Montag, 24. Juli 2017

Sally Oldfield – In Concert




Sally Oldfield – In Concert


Besetzung:

Sally Oldfield – piano, acoustic guitar and glockenspiel


Gastmusiker:

Dave Roach – drums, vocals
Dave Gregory – tenor and alto sax, flute, oboe, piccolo, vibraphone, percussion and vocals
Danny Schogger – keyboards and synthesizers
Kevin Healy – electric and acoustic guitars, vocals
Sarah Franklyn – acoustic guitar, percussion, vocals
John G. Perry – bass, vocals
Ian Mosley – drums


Label: Bronze Records


Erscheinungsdatum: 1982


Stil: New Age, Pop, Folk


Trackliste:

1. Weaver (3:38)
2. Nenya (3:38)
3. Morning Of My Life (5:31)
4. You Set My Gypsy Blood Free (3:41)
5. River Of My Childhood (3:57)
6. Woman Of The Night (5:29)
7. Song Of The Healer (3:53)
8. Mirrors (3:18)
9. Mandala (4:40)
10. The Sun In My Eyes (3:57)

Gesamtspieldauer: 41:42




Sally Oldfield heißt die ältere Schwester von Mike Oldfield und auch sie macht Musik, ist allerdings längst nicht so bekannt wie ihr Bruder. Unabhängig von ihren eigenen Kompositionen ist sie auch auf den Mike Oldfield Alben „Tubular Bells“, „Hergest Ridge“, „Ommadawn”, „Incantations“, „Tres Lunas“ und „Tubular Bells 2003“ mit ihrem Gesang zu hören. Ebenso sang sie das Stück „Shadow Of The Hierophant“ auf der Debut-Solo-Platte „Voyage Of The Acolyte“ des Ex-Genesis-Gitarristen Steve Hackett ein. Ab dem Jahr 1978 veröffentlichte sie dann selbst eigene Alben. „In Concert“ ist ihr einziges Solo-Album und dieses erschien im Jahr 1982 auf dem Plattenlabel Bronze Records.

Die Musik der Sally Oldfield umschreibt man am besten mit einer Mischung aus New Age, Pop und Folk. Immer sind die Lieder dabei sanft und ruhig und die Stimme der Sally Oldfield steht sehr im Vordergrund. Warm klingt sie, diese Stimme, oftmals im Alt angesiedelt, dabei sich nie aufdringlich anhörend. Sally Oldfields Lieder wirken manchmal etwas verträumt, ein anderes Mal swingen sie sogar ein wenig. Richtig überragend klingt das allerdings alles nicht. Dazu fehlen die wirklich überzeugenden Ideen, die mitreißenden Melodien und es mangelt den Liedern allgemein an Qualität, um sie aus dem Mittelmaß des Pop und des Folk herauszuheben. Viele der Stücke klingen zudem ein wenig zu süßlich, zu weich und ohne jegliche Ecken und Kanten, die ein Lied auch mal interessanter werden lassen.

Was bleibt von dieser Scheibe sind nur wenige Höhepunkte. Einer davon ist sicherlich das gänzlich ungewöhnlich „Mandala“, mit dem sich Sally Oldfield dann doch mal aus dem unteren Durchschnitt heraushebt. Ebenfalls ein weiches Lied, mit einer schönen Melodie ausgestattet, die sich bereits beim ersten Mal des Hörens festgesetzt hat. Der Opener „Weaver“ nimmt mit einem Synthesizer-Lauf zu Beginn starke Anleihen an Tubular Bells. „Song For The Healer“ klingt eingängig, ein wenig nach Folk und das melodiöse „Mirrors“ könnte mit seinem Anfang durchaus auch als Weihnachtslied durchgehen.

Fazit: Wenig kann auf diesem Live-Album, bei dem das Publikum lediglich am Ende eines jedes Liedes als Applausgeber zu hören ist, überzeugen. Vieles klingt einfach ein wenig zu seicht und weiß absolut nicht zu packen. Die Musik auf „In Concert“ ist sehr weiblich gehalten, was Tori Amos oder Kate Bush sehr viel besser und überzeugender zu transportieren verstehen. Sechs Punkte.

Anspieltipps: Weaver, Mandala



Sonntag, 23. Juli 2017

Manfred Mann – Collection




Manfred Mann – Collection


Besetzung:

Keine weiteren Angaben


Gastmusiker:

Keine weiteren Angaben


Label: EMI


Erscheinungsdatum: 1981 (Musik von 1962 bis 1969)


Stil: 60ies Pop, Rock’n’Roll, Blues


Trackliste:

1. Do Wah Diddy Diddy (2:21)
2. Hi Lili, Hi Lo (2:38)
3. If You Gotta Go, Go Now (2:30)
4. The One In The Middle (2:37)
5. With God On Our Side (4:20)
6. Come Tomorrow (2:46)
7. Pretty Flamingo (2:33)
8. Oh No Not My Baby (2:30)
9. Sha-La-La (2:29)
10. Groovin‘ (3:41)
11. Stormy Monday Blues (3:38)
12. There’s No Living Without Your Loving (2:36)

Gesamtspieldauer: 34:39




Die Manfred Mann „Collection“, wie dieses im Jahr 1981 auf dem Plattenlabel EMI erschienene Album heißt, hat nichts mit der Manfred Mann‘s Earthband zu tun. Indirekt natürlich schon, denn dieser Manfred Mann ist in beiden Bands dieselbe Person. Nur musikalisch eben spielt die Musik beider Formationen in zwei unterschiedlichen Welten. Manfred Mann‘s Earthband, die ab 1972 Platten veröffentlichte, steht für Progressive Rock und später Pop. Manfred Mann stand in den 60er Jahren allerdings für 60ies Pop und klingt kein bisschen progressiv und völlig uninteressant.

