical passen würde.

Lediglich ein Lied lohnt auf der Scheibe und dies ist das allseits bekannte Stück „When A Man Loves A Woman“ von Percy Sledge. Alle anderen Lieder nerven eher, als dass sie begeistern würden. Sicherlich liegt das auch an dem Stilmix, der hier vertreten ist. Da es sich allerdings um einen Soundtrack handelt, der nicht vollständig extra für die Serie komponiert wurde, ist dieser Umstand nicht unbedingt verwunderlich.

Fazit: Auch der Soundtrack zu „Moonlighting“ ist eher etwas für die Fans der Serie, denn für andere Musikhörerinnen beziehungsweise Musikhörer. Viele musikalische Genres werden hier bedient, überzeugend klingt davon nichts. Einzige Ausnahme ist das Stück „When A Man Loves A Woman“ von Percy Sledge, ein Klassiker. Jedoch dafür lohnt die Scheibe ganz sicher nicht, das Lied bekommt man auch anders zu hören. Zwei Punkte.

Anspieltipps: When A Man Loves A Woman



Mittwoch, 20. September 2017

Rainhard Fendrich – Voller Mond




Rainhard Fendrich – Voller Mond


Besetzung:

Rainhard Fendrich – Gesang


Gastmusiker:

Christian Kolonovits – Tasteninstrumente
Andy Paloyan – E-Gitarren, Banjo
Hartmut Pfannmüller – Drums und Percussion
Harald Fendrich – Bass
Christian Felke – Saxophon


Label: Ariola


Erscheinungsdatum: 1988


Stil: Pop, Schlager


Trackliste:

1. Das Feuer (5:10)
2. Das Gleichgewicht (3:17)
3. Die Nacht (4:45)
4. Der Regen (3:44)
5. Der Wind (4:07)
6. Voller Mond (3:29)
7. Ganz von allan (3:41)
8. Der erste Stein (4:22)
9. Die Tür (3:41)
10. Das Paradies (3:50)
11. Der Alptraum (4:49)

Gesamtspieldauer: 44:55




Das siebte Studio-Album des Österreichers Rainhard Fendrich heißt „Voller Mond“ und erschien im Jahr 1988 auf dem Label Ariola. Frisch die Plattenfirma gewechselt und deshalb sollte nun natürlich ein Erfolgsalbum her. Die Scheibe erreichte zwar auch Platz 1 der österreichischen Charts, konnte sich allerdings nicht sehr lange in diesen Charts halten. Vielleicht lag ein Grund darin, dass die Musik des Rainhard Fendrich inzwischen zum absoluten poppigen Mainstream mutiert war, in der auch immer wieder Anleihen im Schlager aufgegriffen wurden.

Schade, von dem einstmals so begnadeten Song-Schreiber Rainhard Fendrich war Ende der 80er Jahre nicht mehr viel geblieben. Der deutsche Pop wird hier bedient, noch mit österreichischem Akzent serviert. Die einzelnen Stücke sind dabei austauschbar, bleiben nicht hängen, gehen in das eine Ohr hinein und aus dem anderen wieder heraus. Zwar muss man noch nicht fluchtartig den Raum verlassen, hört man die Scheibe, doch überzeugend klingt das alles leider ganz und gar nicht mehr.

Es fällt wirklich schwer hier einen Höhepunkt zu nennen. Am ehesten gefallen auf „Voller Mond“ noch die beiden Nummern „Der Regen“ und „Der erste Stein“, wobei vor allen Dingen der letztgenannte Titel für mich den Höhepunkt des Albums darstellt. Ein eingängiges Lied, spannend aufgebaut und mit einem interessanten Text versehen. Alles andere wirkt jedoch häufig langweilig und belanglos.

Fazit: Rainhard Fendrich machte eine Entwicklung mit seiner Musik durch. Wie alle anderen Musikerinnen und Musiker eben auch. Diese Entwicklung des österreichischen Liedermachers zum Pop- und Schlagersänger ist allerdings leider sehr schade. Nicht mehr viel auf „Voller Mond“ kann einen unterhalten. Klar ist das alles Geschmackssache, wer jedoch auf den ersten Platten beeindruckende Lieder fand, wird hier nur noch schwer fündig. Fünf Punkte.