Die, auf diesem Kompilationsalbum enthaltenen Stücke, wurden in den Jahren von 1962 bis 1969 eingespielt. Zu hören ist hier unfassbar langweiliger 60ies Pop, der noch nicht einmal von der Band selbst geschrieben wurde. Es handelt sich dabei um für Manfred Mann geschriebene Stücke oder aber um Cover-Versionen anderer Künstler. Höchstens Freundinnen und Freunde des 60ies Pop können hier vielleicht noch etwas für sich entdecken, für alle anderen ist diese Art des Pop bis Rock’n’Roll einfach nur unfassbar langweilig.

Allein schon solch Titel wie „Do Wah Diddy Diddy“, „Hi Lili, Hi Lo“ oder „Sha-La-la“ weisen schon darauf hin, in welchem Geiste diese Musik entstand. Heute klingt das alles eher unfreiwillig komisch, obwohl „Do Wah Diddy Diddy“ natürlich den allermeisten Musikinteressierten bekannt sein dürfte. Das wiederum sagt jedoch nichts über die Qualität der Musik aus. Diese ist heutzutage einfach überholt und wird nur noch die wenigsten Menschen locken können. Vielleicht wenn man Erinnerungen aus seiner Jugend damit verbindet. Die musikalischen Zeiten ändern sich jedoch, was man an dieser Scheibe unglaublich gut hören kann. Da hier auch noch Höhepunkte zusammengefügt wurden, mag man gar nicht wissen wollen, was sich sonst noch so für Töne auf einer Manfred Mann Scheibe tummelten. Über die unglaublich einfallslosen Texte brauche ich an dieser Stelle kaum mehr ein Wort zu verlieren, sie ergänzen die Musik perfekt in ihrer Belanglosigkeit.

Fazit: 60er Jahre Musik der ganz einfachen und inzwischen fast einfallslosen Art und Weise hört man auf diesem Kompilationsalbum mit dem Namen „Collection“. Die Musik ist langweilig und belanglos. Das war sie vielleicht nicht immer, aber um die fünfzig Jahre nach ihrem Entstehen, ist es nicht mehr ganz einfach hier zuzuhören. Es gibt viele Möglichkeiten seine Zeit zu verschwenden, eine davon ist dieser völlig überholten und langweiligen Oldie-Musik zu lauschen. Drei Punkte.

Anspieltipps: With God On Our Side



Samstag, 22. Juli 2017

Various Artists – Flower Power




Various Artists – Flower Power


Label: CBS Records


Erscheinungsdatum: 1989


Stil: Pop, Folk


Trackliste:

Seite 1:

1. Scott McKenzie – San Francisco (Be Sure To Wear Some Flowers In Your Hair)
2. The Mamas & The Papas – California Dreamin'
3. The Byrds – Mr. Tambourine Man
4. The Rascals – Groovin'
5. The Move – Flowers In The Rain
6. Lemon Pipers – Green Tambourine
7. The Lovin' Spoonful – Summer In The City
8. Santana – Samba Pa Ti
9. Sonny & Cher – I Got You Babe
10. The Marmalade – Reflections Of My Life


Seite 2:

11. The 5th Dimension – Aquarius / Let The Sunshine In (The Flesh Failures)
12. Melanie – Ruby Tuesday
13. DonovanAtlantis
14. Barry McGuire – Eve Of Destruction
15. The Mamas & The Papas – Monday Monday
16. Joe Cocker – With A Little Help From My Friends
17. Joan Baez – Blowin' In The Wind


Seite 3:

18. Jefferson Airplane – Somebody To Love
19. Eric Burdon – San Franciscan Nights
20. Cream – White Room
21. Vanilla Fudge – You Keep Me Hangin' On
22. Procol Harum – A Whiter Shade Of Pale
23. Canned Heat – On The Road Again
24. Jimi Hendrix – Purple Haze
25. Sly And The Family Stone – I Want To Take You Higher


Seite 4:

26. The Beach Boys – Good Vibrations
27. The Flowerpot Men – Let's Go To San Francisco
28. The Monkees – Daydream Believer
29. It's A Beautiful Day – White Bird
30. Mama Cass – Dream A Little Dream Of Me
31. The Byrds – Eight Miles High
32. Albert Hammond – It Never Rains In Southern California
33. Pete Seeger – Where Have All The Flowers Gone

Gesamtspieldauer: ~90:00




Möchte man eines der Lebensgefühle Ende der 60er Jahre des letzten Jahrhunderts tief einatmen, so hält das Doppelalbum „Flower Power“ alles, was das Herz begehrt, für einen bereit. Auf dem Album befinden sich 33 Originaltitel aus der damaligen Zeit, die nichts anderes machen, als diese damalige Atmosphäre zu transportierten. Wirklich so gut wie jedes Lied auf der Scheibe hat man schon einmal gehört und diese laufen auch heute immer noch im Radio, wenn dort ein wenig Nostalgie verbreitet werden soll.

Die Stücke stammen aus der Zeit von 1965 bis 1972, sind durchweg sehr melodische und eingängige Nummern, viele davon auch wahre Ohrwürmer. Selbstverständlich sind die meisten Nummern solche, die man heute unter der Rubrik „Oldies“ zusammenfasst und das hört man den Stücken auch an. Nach bald 50 Jahren dürfte dieser Umstand allerdings keinen wirklich überraschen. Das Schöne und Gelungene an diesem Kompilationsalbum ist dabei, dass hier auf Füllmaterial verzichtet wurde. Alle auf „Flower Power“ enthaltenen Stücke sind mehr oder weniger bekannt. Jede Hörerin und jeder Hörer wird hier einige Lieder entdecken können, die ihr oder ihm gefallen, denn diese Zusammenstellung hat einiges an immer wiederkehrenden Melodien zu bieten.

Fazit: Einen sehr schönen musikalischen Überblick über die Musik des „Summer Of Love“ und noch darüber hinaus bietet das Doppelalbum „Flower Power“. Viele bekannte Hits vor allen Dingen Ende der 60er Jahre sind hier enthalten. Wer also einmal musikalisch in die damalige Zeit eintauchen möchte, die oder dem wird mit diesem Kompilationsalbum eine sehr gute Möglichkeit dazu geliefert. Elf Punkte.

Anspieltipps: California Dreamin', Ruby Tuesday, San Franciscan Nights, On The Road Again



Freitag, 21. Juli 2017

Ian Dury & The Blockheads – Sex & Drugs & Rock & Roll




Ian Dury & The Blockheads – Sex & Drugs & Rock & Roll


Besetzung:

Ian Dury – vocals


Gastmusiker:

John Turnbull – guitar, back-up vocals
Davey Payne – saxes 
Norman Watt-Roy – bass
Charley Charles – drums
Mickey Gallagher – keyboards
Wilko Johnson – guitar, back-up vocals
Chaz Jankel – guitar


Label: Demon Records


Erscheinungsdatum: 1987


Stil: Rock, Funk, Disco


Trackliste:

1. Hit Me With Your Rhythm Stick (3:44)
2. I Want To Be Straight (3:20)
3. There Ain't Half Been Some Clever Bastards (3:05)
4. What A Waste! (3:31)
5. Common As Muck (4:00)
6. Reasons To Be Cheerful Pt.3 (5:00)
7. Sex And Drugs And Rock And Roll (3:05)
8. Supermans Big Sister (2:51)
9. Razzle In My Pocket (3:01)
10. You're More Than Fair (3:01)
11. Inbetweenies (5:20)
12. You'll See Glimpses (3:40)

Gesamtspieldauer: 43:38




Die Platte „Sex & Drugs & Rock & Roll“ von Ian Dury & The Blockheads ist ein Kompilationsalbum mit Hits und mehr oder weniger bekannteren Liedern des Ian Dury aus der Zeit zwischen 1977 bis 1980. Darauf zu hören gibt es eine sehr abwechslungsreiche Mischung verschiedenster musikalischer Stilrichtungen. Von Rock über Pop bis Reggae, Funk und Soul haben Ian Dury und seine Begleitband kein musikalisches Genre ausgelassen und all diese Stile wurde hier auf „Sex & Drugs & Rock & Roll“ zusammengeführt.

Musik, welche Ende der 70er und Anfang der 80er Jahre entstand und bei der der Synthesizer nicht die zentrale Rolle einnimmt, ist keine Selbstverständlichkeit. Bei Ian Dury & The Blockheads ist dies aber der Fall. Hier hört man hauptsächlich „handgemachten“ Rock, der oftmals auch in den Nachbar-Genres wildert. Nicht schlecht gemacht, trotzdem kann einen bei solch einer Vielfalt natürlich nicht alles überzeugen. Was allen Stücken dabei allerdings gemein ist, das ist der Groove, den alle Lieder durchgängig transportieren. Man kommt gar nicht umhin, mit den Füßen mitzuwippen, auch wenn gerade nicht die eigene Lieblingsmusik läuft. Musik zum Tanzen.

Höhepunkte der Scheibe sind sicherlich das bekannteste Lied des Ian Dury und gleichzeitig auch Titelgeber für dieses Kompilationsalbum: „Sex & Drugs & Rock & Roll“. Das Lied, welches allerdings den meisten Erfolg verbuchen konnte und auch auf dieser Zusammenstellung einen Höhepunkt darstellt ist „Hit Me With Your Rhythm Stick“. Das Stück schaffte es 1978 sowohl in England wie in Australien auf Platz 1 der Charts und war nie auf einem offiziellen Studioalbum enthalten. Tolle Nummer, die sehr gut in die Beine geht. Und der Rest der Scheibe klingt ebenfalls – mal mehr mal etwas weniger überzeugend, jedoch immer nach durchdachter und grooviger Rock-Musik.