Anspieltipps: Der Regen, Der erste Stein



Dienstag, 19. September 2017

Roger Chapman – How, How, How (Maxi Single)




Roger Chapman – How, How, How (Maxi Single)


Besetzung:

Keine weiteren Angaben


Gastmusiker:

Keine weiteren Angaben


Label: Instant Records


Erscheinungsdatum: 1984


Stil: Rock


Trackliste:

1. How, How, How (6:02)
2. Hold That Tide Back (3:07)

Gesamtspieldauer: 9:09




Normalerweise werden auf diesen Seiten keine Singles und Maxi-Singles besprochen. Im Falle von Roger Chapmans „How, How, How“ handelt sich allerdings um eine sehr gelungene alternative Version eines Liedes, welches in ursprünglicher Version auf dem ebenfalls im Jahr 1984 erschienen Album „The Shadow Knows“ enthalten ist. Deshalb mal eine Ausnahme.

„How, How, How“ rockt gut und geht ins Ohr. Auch der etwas verlängerte Instrumentalteil schließt sich hier sehr gut an und verlängert den Groove. Das Lied ist zum Teil sogar ein klein wenig funky geraten und scheint irgendwie zu vibrieren. Gut geeignet für 80er Partys, um die Tanzfläche zu füllen. Auf der Rückseite befindet sich der Titel „Hold That Tide Back“, welcher keiner großartigen Erwähnung bedarf und wohl nicht umsonst nicht auf dem Album „The Shadow Knows“ enthalten war.

Fazit: „How, How, How“ ist in dieser Version ein gelungener alternativer Mix des ursprünglich „nur“ rockigen Liedes, welches sich auf dem achten Solo-Album des gebürtigen Leicesters befindet. Ein Lied, wie geschaffen für 80er-Revival-Partys, bei denen nicht der Synthie-Pop im Vordergrund stehen soll. Ohne Bewertung.

Anspieltipps: How, How, How



Montag, 18. September 2017

Amy Winehouse – Frank




Amy Winehouse – Frank


Besetzung:

Amy Winehouse – vocals, guitar


Gastmusiker:

John Adams – organ, rhodes
Robert Aaron – flute, saxophone
Teodross Avery – saxophone
Ian Barter – guitar
Rudy Bird – percussion, shaker
Errol Campbell – drums, percussion
Wilburn "Squiddley" Cole – drums
Commissioner Gordon – drums, effects, percussion, turntables
Delroy "Chris" Cooper – bass
21st Century Jazz – accompaniment
Tanya Darby – trumpet
Jeni Fujita – backing vocals
Vincent Henry – alto flute, alto saxophone, baritone saxophone, flute, tenor saxophone
Jimmy Hogarth – bass, drums, guitar, percussion, programming
Felix Howard – backing vocals
Stafford Hunter – trombone
Timothy Hutton – horn
Donovan Jackson – keyboards, organ, rhodes
Gregory Jackson – bass
Bruce Purse – baritone horn, bass trumpet, flugelhorn, trumpet
Salaam Remi – arrangement, drum programming, drums, electric bass, electric upright bass, organ, percussion
Matt Rowe – backing vocals, trumpet
Jeremy Shaw – guitar
Stefan Skarbek – backing vocals, trumpet
Martin Slattery – hammond organ, horn, Wurlitzer
Earl "Chinna" Smith – guitar
Luke Smith – bass, keyboards, piano
Lenny Underwood – keyboards, piano
Richard Wilkinson – additional drums
Troy Wilson – drums


Label: Island Records


Erscheinungsdatum: 2003


Stil: Jazz, R&B, Soul


Trackliste:

1. Intro / Stronger Than Me (3:54)
2. You Sent Me Flying / Cherry (6:50)
3. Fuck Me Pumps (3:20)
4. I Heard Love Is Blind (2:10)
5. (There Is) No Greater Love (2:47)
8. In My Bed (5:17)
9. Take The Box (3:20)
10. October Song (3:24)
11. What Is It About Men (3:29)
12. Help Yourself (5:01)
13. Amy Amy Amy / Outro (11:03)

Gesamtspieldauer: 50:40




Wer Amy Winehouse von ihrer zweiten Platte „Back To Black” her kennt, dürfte beim Hören ihres Debut-Albums mit dem Titel „Frank” einigermaßen überrascht sein. Denn dieses Album klingt weit weniger nach Pop als „Back To Black”, ist viel mehr im R&B beheimatet, enthält einen größeren Soul-Anteil und weist auch jazzige Abschnitte auf. Erschienen ist „Frank” am 20. Oktober im Jahr 2003 auf dem Plattenlabel Island Records.

Besonders eingängig klingt auf „Frank” leider überhaupt nichts, es gibt hier keine Melodien, die irgendwie hängenbleiben würden. Nichts, was man mit melodiös umschreiben könnte. Amy Winehouse singt einen jazzigen R&B und man hört, dass sie in ihrer Musik aufgeht, packend klingt dies jedoch für Freunde guter Rockmusik überhaupt nicht mehr. Sehr viel mehr hört man hier eine Aneinanderreihung von fast schon atonaler, jedoch sehr rhythmischer Gesangseinlagen der Amy Winehouse, die allerdings auch nicht großartig tanzbar wären.

„Absolutely not my cup of tea“ würde ein Engländer sagen, der mit dieser Art der Musik nichts anzufangen weiß. So geht es auch mir, ich stelle fest, dass Amy Winehouse gut singen kann, das ist es allerdings bereits, was mir Positives zu diesem Album einfällt. Die Platte verkaufte sich gut, über zwei Millionen Mal bisher. Trotzdem ist das kein Vergleich zum Nachfolgealbum „Back To Black”, welches über zwölf Millionen Mal über die Theke ging. Der im nächsten Album folgende Pop scheint dann insgesamt doch noch massentauglicher gewesen zu sein.

Fazit: Schwierig ein Album zu bewerten, welches angefüllt ist mit Musik, mit der man so gar nichts anzufangen weiß. Mir ergeht es so beim Hören von Amy Winehouses „Frank“. Das Grauen schlechthin, nichts, was mich auch nur ein klein wenig begeistern könnte – eher das Gegenteil setzt ein, ich bin froh, wenn es endlich wieder vorbei ist. Musik ist so sehr subjektiv und wer etwas anderes behauptet, die oder der muss einen ganz starken Willen haben. Habe ich wohl nicht, mich langweilt das hier sehr. Zwei Punkte.

Anspieltipps: Help Yourself



Sonntag, 17. September 2017

Mike Oldfield – The Millenium Bell




Mike Oldfield – The Millenium Bell


Besetzung:

Mike Oldfield – all instruments


Gastmusiker:

London Session Orchestra
The London Händel Choir
The Grant Gospel Choir
Nicola Emmanuelle – vocals
David Serame – vocals
Miriam Stockley – vocals
Camilla Darlow – vocals
Andrew Johnson – vocals
Gota Yashiki – drums
Martay – vocals
Pepsi Demacque – vocals
Greta Hegerland-Oldfield – narration
DJ Pippi – arrangement


Label: Warner Music


Erscheinungsdatum: 1999


Stil: Weltmusik, New Age


Trackliste:

1. Peace On Earth (4:10)
2. Pacha Mama (4:05)
3. Santa Maria (2:44)
4. Sunlight Shining Through Cloud (4:33)
5. The Doge's Palace (3:07)
6. Lake Constance (5:16)
7. Mastermind (3:03)
8. Broad Sunlit Uplands (4:03)
9. Liberation (2:38)
10. Amber Light (3:42)
11. The Millennium Bell (7:37)

Gesamtspieldauer: 45:03




„The Millennium Bell” ist das zwanzigste Studioalbum des Engländers Mike Oldfield und erschein im November 1999, lediglich ein halbes Jahr nach dem neunzehnten Album „Guitars“. Veröffentlicht wurde die Scheibe wieder, wie schon der Vorgänger, auf dem Label Warner Brothers. „The Millennium Bell” war das Hauptstück, welches Mike Oldfield am Abend des 31.12.1999 an der Berliner Mauer zum Besten gab.

Angeblich soll das Thema des Albums die verschiedenen Perioden in der Geschichte der Menschheit sein. Schöne Absicht zur Jahrtausendwende, jedoch beim Hören von „The Millennium Bell” muss man wirklich sehr stark sein. Was Mike Oldfield hier seinen Hörerinnen und Hörern bietet, das ist ein Sammelsurium aus größtenteils Grausamkeiten. Hier wird alles vermischt und verwurstet, was ihm wohl gerade so einfiel. Von klassischer Musik über Ethno über New Age bis hin zu Techno gibt es hier zu hören. Dazwischen erklingt auch mal etwas Country oder verpoppte Klassik, Rondo Veneziano lässt grüßen. Man hört immer wieder einen unfassbar schlechten Drum-Computer und Gesänge, die mal an Enya, mal an Eingeborenen-Stämme in Afrika erinnern. Es ist zum Teil so fürchterlich, dass man einfach nicht glauben kann, dass Mike Oldfield diese Musik geschrieben haben soll. Jener Mike Oldfield, der mit dem genialen „Tubular Bells“ seine Karriere startete und diese „Glockengeschichte“ immer weiter zu melken scheint, da ihm einfach nichts Besseres mehr einfallen will. Es ist so traurig.