Fazit: Eine schöne Zusammenstellung der Musik von Ian Dury & The Blockheads ist „Sex & Drugs & Rock & Roll“ geworden. Man erhält einen sehr guten Überblick und Eindruck der Musik des Ian Dury Ende der 70er und Anfang der 80er Jahre. Diese ist immer rhythmisch und tanzbar, geht zum größten Teil auch gut ins Ohr. Nichts Weltbewegendes zwar, doch das gibt es musikalisch gesehen sowieso nur ganz selten. Acht Punkte.

Anspieltipps: Sex & Drugs & Rock & Roll, Hit Me With Your Rhythm Stick



Donnerstag, 20. Juli 2017

Japan – Assemblage




Japan – Assemblage


Besetzung:

David Sylvian – vocals, synthesizers. piano, electric guitar
Mick Karn – bass guitar, oboe, saxophone, recorder
Steve Jansen – drums, synthesizer, percussion
Richard Barbieri – synthesizers, sequencer, piano
Rob Dean – guitar, ebow


Label: EMI


Erscheinungsdatum: 1981


Stil: New Wave, Pop


Trackliste:

1. Adolescent Sex (Re-Recorded Version) (4:15)
2. Stateline (B-Seite) (4:48)
3. Communist China (vom Album "Adolescent Sex") (2:43)
4. ...Rhodesia (vom Album "Adolescent Sex") (6:48)
5. Suburban Berlin (vom Album "Obscure Alternatives") (5:01)
6. Life In Tokyo (Single, Remix) (3:33)
7. European Son (B-Seite, Remix) (3:40)
8. All Tomorrow's Parties (Alternative Version vom Album "Quiet Life") (4:15)
9. Quiet Life (vom Album "Quiet Life") (4:53)
10. I Second That Emotion (Single) (3:46)

Gesamtspieldauer: 43:42



„Assemblage” ist ein Kompilationsalbum der englischen Band Japan. Veröffentlicht wurde es im Jahr 1981 auf dem Plattenlabel EMI. „Assemblage“ beinhaltet Aufnahmen aus den Jahren 1977 bis 1980. Ganze sechs Singles wurden in den Jahren von 1981 bis 1983 aus dem Album ausgekoppelt und veröffentlicht – welche allerdings nur im Vereinigten Königreich eingeschränkten Erfolg aufwiesen.

Zu hören ist auf „Assemblage“ dieser typische 80er Synthesizer-Sound, der sich musikalisch irgendwo zwischen New Wave und Synthi-Pop bewegt. Heutzutage klingt das alles mehr nach einem musikalischen Zeitdokument, denn nach interessanter Musik. Die Lieder auf „Assemblage“ gehen weder gut ins Ohr noch sind sie anderweitig besonders interessant. Auch waren diese Stücke von Japan keine Hits im eigentlichen Sinne. Für die Band Japan mag das vielleicht stimmen, dass es sich hierbei um deren erfolgreichste Nummern handelt. Weit vorne in den Charts konnten sich diese Lieder jedoch nicht platzieren – zumindest nicht in Deutschland. In England erreichte immerhin der Remix von „I Second That Emotion“ Platz 9 der Charts.

Somit gibt es heutzutage kaum noch einen Grund „Assemblage“ aufzulegen. Noch nicht einmal eine 80ies Party kann hier weiterhelfen, da die Lieder zum einen zu unbekannt und des Weiteren auch nicht besonders gut tanzbar sind. Vielmehr langweilt der synthetische Sound der ganzen Platte ziemlich schnell. Dieser setzt sich sofort fest und nervt schon bald, wohingegen die einzelnen Nummern eher zum einen Ohr hinein, zum anderen wieder herauswandern.

Fazit: „Assemblage“ ist ein typisches Album im Sound der 80er. Und wenn auch einige Lieder noch Ende der 70er entstanden sind, so bewirken die Überarbeitung in Form von Remixen, dass die Scheibe stark nach den 80ern klingt. Freundinnen und Freunde synthetischer Musik werden hier vielleicht Spaß haben – genau wie Nostalgiker, die mit solcher Musik in ihrer Jugend fischen. Ansonsten in heutiger Zeit nur noch am Rand interessant. Fünf Punkte.

Anspieltipps: Communist China, I Second That Emotion



Mittwoch, 19. Juli 2017

Godley & Creme – The History Mix Volume 1




Godley & Creme – The History Mix Volume 1


Besetzung:

Keine weiteren Angaben


Gastmusiker:

Keine weiteren Angaben


Label: Polydor


Erscheinungsdatum: 1985


Stil: Pop


Trackliste:

1. Wet Rubber Soup (9:30)
- Rubberbullets
- Minestrone
- I'm Not In Love
2. Cry (8:54)
3. Light Me Up (4:30)
4. An Englishman In New York (5:52)
5. Save A Mountain For Me (3:34)
6. Goldenboy (5:46)

Gesamtspieldauer: 38:06




Eine Art Kompilationsalbum stellt die Platte „The History Mix Volume 1“ von Kevin Godley und Lol Creme dar. Die beiden 10CC-Musiker, die zusammen und losgelöst von der Band ebenfalls einige Hits kreierten, sind hier in neuen Abmischungen, verlängerten Lied-Versionen und einem Medley zu hören. In vielen Aufzählungen wird diese Platte als das sechste von insgesamt sieben Studioalben der beiden britischen Musiker geführt. Einen „Mix Volume 2“ gibt es übrigens nicht.