Hier etwas Positives zu finden fällt wahrlich schwer, da sich absolut kein roter Faden auf dieser Scheibe ausmachen lässt und alles so furchtbar anbiedernd klingt. Nun, ich finde „Lake Constance“ ganz nett, da es zum Teil wie Klassik klingt und somit keine Drum-Machine enthält. Dies gilt auch für „Broad Sunlit Uplands“, obwohl sich Mike Oldfield hier mehr im Genre Filmmusik bewegt. Ansonsten klingt das alles gar nicht gut, schlimm zum größten Teil. Der absolute Höhepunkt – Pardon – Tiefpunkt, wird dann allerdings mit dem Titellied „The Millennium Bell” selbst erreicht. Ein ganz schlechtes Techno-Dance-Stück, welches Mike Oldfield laut Booklet tatsächlich mit dem Rat der Ibiza-Legende DJ Pippi arrangiert hat. Da fehlen einem die Worte, weil man merkt, dass dies alles ernst gemeint ist.

Fazit: Manches auf „The Millennium Bell“ ist einfach unfassbar schlecht. Manches will man nicht hören, manches überhört man, einiges ist einem vollkommen egal und nur weniges klingt ganz okay. Mit dieser Scheibe foltert Mike Oldfield seine Fans definitiv. Dieser Ethno-New-Age-Weltmusik-Techno-Dance-Pop-Klassik-Schmarrn tut weh. Nur ganz wenig auf „The Millennium Bell“ ist hörbar, der Rest anbiedernd oder aber grottenschlecht. Einen Punkt.

Anspieltipps: Lake Constance, Broad Sunlit Uplands



Samstag, 16. September 2017

The Art Company – Get It Out Of Your Head




The Art Company – Get It Out Of Your Head


Besetzung:

Nol Havens – vocals
Frans Baudoin – keyboards
Roel Jongenelen – bass
Ferd Berger – guitars
Jos van der Dries – drums
Ferdi Lancee – additional guitars and keyboards


Label: CBS Records


Erscheinungsdatum: 1984


Stil: Pop


Trackliste:

1. Get It Out Of Your Head (3:31)
2. I Don't Wanna Be Without You (4:07)
3. Susanna (4:43)
4. Marianne (3:35)
5. A Life Like Yours (3:00)
6. I Can See A Future (3:25)
7. Maybe Tomorrow (3:37)
8. She's There (And I Know She Cares) (3:30)
9. 17th Floor (3:13)
10. Simon (2:50)

Gesamtspieldauer: 34:31




The Art Company, eine Band die eigentlich VOF de Kunst heißt, ist eine niederländische Popgruppe aus Tilburg. Im Jahr 1983 wurde sie von Sänger Nol Havens gegründet und ging ziemlich schnell europaweit auf Tournee. Hier schien dann der niederländische Bandname nicht ganz zu passen und so taufte man sich extra für das Ausland in The Art Company um, der Name VOF de Kunst blieb für die Niederlande. Schnell wurde auch mit dem Lied „Susanna“ eine Single veröffentlicht und diese wurde in vielen Ländern zum Hit.

„Get It Out Of Your Head“ ist das zweite Album der Band und beinhaltet eben jenes „Susanna“, einen kleinen Ohrwurm, der auch hängenbleibt. Ansonsten hört man auf der Platte weiteren, sehr unaufgeregten Pop, der locker leicht aus den Boxen zu quellen scheint. Alles von The Art Company auf „Get It Out Of Your Head“ klingt fröhlich und relaxt. Keine komplizierte Musik, eher einfach gestrickt, jedoch nicht primitiv anbiedernd, wie so manche andere Band der 80er Jahre.

Man wird unterhalten mit dem Album, das allerdings auch nicht sonderlich in die Tiefe geht. Ein zweiter Titel wie „Susanna“ ist nicht mehr enthalten, trotzdem lässt sich alles auf dieser Scheibe gut anhören, wenn man nicht zu hohe Ansprüche an die Musik stellt. Jedes Lied der Platte ist radiotauglich und „Susanna“ läuft dort auch heute noch ab und an. The Art Company haben sich allerdings bald aus dem Pop-Geschäft verabschiedet und widmeten sich anschließend ganz der Musik für Kinder, für die sie immer noch in Kindertheatern in den Niederlanden auftreten.

Fazit: Fröhliche Pop-Musik bietet die niederländische Pop Band The Art Company ihren Hörerinnen und Hörern. Alles auf „Get It Out Of Your Head“ wirkt eingängig und entspannt. Sicherlich keine Musik für anspruchsvolle Musikkonsumenten, eher etwas für „Nebenbeihörer“. Mit „Susanna“ enthält das Album sogar einen kleinen Ohrwurm. Sieben Punkte.

Anspieltipps: Susanna



Freitag, 15. September 2017

Eugen De Ryck – Grey Test Hits




Eugen De Ryck – Grey Test Hits


Besetzung:

Eugen de Ryck – vocals, guitar, hadda, nepali horns, african drums


Gastmusiker:

Thomas Gawlas – bass, backing vocals, guitar, african drums
Lutz Oldemeier – drums, african drums
Manfred Baierl – special sax and clarinet sounds
Herman de Vries – hadda, nepali horns, african drums
Ingrid Spiegel – drums
Rainer Pließ – 12-string guitar


Label: Marie Marie Music


Erscheinungsdatum: 1989


Stil: Rock, Funk


Trackliste:

1. Don't Take Sweets (3:20)
2. Bikeriding (2:30)
3. Eliminated (2:41)
4. Drums (1:22)
5. E 41 (3:48)
6. Don't Turn Away (2:12)
7. Destructive (4:31)
8. Funky Nude Trash Party (3:46)
9. Fun (2:46)
10. Shake (3:58)
11. German Hospital (2:47)

Gesamtspieldauer: 33:41




Eugen de Ryck ist ein deutscher Musiker, der auch schon bei der Band Embryo ein kurzes Gastspiel gab, ansonsten in regelmäßigen Abständen Musik, hauptsächlich unter dem eigenen Namen, veröffentlicht und auch heute noch regelmäßig auftritt. Auf seinem 1989 auf dem Label Marie Marie Records veröffentlichten Album „Grey Test Hits“, welches unter dem vollständigen Namen Eugen de Ryck & The Funky Nude Trash Party Police erschien, hört man hauptsächlich eine Art Funk Rock, der zumeist im eher mittleren Tempo angesiedelt ist.

Und schon wird es schwierig, denn die Musik an sich ist schon mal nichts für die meisten Hörerinnen und Hörer. Großartig eingängig ist auf „Grey Test Hits“ gar nichts. Melodien die ins Ohr gehen fehlen also auf diesem Album völlig. Was nicht weiter schlimm wäre, denn gute Musik muss nicht eingängig oder melodiös sein, auch wenn es dabei hilft, besser anzukommen. Jedoch interessant sollte die Musik dann zumindest doch ein wenig sein, ist sie im Falle von „Grey Test Hits“ allerdings auch nicht. Mitunter klingt das Ganze auch ein wenig schräg, nicht jeder Ton scheint so gewollt – wird er aber wohl hoffentlich doch sein.

Was jedoch wirklich anstrengend ist an diesem Album, das ist der Sound. Und dieser gleich in mehrfacher Hinsicht. Zum einen klingt die Platte an manchen Stellen sehr schlecht abgemischt, man kann jetzt wirklich kaum mehr glauben, dass dies so gewollt war. Zudem hört sich der Klang immer wieder etwas verwaschen und unrein an. Schließlich gesellt sich noch der Umstand hinzu, dass Eugen de Ryck wahrlich kein begnadeter Sänger ist. Sehr gewöhnungsbedürftig das Ganze. Auch leider in Hinsicht auf die Aussprache, die entweder manchmal ein mir unbekannter britischer Akzent ist oder eben verdeutscht klingt. Nun, Letzteres hört man auch bei Grobschnitt oder Eloy, seltsam klingt es trotzdem. Das einzig wirklich überzeugende Lied auf „Grey Test Hits“ heißt „E 41“. Diese Nummer überzeugt – hat allerdings auch nur sehr wenig Text.

Fazit: Eine sehr gewöhnungsbedürftige Platte ist „Grey Test Hits“ von Eugen de Ryck & The Funky Nude Trash Party Police geworden. Das liegt zum einen an der Musik, die irgendwie nicht so ganz zünden will, obwohl Eugen de Ryck ein guter Gitarrist ist. Aber dieser Funk Rock ist sehr gewöhnungsbedürftig und will einfach nicht ins Ohr gehen. Was Eugen de Ryck auf jeden Fall nicht ist, das ist ein guter Sänger. Dazu gesellt sich noch der schlechte Sound der Platte. Schwierig. Drei Punkte.

Anspieltipps: E 41


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