Diese Zusammenstellung klingt mitunter verquer und will auch nicht mit jedem Takt und schon gar nicht mit jedem Titel ins Ohr gehen, da die beiden hier ihrer experimentellen Spiellaune und Produktion freien Lauf lassen. Zwei Nummern verhalten sich auf „The History Mix Volume 1“ jedoch wie reine Ohrwürmer und klingen überaus eingängig. Dies sind ausgedehnte Version des Stücks „Cry“, sowie „An Englishman In New York“. Zwei tolle Lieder, wobei sich die Nummer „Cry“ sogar in den US Billboard Hot 100 Charts auf Platz 16 platzieren konnte und somit die einzige Single des Duos darstellt, welche sich in den amerikanischen Charts abseits ihrer 10CC Erfolge dort wiederfand.

Zwei sehr eingängigen Stücken steht eine ganze Menge experimenteller Pop gegenüber. Hier hilft es ganz eindeutig, die Musik öfters zu hören, um sie sich besser erschließen zu können. Auch sind die einzelnen Stücke fest in den 80er Jahren des letzten Jahrhunderts verwoben, worauf Synthesizer und Keyboard unentwegt hinweisen. Godley & Creme machen alles andere als Musik, die anbiedernd klingt. Die Lieder hören sich immer spannend und irgendwie anders an, als das, was man sonst so zu hören bekommt. Und wenn dann auch noch solch Titel wie „Cry“ oder „An Englishman In New York“ dabei herauskommen, dann lohnt es noch mehr, mal genauer hinzuhören.

Fazit: Pop-Musik, die anders klingt. Das machten Kevin Godley und Lol Creme zusammen mit Graham Gouldman bei 10CC und das können sie auch außerhalb der Banden ihrer Band. Zum Teil klingt „The History Mix Volume 1“ sehr eingängig, zum Teil auch sehr gewöhnungsbedürftig, immer jedoch ungewöhnlich. Deutlich andere Musik als der Mainstream des Pop. Neun Punkte.

Anspieltipps: Cry, An Englishman In New York



Dienstag, 18. Juli 2017

Eric Clapton – Backtrackin’




Eric Clapton – Backtrackin’


Besetzung:

Eric Clapton – guitars, vocals


Gastmusiker:

Yvonne Elliman – backing vocals
George Terry – backing vocals, guitar
Dick Sims – organ, keyboards
Albhy Galuten – piano
Carl Radle – bass, percussion
Jamie Oldaker – drums
Marcy Levy – backing vocals
Jack Bruce – bass, vocals, harmonica
Ginger Baker – drums
Felix Pappalardi – keyboards
George Harrison (credited as L'Angelo Misterioso) – rhythm guitar
Duane Allman – guitar
Bobby Whitlock – keyboards, acoustic guitar, organ
Jim Gordon – drums, piano
Rita Coolidge – backing vocals
Delaney Bramlett – backing vocals, rhythm guitar
Bonny Bramlett – backing vocals
Leon Russell – piano
Stevie Winwood – keyboards, vocals
Rich Grech – bass
Chris Stainton – keyboards
Albert Lee – guitar, keyboards, vocals
Dave Markee – bass
Henry Spinetti – drums


Label: Starblend Records


Erscheinungsdatum: 1984


Stil: Blues, Reggae, Rock


Trackliste:

Seite 1 (Singles):

1. I Shot The Sheriff (4:26)
2. Knockin' On Heaven's Door (4:26)
3. Lay Down Sally (3:55)
4. Promises (3:05)
5. Swing Low, Sweet Chariot (3:35)
6. Wonderful Tonight (3:45)


Seite 2 (History):

1. Sunshine Of Your Love (4:14)
2. Tales Of Brave Ulysses (2:50)
3. Badge (2:46)
4. Little Wing (5:38)
5. Layla (7:10)


Seite 3 (Classics):

1. Cocaine (3:40)
2. Strange Brew (2:48)
3. Spoonful (6:32)
4. Let It Rain (5:08)
5. Have You Ever Loved A Woman? (7:04)
6. Presence Of The Lord (4:49)


Seite 4 (Live):

1. Crossroads (Live) (4:17)
2. Roll It Over (Live) (6:39)
3. Can't Find My Way Home (Live) (5:16)
4. Blues Power (Live) (7:26)
5. Further On Up The Road (Live) (7:08)

Gesamtspieldauer: 1:45:54



Das Doppelalbum „Backtrackin’“ bietet einen schönen Überblick über das Wirken und Schaffen des Eric Clapton. Darauf enthalten sind die bekanntesten Lieder des gebürtigen Briten aus Ripley in der Grafschaft Surrey aus seiner Solo-Karriere sowie mit Cream, Blind Faith und Derek And The Dominos in der Zeit von 1966 bis 1980. Veröffentlicht wurde „Backtrackin’“ im Jahr 1984 auf dem Label Starblend Records und erschien ursprünglich zuerst auf dem deutschen Markt, ist in den USA nur als Import zu erhalten. Die einzelnen Seiten der LP sind mit „Singles“, „History“, „Classics“ und „Live“ betitelt, was auch auf die CD-Neuausgabe übertragen wurde.

„Backtrackin’“ war das bereits sechste „Best Of…-Album“ des englischen Musikers und überraschend dabei ist, liest man die Credits genauer, wie wenig Lieder Eric Clapton im Grunde genommen selbst geschrieben hat. Seine „Hits“ sind zum größten Teil Cover-Versionen anderer Künstler oder aber er ist lediglich der Co-Autor. Seine bekanntesten Stücke sind allerdings allesamt enthalten und so erhält man mit diesem Album eine Zusammenstellung aus Rock-, ein wenig Pop-, Blues- und Reggae-Stücken, die allesamt, falls wirklich „Hits“, fest mit Eric Clapton assoziiert sind und nur noch wenig mit den ursprünglichen Songschreibern.

Einige der Lieder auf „Backtrackin’“ klingen dabei bereits sehr nach „Oldie“ aus den 60er Jahren. Anderes von Eric Clapton klingt dagegen immer noch aktuell und modern. Bekannt ist viel, jedoch nicht alles. Vor allen Dingen die dritte LP-Seite mit der Überschrift „Classics“ hält, nach dem sicherlich allseits bekannten „Cocaine“ des J.J. Cale, einige eher unbekanntere Stücke des Eric Clapton parat. Um die Scheibe wirklich genießen zu können, sollte man dem Blues auch etwas aufgeschlossen gegenüberstehen.

Fazit: „Backtrackin’“ enthält eine Zusammenstellung mehr oder weniger bekannter Stücke von Eric Clapton, die im Bereich des Blues, Rock und zum Teil noch Reggae beheimatet sind. Die Scheibe lohnt sicherlich nicht für den Eric Clapton Fan, da dieser die einzelnen Stücke wohl schon mit den ursprünglichen offiziellen Veröffentlichungen besitzt. Möchte man sich allerdings einen Überblick über das Wirken und Schaffen des britischen Musikers verschaffen, so kann „Backtrackin‘“ durchaus eine lohnende Anschaffung darstellen. Sieben Punkte.

Anspieltipps: Tales Of Brave Ulysses



Montag, 17. Juli 2017

Eurythmics – Sweet Dreams Are Made Of This




Eurythmics – Sweet Dreams Are Made Of This


Besetzung:

Annie Lennox – vocals, keyboards, synthesizers, flute
David A. Stewart – guitar, keyboards, synthesizers, programming, backing vocals


Gastmusiker:

Robert Crash – guitar, e-drums, synthesiser, robotic vocals
Green Gartside – guest vocal duet on "Wrap it Up"
Dick Cuthell – trumpet
Adam Williams – bass, synthesiser
Andy Brown – bass
Reynard Falconer – synthesisers
John Turnbull – guitar


Label: RCA Records


Erscheinungsdatum: 1983


Stil: New Wave, Synthie Pop


Trackliste:

1. Love Is A Stranger (3:43)
2. I've Got An Angel (2:45)
3. Wrap It Up (3:33)
4. I Could Give You (A Mirror) (3:51)
5. The Walk (4:40)
6. Sweet Dreams (Are Made Of This) (3:36)
7. Jennifer (5:06)
8. This Is The House (4:56)
9. Somebody Told Me (3:29)
10. This City Never Sleeps (6:33)

Gesamtspieldauer: 41:59




Anfang des Jahres 1983, elf Monate vor dem nächsten großen Erfolg mit „Touch“, veröffentlichten die Eurythmics mit dem Album „Sweet Dreams (Are Made Of This)“ jenes, welches Annie Lennox und Dave Stewart zum weltweiten Durchbruch verhalf. Am 4. Januar veröffentlicht und auf dem Plattenlabel RCA Records erschienen, war das Album das erste des Duos, welches die Eine-Millionen-Grenze bezüglich der Verkäufe durchbrach. Die bekanntesten Stücke darauf sind das Titellied „Sweet Dreams (Are Made Of This)“, „Jennifer“ sowie „Love Is A Stranger“.

Das Album „Sweet Dreams (Are Made Of This)“ ist in dem Buch „1001 Albums You Must Hear Before You Die” aufgeführt. Nun, so unterschiedlich können Geschmäcker aber auch Einschätzungen sein. Die Platte ist fest verankert in dem Synthie-Sound Anfang der 80er Jahre. Dieser mag damals durchaus hip und toll geklungen haben. Heute klingt das alles jedoch sehr viel konstruierter und oftmals einfach nur noch synthetisch und irgendwie kalt. Dazu dieser ewige, nervige und immer gleiche Sound der Drum-Machine, der das Hörerlebnis deutlich schmälert. Auch die Band selbst unterlag damals Fehleinschätzungen. Als erste Single wurde die Nummer „This Is the House“ ausgekoppelt und veröffentlicht, in meinen Ohren eines der schlechtesten Stücke der Platte und das Lied floppte genauso wie die nächste Singleauskopplung mit „The Walk“. Erst mit dem Album selbst und dem darauf enthaltenen Titelsong und Hit „Sweet Dreams (Are Made Of This)“ kam dann der große Erfolg.

An jeder Stelle der Platte gelungen ist der Gesang der Annie Lennox, der unglaublich variabel, spannend und aufregend klingt. Mit der Musik selbst ist das eben dann eine andere Geschichte. Die drei oben erwähnten bekannten Stücke können auch heute noch überzeugen und sind wie der Titelsong selbst in diesen Zeiten noch aktuell und werden immer noch von vielen Radiostationen dieser Welt gespielt. Der ganze Rest allerdings weiß so gar nicht mehr zu überzeugen, klingt nach Füllmaterial, obwohl er es ganz sicher nicht ist, wie die Singleauskopplungen beweisen, von denen man sich einiges versprochen hatte.

Fazit: Das Album „Sweet Dreams (Are Made Of This)“ konnte in den 80ern schon nur in seiner Gesamtheit überzeugen, wenn man die Musik des Synthesizers geliebt hat. Heutzutage wird es dann nochmal ein wenig schwieriger, da die Zeit dieser Musik durchaus überholt scheint. Trotzdem hat das Album ein paar schöne Stellen und mit dem Titellied einen Hit, der auch in hundert Jahren noch so gesehen werden wird. Das war es dann leider aber auch zum allergrößten Teil. Sechs Punkte.

Anspieltipps: Sweet Dreams (Are Made Of This), Jennifer



Sonntag, 16. Juli 2017

Various Artists – Love Rock




Various Artists – Love Rock


Label: Ronco


Erscheinungsdatum: 1980


Stil: Pop, Soul


Trackliste:

1. Lou Rawls – You’ll Never Find Another Love Like Mine
2. Boz Scaggs – We’re All Alone You
3. Kenny Nolan – I Like Dreamin’
4. Dan Hill – You Make Me Want To Be
5. Blood, Sweat & Tears – You’ve Made Me So Very Happy
6. The Hollies – The Air That I Breathe
7. Starbuck – Moonlight Feels Right
8. Gladys Knight & The Pips – Best Thing That Ever Happened To Me
9. Patsy Gallant – Are You Ready For Love
10. Hall & Oates – Sarah Smile
11. Morris Albert – Feelings
12. Harold Melvin & The Bluenotes – If You Don’t Know Me By Now
13. Minnie Riperton – Lovin’ You
14. The Manhattans – It Feels So Good To Be Loved So Bad
15. Keith Carradine – I’m Easy
16. Ian Thomas – Right Before Your Eyes
17. Billy Paul – Me & Mrs. Jones
18. Deniece Williams – Free

Gesamtspieldauer: ~45:00




Groß aufgemacht ist das Album mit dem Titel: „Ronco presents A Collectors Edition of Love Rock“ und als Zusatz: „18 Original Hits by the Original Stars“. „Ronco“ ist dabei die Plattenfirma, die mit solch Namen wie Marvin Gaye, Bill Withers, Diana Ross, Aretha Franklin und anderen wirbt. Nur leider stimmt das alles nicht. Auf der Platte befinden sich zwar achtzehn Titel, die gerade genannten Sängerinnen und Sänger sind allerdings nicht dabei. Auch die auf der Plattenrückseite angegebene Liederliste stimmt absolut nicht. So etwas gibt es auch nur selten und man weiß nicht genau, ob dies absichtlich geschah oder ob es sich einfach um einen Fehldruck handelt.

Unabhängig davon ist die Musik auf der Scheibe ebenfalls alles andere als gelungen und gut. Natürlich weiß man oder ahnt zumindest, auf was man sich bei einer Scheibe einlässt, die mit „Love Rock“ betitelt ist. Aber so viel Schmalz auf einem Haufen kann man wahrlich kaum erwarten. Es ist zum Weglaufen. Viele der Titel klingen soulig und sind weder melodiös noch sonst auf irgendeine Art und Weise hörenswert. Nicht nur, dass die angegebenen Künstler fehlen, zum größten Teil hört man hier zweit- bis drittklassige Musik, die so überhaupt nicht mehr begeistern kann. Und hört man dann doch mal eine bekannte Band, so ist sie hier mit B-Ware vertreten.

Wenige Ausnahmen gibt es dabei. Eine ist der Hollies Hit „The Air That I Breathe“, dazu noch die Kenny Nolan Nummer „I Like Dreamin’” sowie das sanfte „I’m Easy“ von Keith Carradine und das war es dann auch schon mit der ganzen Herrlichkeit. Der Rest ist meist belanglos von „nicht erwähnenswert“ bis schlecht.

Fazit: „Love Rock“ ist eine Mogelpackung. Zum einen ist nicht das auf der Scheibe vertreten, was draufsteht, zum anderen ist das, was darauf ist, keinesfalls dazu angetan, in Jubelstürme auszubrechen. Schleimige und zumeist mit Streichern zugekleisterte Lieder, die alles andere als gut klingen. Definitiv schlecht. 1 Punkt.

Anspieltipps: Kenny Nolan – I Like Dreamin’, The Hollies – The Air That I Breathe, Keith Carradine – I’m Easy



Samstag, 15. Juli 2017

Mike Oldfield – Discovery




Mike Oldfield – Discovery


Besetzung:

Mike Oldfield – all instruments (except drums)


Gastmusiker:

Maggie Reilly – vocals
Barry Palmer – vocals
Simon Phillips – Tama Drums


Label: Virgin Records


Erscheinungsdatum: 1984


Stil: Pop, Rock


Trackliste:

1. To France (4:43)
2. Poison Arrows (3:52)
3. Crystal Gazing (3:02)
4. Tricks Of The Light (3:52)
5. Discovery (4:34)
6. Talk About Your Life (4:24)
7. Saved By A Bell (4:38)
8. The Lake (12:13)


Bonus Tracks der remasterten Albumversion:

9. To France (Extended Version) (5:33)
10. In The Pool (3:42)
11. Bones (3:20)
12. Afghan (2:41)
13. Tricks Of The Light (3:55)

Gesamtspieldauer: 1:00:36



„Discovery“ oder „Discovery And The Lake“, wie man auf der Rückseite der Platte nachlesen kann, nannte Mike Oldfield sein neuntes Studioalbum. Im Juni des Jahres 1984 wurde die Scheibe auf dem Plattenlabel Virgin Records veröffentlicht. Auf dem Album befindet sich jede Menge Pop-Musik, worauf die Plattenfirma, nach dem großen Erfolg des Stücks „Moonlight Shadow“ vom Vorgängeralbum „Crisis“, sehr großen Wert gelegt hatte.

Auf dem ersten Titel, „To France“, hört man dann auch wieder Maggie Reily singen, die dies auch schon bei dem gerade erwähnten „Moonlight Shadow“ tat. Pop-Musik in Reinkultur ist das, fast schon einen Tick zu lieblich. Das Lied geht in die Nummer „Poison Arrows“ über. Hier hört man jetzt Barry Palmer am Gesang. Dieses Stück ist etwas rockiger gehalten und wirkt auch ansonsten sehr viel spannender als noch der Opener. Poppig geht es dann wieder weiter mit „Crystal Gazing“ und erneut Maggie Reilly als Sängerin. Erneut sehr lieblich, jedoch noch ganz okay. Der Tiefpunkt folgt schließlich mit „Tricks Of The Light“. Beide, Sängerin und Sänger sind hier zu hören und das Lied ist wahrlich einfachster Pop, extrem langweilig und belanglos. Wenn man sich überlegt, welche Art der Musik Mike Oldfield nur wenige Jahre zuvor schrieb, so blutet einem das Herz.

Es wird wieder zumindest ein wenig besser. Der Titelsong „Discovery“ ist deutlich rockiger, wird wieder nur von Barry Palmer eingesungen und verfügt dabei über eine Melodie, die tatsächlich etwas hängenbleibt. Es folgen die Stücke „Talk About Your Life” sowie „Saved By A Bell“. Fast schon unfassbar, wie langweilig die Musik von Mike Oldfield klingen kann. Dies bedeutet nicht, dass diese Stücke nicht melodiös wären, jedoch sind sie dabei fast schon anbiedernd und nur dazu gemacht, auch im Radio gespielt werden zu können. Schlimm. Bliebe noch das über zwölfminütige „The Lake“. Aus steuertechnischen Gründen hatte Mike Oldfield seinen Wohnsitz in die Schweiz verlegt, genauer gesagt nach Villars-sur-Ollon in den Schweizer Alpen, hoch über dem Genfer See. Dieser Anblick hat ihn angeblich zu diesem Stück inspiriert. „The Lake“ ist auch der Höhepunkt der Platte. Zwar nicht mehr in einem Atemzug zu nennen wie die Longtracks auf seinen ersten Veröffentlichungen, dennoch eine schöne Instrumentalnummer, etwas verklärt und mit einer schönen Melodie versehen, die sich im Laufe des Liedes wandelt und entwickelt.

Auf der remasterten Version des Albums bekommt man fünf Zugaben mitgeliefert. Eine verlängerte Version von „To France“, eine Instrumentalversion von „Tricks Of The Light“ sowie drei bisher noch nicht veröffentlichte Titel. Diese Bonus Tracks lohnen die Anschaffung keineswegs, denn diese Version von „Tricks Of The Light“ schafft es tatsächlich noch schlechter zu sein, als das Original und den drei neuen Stücken hört man an, warum sie es nicht auf eine offizielle Platte geschafft haben.

Fazit: Mit „Discovery” war Mike Oldfield ganz tief in den Niederungen des Pop angekommen. Der Erfolg sollte ihm allerdings Recht geben, denn seine Platten verkauften sich nun sehr viel besser als früher. Der letzte Titel „The Lake“ scheint da nur ein Versöhnungsangebot an die alten Fans zu sein, die gerne „ihren“ Mike Oldfield von früher wieder hören würden. Aber die Zeit war vorbei, jetzt war erst mal Pop angesagt. Pop, der zwar klingt, zumeist jedoch unfassbar langweilig ist. Schade. Sechs Punkte.

Anspieltipps: Poison Arrows, The Lake